Achtung, Porno-Falle!

Fiese Sex-Trojaner nehmen Android-Nutzer ins Visier

Smartphone mit Frau in Unterwäsche
Gefahr durch Porno-Malware auf Smartphones
Foto: picture alliance

Über Pornoseiten und Apps gelangen laut einem Bericht von Kaspersky immer häufiger Trojaner auf Android-Smartphones. TECHBOOK erklärt die gefährlichen Maschen und verrät, wie Sie sich schützen können.

Android-Nutzer weltweit geraten verstärkt ins Visier von Betrügern, die mit Schadsoftware (Malware) Ihr Smartphone infizieren wollen. Am Ende droht nicht nur ein Schaden am Gerät, sondern auch im eigenen Geldbeutel. Rund ein Viertel der Programme landet über Pornoseiten und -Apps auf den Geräten der Nutzer. Diese Zahlen veröffentlichte die Firma Kaspersky jetzt für das Jahr 2017. TECHBOOK warnt Sie vor den drei verbreitetsten Arten von Malware und gibt Tipps, wie Sie nicht darauf reinfallen!

Falle 1: Der Clicker-Trojaner

Die beliebteste Art der Betrüger, ihre Opfer aufs Glatteis zu führen sind sogenannte Clicker, sie machen fast die Hälfte der Porno-Malware auf Android-Geräten aus. Porn-Clicker-Trojaner verstecken sich in gefälschten Apps oder auf mobilen Pornoseiten. Einmal auf dem Smartphone installiert, öffnen sie versteckt im Browser Pornoseiten und bringen diesen durch heimliche Klicks auf Werbeanzeigen Einnahmen ein.

Die Opfer von Clickern erleiden nicht in allen Fällen einen direkten finanziellen Schaden. Dazu kommt es nur, wenn die Programme gleichzeitig noch kostenpflichtige Abonnements abschließen. Aber auch das verdeckte Aufrufen von Werbeanzeigen wirkt sich negativ aus: Ein weitaus höherer Datenverbrauch sowie das Absinken der Akkuleistung sind die Folgen.

Um nicht auf die Masche hereinzufallen, sollten Sie gerade beim Download von beliebten Apps darauf achten, nicht aus Versehen einen Trojaner mit gleicher Aufmachung auszuwählen. Ein aussagekräftiges Indiz für die richtige Anwendung ist die Anzahl der Bewertungen und Download-Zahlen. Diese gehen bei beliebten Apps, die gerne kopiert werden, in die Tausende. Fake-Anwendungen haben hingegen kaum Interaktionen der Nutzer im App Store.

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Falle 2: Banker und Ransomware

Auch sogenannte Banker verbreiten sich in der Regel über Pornoseiten, während sich Ransomware meistens als Porno-App im Store tarnt. Auch sie fallen in die Kategorie der Trojaner.

Die Folgen für die Opfer sind meist gravierend. Es droht nicht nur unbefugter Zugriff auf die eigenen Bankdaten, sondern auch Erpressung. Ransomware friert den Bildschirm ein und setzt den Nutzer über ein Fenster in Kenntnis, dass illegale Dateien auf seinem Smartphone gefunden wurden. Die falsche Nachricht soll den Eindruck vermitteln, sie käme von einer Behörde. Um das Gerät wieder freizuschalten und keinen weiteren rechtlichen Folgen fürchten zu müssen, wird von dem Opfer eine Strafe in Höhe mehrerer Hundert Euro gefordert. Der bekannteste Fall in Deutschland war vor einigen Jahren der sogenannte Bundestrojaner, der bei Nichtzahlung von 100 Euro eine Strafverfolgung durch die Bundespolizei androhte.

Auch gilt zu Schutz: Seien Sie vorsichtig beim App-Download! Da sich die Malware meist als bekannte Porno-App ausgibt, gilt auch hier: Bewertungen und Download-Zahlen checken!

Falle 3: Rooting Malware

Auch hier reicht ein falscher Klick, und das Programm wird auf dem Smartphone installiert. Die Anwendung rootet dann das Telefon – sprich verschafft sich unbegrenzten Zugriff auf das Dateisystem und Passwörter. Darüber hinaus kann sie auch selbst weitere Programme installieren.

Einmal auf dem Gerät installiert, lässt sich diese Form der Malware kaum wieder deinstallieren. Deshalb ist auch hier im Vorfeld schon Vorsicht geboten.