Gefährlich!

Darum sollten Sie Ihr Handy bloß nie im Bett laden

Frau liegt im Bett mit ihrem Handy in der Hand
Auch nachts wollen wir unser Handy in der Nähe haben. Beim Laden gehört das Smartphone aber nicht ins Bett.
Foto: Getty Images

Für viele gehört es zum Alltag: Sie laden den Handy-Akku nachts im Bett auf. Rutscht es dabei unter das Kissen oder die Decke, kann es für das Smartphone und den Besitzer aber gefährlich werden. TECHBOOK erklärt die Gründe.

Ohne das Smartphone in der Hand können wir uns wohl kein Leben mehr vorstellen. Doch genau dieses Verhalten birgt Gefahren. Denn wer sein Handy im Bett an das Ladekabel anschließt, riskiert mehr als nur einen technischen Defekt. Beim Laden des Telefons entsteht Wärme, die durch eine Bettdecke oder ein Kopfkissen nicht ausgeglichen werden kann. Dadurch kann das Handy überhitzen. „Kein Gerät sollte unter solchen Umständen geladen werden, weil ein Wärmestau entstehen kann. Dieser kann zu kritischen Zuständen bis hin zu einem Brand führen“, sagt Jürgen Ripperger vom Verband für Elektrotechnik (VDE) zu TECHBOOK.

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Nur wer sein Handy richtig benutzt, hat auch lange etwas von dem Gerät. „Die Funktionsweise meines Handys kann bei großen Temperatur-Unterschieden wie Überhitzung beeinträchtigt werden. Dies kann das Produkt schädigen und zu einer vorzeitigen Alterung führen“, erklärt Ripperger. Speziell die Leistung des Akkus könne darunter leiden und so die Lebensdauer verkürzen sowie nur noch eine eingeschränkte Nutzung ermöglichen. In den Bedienungsanleitungen der Mobiltelefone steht, wie Sie Ihr Handy sachgemäß verwenden.

Auch bei einer Überhitzung können Sie in den meisten Fällen einen kühlen Kopf bewahren. „Viele Handys erkennen den Temperatur-Anstieg und schalten sich vorzeitig ab. Dadurch wird aber die volle Ladeleistung nicht erreicht“, sagt Ripperger. Wenn der Kunde dauerhaft nicht so mit dem Gerät umgeht, wie der Hersteller es vorgibt, riskiert er, dass das Handy nicht mehr so funktioniert, wie es sollte. „Eine Aneinanderreihung von Fehlern kann gefährlich werden“, erklärt Jürgen Ripperger.

Im vergangenen Jahr warnte auch die New Yorker Polizei vor den Gefahren, das Handy im Bett zu laden. Vor allem wenn das Smartphone unter einem Kissen oder der Bettdecke liegt, kann die erhöhte Wärme schlimme Folgen haben. Die Bilder von verbrannten und verschmorten Mobiltelefonen im Bett sollten alle Nutzer aufklären. Die Polizei warnte auf dem Nachrichtendienst Twitter  davor, dass die Handys dabei sogar explodieren und so den Schläfer schwer verletzen können.

„Es muss dabei immer genau geklärt werden, was die Ursachen dafür waren“, rät Jürgen Ripperger. Es sei davon auszugehen, dass mit dem Handy in solchen Fällen insgesamt nicht sachgemäß umgegangen wurde. Aber auch Fehler des Herstellers können im Einzelfall die Ursache sein.

Das Handy als Schlafpartner

Laut einer Studie der Universität Koblenz-Landau liegt bei jedem vierten Jugendlichen das Handy unter dem Kopfkissen. Als Schlafpartner ist das Smartphone aber nicht geeignet, weil es gesundheitliche Schäden wie Schlafstörungen auslösen kann. Selbst vor dem Schlafen sollte der Griff zum Handy tabu sein. Wie amerikanische Forscher herausfanden, vermindert sich die Schlafqualität, wenn Sie auf vor dem Schlafen auf Ihr Handy schauen. Und mal ganz ehrlich: Zumindest unser Bett können wir ja zur handyfreien Zone erklären.