Große Schrift, leichte Bedienung

Die besten Handys und Smartphones für Senioren

Älteres Ehepaar sitzt mit Handy am Tisch
Die besten Handys und Smartphones für Senioren
Foto: Getty Images

Jede Altersgruppe hat andere Ansprüche an ein Handy oder Smartphone. Ältere Menschen benötigen beispielsweise häufig Modelle, die einfach zu bedienen und gut abzulesen sind. Daher gibt es Mobiltelefone, die speziell für Senioren entwickelt worden sind. TECHBOOK stellt die besten Senioren-Smartphones vor und verrät, wie sich auch herkömmliche Smartphones umrüsten lassen.

Wenn die Augen im Alter schlechter und die Hände unkoordinierter werden, lassen sich auch Smartphones nicht mehr so weinfach bedienen. Hinzu kommt, dass einige ältere Menschen sich vor den neuen Technologien scheuen. Hier setzen Handys und Smartphones speziell für Senioren an. Sie bieten nicht nur eine einfach strukturierte Oberfläche, sondern sind auch oft mit größeren Tasten ausgestattet und somit leichter zu bedienen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Die besten Senioren-Handys
  2. Die besten Senioren-Smartphones
  3. Software für eine einfache Smartphone-Oberfläche

Die besten Senioren-Handys

Senioren-Handys sind klassische Handys, die aber mit deutlich größeren Tasten ausgestattet sind. So lassen sie sich leichter bedienen und die Tasten sich besser ablesen. Die Hersteller verwenden oft eine leicht verständliche Oberfläche mit der Möglichkeit, Favoriten anzulegen, um entsprechende Kontakte schnell zu finden. Das eigene Kind oder der Enkel ist somit nur einen Tastendruck entfernt. Auch bieten die Modelle spezielle Notfall-Tasten, die im Ernstfall dazu dienen, schnell Hilfe herbeizuholen. Einige Senioren-Handys haben sogar Sensoren integriert, die Stürze registrieren und in diesem Fall selbständig Notrufe absetzen. Die Akkulaufzeit der Geräte ist aufgrund der einfacheren Ausstattung und kleineren Displays deutlich länger als die von Senioren-Smartphones. Zudem sind sie deutlich günstiger als die Modelle der Smartphone-Sparte. Dafür müssen Nutzer hier auf den bequemen Internet-Zugriff und Apps wie WhatsApp und Co. verzichten.

Emporia Touch Smart

Klapp-Handy Emporia Touch Smart

Das Emporia Touch Smart mit Tasten und Touchscreen
Foto: Emporia

Das Touch Smart von Emporia zeigt, dass ein Senioren-Handy durchaus modern und stylisch aussehen kann. Bei dem Gerät handelt es sich um ein Klapp-Handy, das gleichermaßen über den 3,35 Zoll großen Touchscreen und die großen Tasten bedienbar ist. Das Emporia Touch Smart läuft mit Android Go auf Basis von Android 8.1 und bietet damit auch den Zugriff auf Apps wie WhatsApp. Passend dazu wählt sich das Handy per WLAN a/b/g/n oder LTE ins Internet ein. Zusammengeklappt ist es besonders kompakt, ermöglicht über das kleine 1,54-Zoll-Display aber dennoch Zugriff auf wichtige Informationen wie die Uhrzeit oder eingehende Anrufe.

Noch mehr Details: Das Emporia Touch Smart im Test

Auch eine Notruf-SMS lässt sich mit einem Klick versenden. Der Notruf-Button befindet sich rückseitig am Telefon an der Akku-Abdeckung. Auf Wunsch lässt sich die Abdeckung aber auch gegen eine Version ohne Taste austauschen, die dem Lieferumfang ebenfalls beiliegt. Das Emporia Touch Smart ist ab 89 Euro in Elektronik-Märkten und Online zu haben.

Ausstattung zusammengefasst:

  • Klapp-Handy mit großen Tasten
  • 3,35 Zoll Touchscreen (480 x 854 Pixel), 1,54 Zoll Außendisplay (240 x 240)
  • Android Go 8.1, Zugriff Auf WhatsApp (vorinstalliert)
  • WLAN a/b/g/n, LTE, GPS
  • Hörgeräte-kompatibel (HAC: M4 / T4), Notfall-Funktionen, Freisprechmodus, einstellbare Klingelton- und Hörerlautstärke, LED-Taschenlampe
  • Hauptkamera mit 5 MP, Frontkamera mit 2 MP
  • Telefonbuch für mehr als 1000 Einträge
  • 1.400-mAh-Akku inkl. Ladestation und zweitem Akkudeckel
  • 113,8 x 56,7 x 20,6 mm, 127 g
  • Preis: ab 89 Euro
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Emporia TOUCH smart


✔️ Einfache Bedienung durch Touchdisplay oder Tastatur
✔️ WhatsApp vorinstalliert
✔️ Notruffunktion

Olympia Happy 2

Olympia Happy 2 mit drei verschiedenen Covern

Das Olympia Happy 2 ist ein klassisches Barren-Handy, bei dem sich die Rückseiten wechseln lassen
Foto: Olympia

Einfacher, günstiger und bunter kommt das Olympia Happy 2 daher. Das kleine Gerät sieht aus wie ein klassisches Handy, bringt aber große und somit gut bedienbare Tasten mit. Auch drei bunte Wechselcover in Gold, Blau und Rot befinden sich im Lieferumfang, mit denen das Senioren-Handy farbig individualisiert werden kann.

Die Darstellung erfolgt beim Olympia Happy 2 über das 2,2 Zoll große Farb-Display, wobei der Hersteller auf eine einfache Menüführung mit großen Symbolen setzt. Der Klingelton ist veränderbar und vergleichsweise laut, sodass ihn auch Nutzer mit Hörproblemen gut wahrnehmen können. Im Telefonbuch lassen sich bis zu 300 Kontakte speichern, von denen sich die wichtigsten acht auch auf die Kurzwahl legen lassen. Sie werden dann übersichtlich mit Bild angezeigt und sind mit einem Tastendruck erreichbar. Die Wahltasten sind beleuchtet und angenehm groß. Das Olympia Happy 2 nimmt auf Wunsch zwei SIM-Karten auf, unterstützt den Versand von SMS, das Freisprechen und bringt auch eine integrierte Kamera, eine Taschenlampe sowie ein FM-Radio mit. Für Sicherheit sorgt die Alarmfunktion sowie eine separate SOS-Taste, die auf Knopfdruck Hilfe ruft. Auf Wunsch können Nutzer hier auch eine Rufnummer eines Freundes oder Verwandten hinterlegen.

Ausstattung zusammengefasst:

  • Barren-Handy, Dual-SIM, 126 x 60 x 12 mm
  • 2,2 Zoll Farb-Display
  • einfache Menüführung und große, beleuchtete Tasten
  • Telefonbuch für 300 Einträge, 8 Kontakte als Bild-Kurzwahl
  • Akku für bis zu 6 Stunden Gesprächszeit oder 350 Stunden Standby, aufladbar per Kabel oder mitgelieferter Ladeschale, Ladeerinnerung per SMS
  • Alarmfunktion und programmierbare Notfall-Taste
  • SMS, Bluetooth, FM-Radio, integrierte Kamera
  • Lauter Klingelton und/oder Vibrationsalarm
  • 3 Wechselcover im Lieferumfang
  • Preis: ab 35 Euro
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OLYMPIA Happy II


✔️ Komfortable Bildkurzwahl
✔️ Extra große Wähltasten mit Hintergrundbeleuchtung
✔️ Notruf (SOS) Taste

Doro 6050

Das Doro 6050 aufgeklappt und im kompakten Format

Senioren-Handy im Klapp-Format: Das Doro 6050
Foto: Doro

Das Doro 60 50 ist eine Mischung aus den oberen beiden Senioren-Handys. Es bietet die kompakte Form eines Klapp-Gerätes mit der übersichtlichen Bedienung eines einfachen Handys. Das 2,8 Zoll große Farb-Display bietet besonders viel Platz für Darstellungen, wobei das Menü durch seine Einfachheit und die großen Symbole besticht. Nutzer müssen das Doro 6050 nicht aufklappen, um zu erfahren, wer anruft. Denn die Anruferinformationen werden auf einem monochromen Display auf der Vorderseite angezeigt. Hier befindet sich auch die 3-Megapixel-Kamera, mit der Nutzer den ein oder anderen Schnappschuss aufnehmen können.

Doro bietet das 6050 in den Farben Grau und Braun an. Zum Lieferumfang gehört sowohl ein Headset, als auch eine Ladestation zum Aufladen des 800-mAh-Akkus. Der Akku lässt sich auf Wunsch auch austauschen. Dank seiner hohen Klingeltonlautstärke und seiner Hörgerätekompatibilität (HAC) eignet sich das Doro 6050 gut für Menschen mit Hörproblemen. Auch Sehgeschädigte können das Senioren-Handy eigenständig nutzen, da der Hersteller sprechende Tasten eingebaut hat, die dem Nutzer sagen, welchen Button er gerade drückt. Obwohl das Doro 6050 ein einfaches Handy ist, können mit ihm E-Mails versandt werden – vorausgesetzt der gewählte Tarif unterstützt das mobile Internet. Denn auf WLAN müssen Nutzer hier verzichten.Mithilfe der Erinnerungsfunktion können sich Nutzer zudem an Termine oder tägliche Ereignisse – beispielsweise einer Medikation – erinnern lassen.

Wie bei den meisten Senioren-Handys hat Doro bei seinem Modell nicht auf die wichtigen Notfall-Funktionen verzichtet. Das Gerät bringt sowohl eine programmierbare Notruf-Taste, die auf Knopfdruck sofort eine SMS-Alarmmitteilungsfunktion auslöst und hinterlegte Personen sowie die Polizei oder den Krankenwagen verständigt, als auch den Rettungshelfer ICE (In Case of Emergency) mit. Letzterer erlaubt es, wichtige Angaben zu Krankheiten oder zur aktuellen Medikation sowie Ansprechpartner für Notfälle auf dem Telefon zu speichern. So wissen Rettungssanitäter im Ernstfall sofort, was zu tun ist.

Ausstattung zusammengefasst:

  • Klapphandy
  • 2,8 Zoll Farb-Display mit 320 x 240 Pixel, monochromes Außendisplay für Anrufinformationen
  • einfache Menüführung und große, beleuchtete Tasten
  • Telefonbuch für 300 Einträge, Kontakte als Bild-Kurzwahl
  • Hörgerätekompatibilität (HAC) T4/M4
  • Notruf-Taste mit SMS-Alarmmitteilungen und ICE (In Case of Emergency)
  • SMS, Zugang zu E-Mails, UKW-Radio, GPS, Wecker, integrierte Taschenlampe, Bluetooth
  • tägliche Erinnerungen und Zugriff auf Kalender
  • Texterkennung, einstellbare Schriftgröße und Tastenreaktionszeit
  • 800 mAh Wechsel-Akku mit Ladestation
  • 3-Megapixel-Kamera mit Blitz
  • Preis: ab 55 Euro
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Doro 6050


✔️ Extra lauter und klarer Klang
✔️ Hörgerät kompatibel
✔️ Notruftaste

Die besten Senioren-Smartphones

Hier erfolgt die Bedienung nicht nur über Tasten unterhalb des Displays und an der Gehäuseseite. Auch über den Touchscreen lassen sich Eingaben machen. Dank LTE-Support sind Senioren-Smartphones ans mobile Internet angeschlossen. Außerdem bieten sie eine meist eine bessere Kamera als die Handys sowie eine Spracherkennung über den Google Assistant. Denn ausgeliefert werden die Smartphones mit Android, über das die Hersteller allerdings eine eigene, leichter zu bedienende Oberfläche gelegt haben. Wichtige Notfall-Funktionen sind dabei schneller erreichbar und die App-Icons und virtuellen Tastenfelder meist deutlich größer gestaltet.

Doro 8040

Vorderansicht des Doro 8040 mit 5-Zoll-Display

Senioren-Smartphone Doro 8040
Foto: Doro

Mit seinem 5 Zoll großen HD-Display ist das Doro 8040 deutlich größer als ein Senioren-Handy, für ein Smartphone ist es aber ein vergleichsweise kompaktes Modell. Auch hier setzt der Hersteller auf eine einfache Menüführung mit großen Icons und gut lesbarer Schrift. Das Ganze basiert auf dem Betriebssystem Android 7.0 Nougat. Typisch für ein Senioren-Smartphone haben Nutzer Zugriff auf Anwendungen wie Google und WhatsApp, wobei die Verbindung ins Internet wahlweise über WLAN oder LTE hergestellt werden kann. Zwei Kameras hat das Doro 8040 an Bord: Eine 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite und eine 2-Megapixel-Kamera für Selfies. Die damit gemachten Fotos finden auf dem 16 GB großen und erweiterbaren Speicher Platz.

Von der Leistung her entspricht das Doro 8040 einem Einsteiger-Smartphone. Denn hier sorgt der Quad-Core-Prozessor Mediatek MT6738 zusammen mit 2 GB Arbeitsspeicher für den Antrieb. Die Bedienung des Doro 8040 erfolgt zum großen Teil über den Touchscreen. Das Senioren-Smartphone besitzt aber auch Tasten unter dem Display, mit denen durchs Menü gesteuert werden kann. Auf die Notruf-Taste und den Rettungshelfer ICE (In Case of Emergency) müssen Nutzer ebenfalls nicht verzichten. Das Smartphone ist kompatibel mit Hörgeräten und hat einen lauten Klingelton, der sich aber auch stummschalten lässt.

Ausstattung zusammengefasst:

  • 5 Zoll IPS-Display mit 720 x 1.280 Pixel
  • Mediatek MT6738, vier Kerne mit bis zu 1,5 GHz
  • 2 GB RAM, 16 GB interner Speicher (erweiterbar)
  • Android 7.0 Nougat mit Doro UI und einfache Menüführung
  • Hörgerätekompatibilität (HAC) T3/M3
  • Notruf-Taste mit SMS-Alarmmitteilungen und ICE (In Case of Emergency)
  • WLAN b/g/n, LTE Cat.4 mit bis zu 150 Mbit/s
  • Bluetooth 4.0, GPS + Glonass, UKW-Radio, Wecker, integrierte Taschenlampe
  • tägliche Erinnerungen und Zugriff auf Kalender
  • Texterkennung, einstellbare Schriftgröße und Tastenreaktionszeit
  • 2.920-mAh-Akku mit Ladestation
  • 8- und 2-Megapixel-Kamera mit Blitz
  • Preis: ab 200 Euro
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Doro 8040 Smartphone


✔️ Einfache Bedienung und Navigation
✔️ 5 Zoll Touchscreen
✔️ Inklusive Tischladestation

Bea-Fon M5

Bea-Fon M5 mit einfacher Oberfläche

Die vereinfachte Bea-Fon-Oberfläche auf dem M5
Foto: Bea-Fon

Soll es ein bisschen mehr Platz auf dem Display sein, ist das Bea-Fon M5 mit seinem 5,5 Zoll großen HD-Bildschirm einen Blick wert. Technisch bietet es eine dem Doro 8040 sehr ähnliche Leistung, was sich am 1,5-GHz-Quad-Core-Prozessor, dem 2 GB Arbeitsspeicher und dem 16 GB internen Speicher zeigt. Anders als das Doro-Smartphone verfügt dieses Modell allerdings über die bessere Kamera-Ausstattung mit 13 Megapixel sowie einer Frontkamera mit 8 Megapixel.

Der in Deutschland ansässige Hersteller Bea-Fon setzt auf eine einfache Menüführung und seitliche Buttons für die Lautstärke, das An- und Ausschalten des Senioren-Smartphones sowie einer Auslösetaste für die Kamera. Auch unter dem Bildschirm finden sich haptische Tasten zum Steuern durch das Menü. Der größte Teil der Bedienung erfolgt allerdings über den Touchscreen. Nutzer können sich entscheiden, ob sie die klassische Android-Oberfläche oder das vereinfachte Bea-Fon-Menü nutzen möchten. Bei letzterem dominieren die großen Symbole und die einfache Navigation.

Das Bea-Fon M5 unterstützt WLAN b/g/n sowie LTE und erlaubt somit den Versand von E-Mails und die Nutzung von Apps wie WhatsApp und Facebook. Im Notfall steht ein SOS-Button bereit, der nicht nur eine zuvor festgelegte Person, sondern auch die Polizei oder Rettungssanitäter informiert. Dank Positionserkennung gibt das Senioren-Smartphone gleichzeitig an, wo sich die verunfallte Person befindet.

Ausstattung zusammengefasst:

  • 5,5 Zoll IPS-Display mit 720 x 1.280 Pixel
  • Quad-Core-Prozessor mit bis zu 1,5 GHz
  • 2 GB RAM, 16 GB interner Speicher (erweiterbar)
  • Android 8.1 Oreo
  • Hörgerätekompatibilität (HAC) T3/M3
  • Notruf-Taste mit Positionserkennung
  • WLAN b/g/n, LTE Cat.4 mit bis zu 150 Mbit/s
  • Bluetooth 4.2, GPS + Glonass, UKW-Radio, Wecker, integrierte Taschenlampe
  • tägliche Erinnerungen und Zugriff auf Kalender
  • Texterkennung, einstellbare Schriftgröße und Tastenreaktionszeit
  • 2.600-mAh-Akku mit Ladestation
  • 13- und 8-Megapixel-Kamera mit Blitz
  • Preis: ab 179 Euro

Kleine Anmerkung: Auf der IFA 2019 hat Bea-Fon den Nachfolger des M5 präsentiert – das BeaFon M6. Dieses ist momentan allerdings noch nicht im Handel erhältlich. Im Vergleich zum M5 bietet es mit Android 9 Pie ein deutlich aktuelleres System und auch ein moderneres Design mit 6,26 Zoll großem Fullview-Display und Dual-Kamera auf der Rückseite. Mehr Informationen zum Bea-Fon M6 finden Sie beim Hersteller.

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Beafon Bea-fon M5


✔️ Inklusive Kamera
✔️ SOS Knopf
✔️ WhatsApp

Software zum Nachrüsten

Einige Hersteller bieten spezielle Software zur Installation auf herkömmlichen Smartphones an. Sie vereinfacht die Oberfläche und macht sie durch klare Icons, kontrastreiche Schrift und große Eingabefelder leichter bedienbar. Die klassischen Smartphone-Anwendungen stehen dennoch zur Verfügung und auch die Bedienung der Geräte ist wie gewohnt möglich. Auf die haptischen und größeren Tasten müssen Nutzer bei dieser Lösung verzichten. Die Software eignet sich daher nur für diejenigen, die kein Problem mit den kleinen Tasten und dem Touchscreen herkömmlicher Smartphones haben. Der Vorteil: Es muss kein neues Gerät gekauft werden. Ein altes Smartphone lässt sich stattdessen in wenigen Schritten in ein für Senioren geeignetes Modell verwandeln. Oftmals lässt sich sogar per Klick auf die App zwischen der Standard-Android-Oberfläche und der vereinfachten Oberfläche wechseln.

„Mach dein Smartphone einfach“ von Emporio

Sie eignet sich für Geräte mit Android 4.4 oder höher und ist ab etwa 15 Euro bei Händlern wie Media Markt, Saturn und Otto erhältlich. Im Paket befindet sich neben einem Freischalt-Code für die Emporia-App auch ein Trainings-Handbuch, das den Nutzer Schritt für Schritt durch die Installation führt und die Funktionen der App genau beschreibt. Alternativ kann die App im Google Play Store für 12 Euro heruntergeladen werden. Dann müssen Käufer allerdings auf das Handbuch verzichten.

Screenshots der Emporia-App

Emporia-App macht die Smartphone-Oberfläche einfacher und übersichtlicher
Foto: Emporia

Die Installation dauert laut Hersteller etwa 5 Minuten, das Einrichten von Kontakten und persönlichen Einstellungen wie dem Klingelton zusätzlich etwa 15 Minuten. 60 MB freier Speicher sind erforderlich. Für Dual-SIM-Smartphones eignet sich die Emporia-App allerdings nicht. Die Emporia-App vereinfacht die Menüführung und rückt die wichtigsten Funktionen (Telefon, Kamera, Internet) in den Vordergrund. Der Hersteller listet die Eigenschaften wie folgt:

  • Gute Lesbarkeit, kontrastreiche Schrift
  • Große Icons; klare Farben- und Formensprache
  • Einfache Struktur der drei Hauptseiten: Homescreen, persönlicher Screen und App Screen
  • Erleichtert die Bedienbarkeit: kein irrtümliches Verschieben oder Löschen von Apps
  • Einfache Übersicht der Einstellungen
  • Alle Benachrichtigungen auf einem Blick im Info-Center
  • Unmittelbarer Zugang zu Telefon, SMS und Galerie: Mit einem einfachen Wisch nach rechts, werden weitere häufig genutzte Funktionen (z.B. Wetter, Rechner, Browser) angezeigt

Big Launcher: Für eine vereinfachte Android-Oberfläche

Auch „Big Launcher“ ist eine Software, mit der sich jedes gängige Android-Smartphone in ein Senioren-Smartphone verwandeln lässt. Die angepasste Oberfläche legt sich über das Standard-Android und reduziert den Homescreen auf wesentliche Funktionen wie Anrufe, SMS, Notrufe und Kamera, die in großen Symbolen dargestellt sind. Dadurch sollen sich die Geräte einfacher als mit der herkömmlichen Android-Oberfläche bedienen lassen. Wer möchte, kann zwischen den Oberflächen von Big Launcher und Android wechseln.

Zur Anpassung von Big Launcher stehen Nutzern nicht nur verschiedene für Senioren entwickelte Funktionen, sondern auch spezielle Icon-Packs zur Auswahl. Die Schriftgröße lässt sich anpassen und dank TalkBack bekommen sehbinderte Nutzer gesprochenes Feedback auf ihre Eingaben. Kontakte lassen sich mit Widgets verknüpfen, damit sie über den Startbildschirm schnell erreicht werden können. Sogar ein SOS-Feature bringt Big Launcher mit, mit dem sich im Notfall schnell Hilfe rufen lässt.

Wer möchte, kann Big Launcher kostenfrei ausprobieren. In der Gratis-Version der App können die Symbole in der rechten Spalte allerdings nicht frei angeordnet werden. Den vollen Funktionsumfang bietet hingegen die Vollversion der App, die einmalig 9,99 Euro kostet. Big Launcher lässt sich über die Webseite des Herstellers herunterladen.

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