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Expertin warnt

Das Smartphone bloß nicht mit ins Badezimmer nehmen!

Frau mit Smartphone im Badezimmer
Auch wenn es für viele Gewohnheit ist – das Smartphone sollte dem Badezimmer fern bleiben.Foto: Getty Images

Das Smartphone mit ins Badezimmer zu nehmen, ist für die meisten selbstverständlich. Eine Hygiene-Expertin erklärt, warum man genau das auf keinen Fall tun sollte.

Während wir duschen, hören wir Musik über das Smartphone, auf der Toilette checken wir die neuesten WhatsApp-Nachrichten und beim Zähneputzen klicken wir uns durch aktuelle Meldungen: Das Smartphone scheint nicht einmal im Badezimmer fehlen zu dürfen. Allerdings sollten Sie das stille Örtchen künftig zur Sperrzone erklären, denn es kann ganz schön eklig werden. Warum das so ist, erklärt Constanze Wendt, eine Fachärztin für Hygiene und Mikrobiologie vom Medizinischen Versorgungszentrum in Heidelberg, gegenüber TECHBOOK.

Bakterien und Keime

Im Badezimmer lauern jede Menge Wasser- und Schmutzpartikel, die in der Luft umherschwirren und sich verteilen. „In unserem Bad sind die Keime und Bakterien, die sich in unserem Darm und auf unserer Haut befinden“, erklärt Hygiene-Expertin Constanze Wendt. Liegt das Smartphone im Badezimmer, können sich genau diese Bakterien auf dem Gerät absetzen. Das können Bakterien wie E. coli sein, die aus unserem Darm stammen. „Wenn man etwa E. coli an den Händen hat und anschließend zum Handy greift, befinden sich diese Bakterien auf dem Smartphone“, sagt Wendt.

Bakterien und Keime können uns krank machen – ist es also gefährlich, das Smartphone mit ins Badezimmer zu nehmen? „Wir haben zehnmal mehr Bakterien auf unserer Haut, als unser Körper Zellen hat“, weiß Wendt. Daher seien Bakterien per se nicht gefährlich für uns, sie sind sogar Bestandteil unseres Körpers.

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Passen Sie auf, was Sie anfassen

Aber: Jedes mal, an dem wir unser Smartphone auf neue Nachrichten checken, berühren wir auch das Display – samt aller darauf lebenden Bakterien. Speziell wenn Smartphone-Nutzer sich nach der Toilette nicht die Hände waschen und ihr Handy anfassen, bleiben diese Bakterien auch auf dem Bildschirm kleben. „Das ist nicht gesundheitsgefährdend, aber ein Ekelfaktor“, sagt Wendt. Auf öffentlichen Toiletten erhöhe sich das Risiko nicht. Vorsicht sei jedoch auf einer Toilette geboten: Der öffentlichen Toilette im Krankenhaus. „Dort können sich resistente Keime befinden“, warnt die Expertin. Dies könne dann tatsächlich schwerwiegende gesundheitliche Folgen auf den Körper haben.

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Das Problem beim Smartphone im Badezimmer ist generell nicht das Smartphone selbst, sondern eine mangelnde Hygiene. „Das Händewaschen bekämpft Keime und Bakterien am besten“, sagt Wendt. Deshalb sollte – wie auch für viele andere Lebenssituationen – gelten: Waschen Sie sich regelmäßig und gründlich die Hände! Dann könne Sie auch künftig weiter bedenkenlos Ihr Handy anfassen, ganz ohne Ekelfaktor.

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