Apple-Chef Tim Cook hält höhere Preise für iPhones, Macs und iPads wegen steigender Chipkosten für möglich Foto: Getty Images
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TECHBOOK Redaktion
18. Juni 2026, 18:11 Uhr |
Lesezeit: 3 Minuten
Apple bereitet seine Kunden auf mögliche Preissteigerungen bei verschiedenen Produkten vor. Besonders betroffen sein könnten künftig iPhones, aber auch andere Geräte des Unternehmens. Hintergrund sind deutlich gestiegene Kosten bei wichtigen Komponenten, die für die Herstellung moderner Technik benötigt werden.
Für das aktuelle iPhone 17 Pro Max verlangt Apple bereits bis zu 2449 Euro. Das reguläre iPhone 17 startet bei 949 Euro in der kleinsten Speichervariante. Nach Einschätzung des Unternehmens könnten die Preise künftig weiter steigen.
Apple sieht Kostenentwicklung als Problem
Apple-Chef Tim Cook hat in einem Interview mit dem „Wall Street Journal“ erklärt, dass Preiserhöhungen aus Sicht des Unternehmens „unvermeidlich“ seien. Zwar versuche Apple weiterhin, die zunehmenden Belastungen aufzufangen. Nach Angaben von Cook seien die Kostensteigerungen inzwischen jedoch so hoch, dass dies immer schwieriger werde.
Eine wichtige Ursache liegt bei Speicherchips. Diese sind knapp geworden und gleichzeitig deutlich teurer als zuvor. Auch RAM und weitere Speicherbausteine werden stark nachgefragt. Grund dafür ist die zunehmende Entwicklung von Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz.
Laut „Engadget“ kaufen Rechenzentren derzeit große Mengen dieser Komponenten. Dadurch sinkt das verfügbare Angebot auf dem Markt. Hersteller geben die höheren Kosten an die Geräteproduzenten weiter, die diese wiederum an Endkunden weiterreichen könnten. Betroffen wären damit Käufer von iPhones, Macs und iPads.
Konkrete Angaben zu Umfang oder Zeitpunkt möglicher Preissteigerungen macht Apple bislang nicht. Nach Einschätzung von „Engadget“ könnten jedoch die kommende iPhone-18-Serie sowie neue Laptop- und Tablet-Modelle betroffen sein. Auch aktuelle Produkte könnten demnach nicht vollständig von höheren Preisen verschont bleiben.
Nicht nur Apple betroffen
Die Entwicklung beschränkt sich laut dem Bericht nicht auf Apple. Auch Unternehmen wie Samsung, HP, Microsoft, Nintendo und Valve hätten bereits auf steigende Kosten für RAM sowie die Folgen der hohen KI-Nachfrage reagiert. Damit handelt es sich nicht um ein einzelnes Problem eines Herstellers, sondern um eine Entwicklung, die die gesamte Branche betrifft.
Für Tim Cook kommt die öffentliche Warnung laut „Engadget“ zu einem sensiblen Zeitpunkt. Das Portal schreibt, dass der scheidende CEO die Nachricht offenbar selbst kommunizieren wolle, statt sie seinem als Nachfolger erwarteten John Ternus zu überlassen.
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