Wie gut ist billig wirklich?

Die besten Smartphones unter 150 Euro

Billige Smartphones können nur telefonieren? Stimmt nicht! TECHBOOK stellt Geräte unter 150 Euro vor, die mit zahlreichen Extras punkten.
Foto: Getty Images

Handys unter 150 Euro taugen nur zum Telefonieren? Von wegen: TECHBOOK stellt gute Billig-Smartphones unter 150 Euro vor, die mit vielen Funktionen überraschen.

Was haben Apples iPhone, Samsungs Galaxy S8 oder Googles Pixel gemeinsam? Genau – sie kosten zum Teil so viel wie ein kompletter Computer. Dafür warten edles Design aus Alu und Glas, hochwertige Kameras und nette Spielereien wie ein Fingerabdruck-Scanner auf zahlungswillige Kunden.

Doch muss ein Handy mehr als 800 Euro kosten, damit es im Alltag nützlich ist? Was können die Billig-Ableger von Samsung, Motorola & Co.? Und lohnen sich günstige China-Geräte? TECHBOOK zeigt, welche Smartphones gut sind und gleichzeitig ihre Geldbörse schonen.

Motorola Moto G (3. Generation)

Motorolas Moto G in der 3. Generation hat trotz Einsteiger-Preis von derzeit rund 140 Euro viele Funktionen der großen Vorbilder, etwa den schnellen Mobilfunkstandard LTE. Natürlich gibt es Abstriche bei der Arbeitsgeschwindigkeit – ein Gigabyte Arbeitsspeicher sowie der verbaute Vierkern-Prozessor sollten aber fürs alltägliche Surfen ausreichen, bei aufwändigeren Spielen könnte es zu Rucklern kommen. Die Erfahrungen der Amazon-Kunden (Bewertung: 4,5 von 5 Sternen) ist bezüglich der Geschwindigkeit jedoch positiv, selten kommt das Handy ins Stottern.

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Nicht selbstverständlich: Das 5-Zoll-Display löst sogar mit HD-Auflösung auf (1280 x 720 Pixel). Einzelne Bildpunkte wird man beim Motorola Moto G also kaum erkennen. Ebenfalls nicht schlecht für den Preis ist die 13-Megapixel-Kamera. Das Fachmagazin Chip attestierte der Knipse fein aufgelöste Bilder, lediglich bei wenig Licht gibt es schlechte Bilder – ein typisches Smartphone-Problem.

Nebenbei gibt es Extras, die das Preis-Leistungs-Verhältnis aufwerten: Das Plastikgehäuse ist wasserdicht, außerdem gibt es Platz für eine externe Speicherkarte (microSD). Die ist auch bitter nötig: Lediglich 8 Gigabyte Speicher sind verbaut, von denen bereits ein Teil für das Betriebssystem draufgeht. Viel Platz für Fotos, Videos und Musik bleibt da nicht. Wenn also noch etwas Budget übrig ist – am besten gleich eine 32-Gigabyte-Karte dazu schenken (etwa 10 Euro).

Das Motorola Moto G punktet mit LTE und seinem scharfen Display.

Das Motorola Moto G punktet mit LTE und seinem scharfen Display. Foto: Motorola

Samsung Galaxy J3 (2016) Duos

Es muss nicht immer das S8 sein – unter den Billig-Handys ist Samsungs Galaxy J3 (2016) ein echter Verkaufsschlager. Warum? Zum einen, weil es kompakt ist: Sind heute bei Smartphones 5,5 Zoll und mehr Standard, kommt das J3 mit verhältnismäßig kleinen 5 Zoll aus.

Der Samsung-Zwerg kommt mit schnellem LTE-Standard und aktuellem Android-Betriebssystem – und sollte heutzutage für halbwegs flottes Surfen und Starten von Apps ausreichen. Das Display ist wie beim Moto G ausreichend: Die Auflösung ist mit 1280 x 720 Pixel kein Full-HD, aber dank der ordentlichen Pixeldichte sollten trotzdem keine einzelnen Bildpunkte zu erkennen sein.

In puncto Kamera müssen Besitzer des Galaxy J3 (2016) mit 8 Megapixeln auskommen. Amazon-Kunden (Bewertung: 3,6 von 5 Sterne) berichten zwar von brauchbaren Bildern bei Tageslicht, aber auch hier gilt: Fotos bei Nacht sind häufig unbrauchbar. Preislich liegt das Galaxy J3 (2016) Duoas derzeit bei rund 135 Euro plus eventuell einer größeren Speicherkarte, da auch bei Samsung nur magere 8 Gigabyte Speicher spendiert.

Das Galaxy J3 (2016) Duos kommt mit zwei SIM-Karten-Slots. Foto: Samsung

Huawei P8 Lite Dual

Der chinesische Hersteller Huawei bringt seine Top-Geräte meist einige Zeit später auch in einer günstigen „Lite“-Version in den Handel. Das Huawei P8 Lite etwa hat einen Kniff für Nutzer, die ihr Handy beruflich als auch privat nutzen: Einen Dual-SIM-Schacht. Hier passen zwei SIM-Karten rein, das Handy ist dann quasi unter zwei verschiedenen Telefonnummern zu erreichen. Steckt eine zweite SIM-Karte drin, kann jedoch keine microSD-Karte zur Speicher-Erweiterung eingeschoben werden. In diesem Fall ist das verschmerzbar, da das P8 Lite im Gegensatz zur Konkurrenz 16 Gigabyte Speicher hat.

Ansonsten unterscheidet es sich nicht gravierend vom großen Bruder Huawei P8, das derzeit rund 100 Euro mehr kostet. Das Display ist mit 5 Zoll etwas kleiner, hat aber trotzdem Full-HD-Auflösung. Außerdem ist ein verhältnismäßig flotter Achtkern-Prozessor verbaut, eine Kamera mit 8 Megapixeln und LTE. Amazon-Kunden (Bewertung: 4 von 5 Sternen) loben zudem den Akku, der bis zu 1,5 Tage durchhält. Das Huawei P8 Lite gibt es derzeit für rund 140 Euro.

Huaweis P8 Lite ist eine Billig-Version des ehemaligen Flaggschiffes P8, die viele Funktionen übernimmt.

Huaweis P8 Lite ist eine Billig-Version des ehemaligen Flaggschiffes P8, die viele Funktionen übernimmt.
Foto: Huawei

Nokia Lumia 640

Ein Handy für ’nen etwas mehr als nen Hunni? Ja, auch das gibt es: Das Nokia Lumia 640 Dual SIM kostet aktuell rund 120 Euro und ist das einzig vorgestellte Gerät, das statt Android Microsofts Betriebssystem Windows Phone 8.1 aufgespielt hat. Achtung: Die App-Auswahl unter Windows ist kleiner als etwa bei Android oder Apples iOS. Überraschend: Mit einer Auflösung von 1280 x 720 Pixeln ist das Nokia in Sachen Bildschärfe auf Höhe der Konkurrenz. Besonders die Verarbeitung des Telefons sticht positiv heraus, zumindest laut einem Test der Zeitschrift „Computer Bild“.

Auf Extras wie LTE oder eine überdurchschnittliche Kamera muss der Käufer jedoch verzichten. Amazon-Kunden (Bewertung: 4,2 von 5 Sternen) loben aber die für diese Klasse außergewöhnliche Langlebigkeit.

Das Nokia Lumia 640 ist eine selten gewordene Spezies: Es läuft mit einer Version von Microsofts Windows Phone 8.1. Foto: Microsoft / Nokia

Fazit: Lohnen sich Billig-Handys?

Generell gilt: Auch in der Preisklasse bis 150 Euro können Smartphones nicht nur telefonieren, auch Apps und Internetanwendungen funktionieren problemlos – wenn auch nicht immer ganz so flott wie iPhone & Co. Toll zudem, dass immer mehr günstige Smartphones schnelles LTE unterstützen und nette Extras wie ein wasserdichtes Gehäuse oder einen Dual-SIM-Schacht haben. Wer in erster Linie telefonieren, etwas surfen und Apps wie WhatsApp oder Facebook nutzen will, ist mit einem Billig-Handy gut bedient.

In Sachen Komfort, Kamera, Geschwindigkeit bei aufwändigen Anwendungen und beim Design können die günstigen Handys aber natürlich nicht mit den Top-Modellen der Hersteller mithalten.