Günstig und einfach

Die 5 besten Handys für Kinder

Kinderhandys werden relevanter: ein kleines Mädchen steht lächelnd mit Schulranzen im Gang und guckt auf ihr Handy
Eine neue Handyzielgruppe: Kinder und Jugendliche. Die jüngeren Generationen kommen inzwischen sehr früh in allen Lebensbereichen mit Technik in Berührung. Foto: Getty Images
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TECHBOOK empfiehlt fünf Kinderhandys, die besonders gut für Kinder und Jugendliche geeignet sind.

Im September gehen die Kids in ganz Deutschland wieder zur Schule. Und zum Ende der Sommerferien war (und ist) für viele Eltern eine der wichtigsten Fragen: Laut einer aktuellen Umfrage des Technikverbands Bitkom besitzen mittlerweile 75 Prozent der Zehnjährigen in Deutschland ihr eigenes Smartphone.

Wann macht ein Handy für Kinder Sinn?

Der Elternratgeber „Schau hin!“ empfiehlt elf bis zwölf Jahre als Mindestalter fürs erste Smartphone. Denn erst dann haben Kinder die nötige Reife, um mit den vielen Herausforderungen, Klippen und Gefahren des Internets zurechtzukommen. Dazu zählen mögliche Belästigungen durch andere Nutzer, der Schutz der eigenen Daten, die Kosten für Apps oder das sinnvolle Einteilen der Zeit vor dem Bildschirm. Der Umgang mit dem Smartphone will gelernt sein – ungefähr so wie das Schwimmen, für das die Kinder das Seepferdchen erwerben.

Die Experten von „Schau hin!“ empfehlen ein „Smartphone-Training“, das pro Tag nicht länger als 45 Minuten dauern sollte: „Vor dem Kauf eines eigenen Geräts ist es sinnvoll, gemeinsam am gesicherten Smartphone oder Tablet der Eltern zu spielen und zu surfen und zu schauen, um Kindern Sicherheit im Umgang zu vermitteln.“ Auch Internet-Vorkenntnisse am Computer sind wichtig, damit der Nachwuchs zumindest die grundlegendsten Online-Funktionen kennt. Für Grundschulkinder gilt generell: Sie sollten noch kein eigenes Smartphone besitzen. Für sie ist allenfalls ein Standard-Handy ohne Internet geeignet, damit sie erreichbar sind oder bei Bedarf ihre Eltern anrufen können. TECHBOOK empfiehlt deswegen diese fünf Kinderhandys (sortiert nach aufsteigendem Preis):

Nokia 3310 (50 Euro)

Nokia

Das neue Nokia 3310 ist deutlich smarter als der alte Knochen.
Foto: TECHBOOK / Nokia

Bunte Farben, große Tasten und einfach zu bedienen. Der Klassiker aus dem Jahr 2000, den die Finnen jetzt in einer viel moderneren Neuauflage anbieten, ist für Grundschulkinder das perfekte Einstiegshandy. Sie können damit einfach telefonieren und simsen. Außerdem ist das Nokia 3310 enorm robust, verkratzt nicht so leicht und verkraftet auch den einen oder anderen Sturz auf den Boden. Der Akku hält im Standby bis zu einem Monat durch. So besteht nicht die Gefahr, dass das Handy gerade dann keinen Strom mehr hat, wenn die Kinder es brauchen. Statt Apps, die den Nachwuchs mit Werbung und In-App-Käufen überfordern, sorgt das Kultspiel „Snake“ für Spaß – jetzt endlich auch in Farbe.

Vorteile:
– Leicht und handlich
– Bildschirm gut ablesbar
– Prima verarbeitet

Nachteile:
– Sehr schwache 2-Megapixel-Kamera
– Kein WhatsApp

Ulefone Note 7P Version 2019 (95 Euro)

Ulefone

Auch unbekanntere Hersteller liefern gute Smartphones
Foto: Ulefone

Bei Android-Smartphones unter 100 Euro von chinesischen No-Name-Herstellern ist Vorsicht angesagt. Ausstattung und Software sind meist veraltet. Und besonders ältere Android-Versionen sorgen dafür, dass die Handys sehr anfällig für Angriffe und Viren sind – schlecht für Kinder, die noch unsicher sind, wie sie sich davor schützen können. Das Ulefone kommt auch aus China, ist für den Preis aber ordentlich ausgestattet: Mit einem recht scharfen Bildschirm (264 ppi), Dreifach-Rückkamera und sogar mit Fingerabdrucksensor und Gesichtserkennung. Und vor allem ist das derzeit noch aktuelle und damit sichere Android 9 an Bord. Eine gute und günstige Wahl fürs erste Smartphone.

Vorteile:
– Lange Batterielaufzeit dank Akku mit 3.500 mAh
– 32 GB Speicher per MicroSD-Karte günstig zu erweitern
– Schutzhülle bei der Lieferung dabei

Nachteile:
– Wohl kein Upgrade auf Android 10
– Kein Prestige auf dem Pausenhof

iPhone SE 32 GB (ab 150 Euro)

iPhone SE

Mit generalüberholten Geräte kann man sogar noch mehr sparen
Foto: Apple

 

Ein iPhone schon für Teenager? Ein aktuelles Apple-Handy für 1.000 Euro und mehr wäre definitiv übertrieben – und dürfte für böses Blut auf dem Schulhof sorgen. Aber wenn auch die Eltern ein iPhone haben und Apps oder Apple Music per Familien-Funktion mit den Kids teilen wollen, ist das Apple-Phone eine gute Wahl. Das kleine iPhone SE mit 4-Zoll-Bildschirm läuft sogar noch mit dem nagelneuen iOS 13, ist also in Sachen Sicherheit auf dem aktuellsten Stand. Die Technik, die weitgehend mit dem iPhone 6S identisch ist, hält auch mit vielen Androids immer noch prima mit. Seit 2018 verkauft Apple das iPhone SE nicht mehr als Neuware. Aber beim Gebrauchthändler backmarket.de ist die 32-GB-Version wiederaufbereitet und (beinahe) wie neu bereits um die 150 Euro zu haben.

Vorteile:
– Sehr handlich auch für kleine Hände
– Daten der Kinder gut geschützt
– Scharfer Retina-Bildschirm

Nachteile:
– Videos auf dem kleinen Display nicht allzu beeindruckend
– iOS 14 wird 2020 wohl nicht mehr unterstützt

Motorola Moto G7 Power (180 Euro)

Motorola Moto G7 Power

Das Motorola Moto G7 Power
Foto: Motorola

Fürs US-Magazin CNET ist Motorolas aktuelles G7 „unser bestes je getestetes Spar-Smartphone“. Mit HD-Bildschirm, guten Kameras vorne und hinten, schnellem Laden und langen Akku-Laufzeiten ist das G7 halb so teurer Android-Konkurrenz deutlich voraus. Zudem ist Android 9 an Bord und eine Aktualisierung auf Android 10 mehr als wahrscheinlich. Alle vier Varianten des G7, angefangen mit dem G7 Play für 135 Euro, sind für Kinder und Jugendliche eine prima Wahl. Das interessanteste Modell ist das G7 Power mit besonders großem 5.000-mAh-Akku. Motorola nennt eine Laufzeit von 60 Stunden; selbst im harten Teenie-Einsatz sind also zwei Tage ohne Steckdose drin.

Vorteile:
– Exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis
– Recht schneller Prozessor
– Fingerabdrucksensor und Gesichtserkennung

Nachteile:
– Nicht allzu hochwertiges Kunststoffgehäuse
– Bildqualität und Schärfe des Displays gut, aber nicht überragend

iPod touch Version 2019 32 GB (200 Euro)

Neuer iPod Touch

Die Maße sind gleich geblieben. Aber im Inneren des neuen iPod Touch von Apple steckt ein stärkerer Chip.
Foto: Foto: Apple/dpa-tmn

WhatsApp, Instagram, YouTube, Musik und Spiele-Apps sind für Kinder und Jugendliche heute ohnehin wichtiger als Telefonieren. Das ergeben Umfragen immer wieder. Und so liegt die Frage auf der Hand: Muss es überhaupt ein Smartphone sein? Oder genügt auch der iPod touch, Apples letzter iPod? Streng genommen gehört das Gerät nicht in unsere Liste der besten Kinderhandys, aber der touch kann alles, was auch ein iPhone kann – außer Telefonieren. Aber selbst das klappt beispielsweise mit WhatsApp-Sprachanrufen, wenn ein WLAN-Netz vorhanden ist. Apple hat den iPod touch erst dieses Jahr auf den neuesten Stand gebracht. Deshalb laufen alle iPhone-Apps schnell und flüssig. Sowohl Bedienung als auch Sicherheit, Design und Verarbeitung sind Einsteiger-Androids bei Weitem überlegen.

Vorteile:
– Kein Mobilfunktarif nötig
– iOS-Updates für die nächsten drei bis vier Jahre garantiert
– Apps und Apple-Dienste von Eltern mit iPhones lassen sich teilen

Nachteile:
– Bildschirm und Prozessor nicht ganz auf dem Stand der neuesten iPhones
– Speicher nicht erweiterbar

Kinderhandys sichern

Gerade bei den jüngsten Handy-Nutzern sollte man aufpassen und das Gerät eventuell „kindersicher“ machen. In der Regel ist das über die Geräteeinstellungen relativ simpel zu machen und beispielsweise auch im Google Play Store können Sie über die Einstellungen – Nutzersteuerung – Jugendschutzeinstellungen dem Nachwuchs Grenzen setzen. Sowohl für Apple- als auch für Android-Geräte können Sie außerdem Jugendschutzfilter auf den Kinderhandys installieren.