26. Januar 2026, 17:33 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Die wachsende Nachfrage nach Arbeitsspeicher für KI-Rechenzentren treibt die Kosten für die gesamte Industrie nach oben. PC- und Smartphone-Hersteller haben bereits höhere Preise angekündigt. Könnte es jetzt auch Apple treffen?
Viele neue Geräte für 2026 geplant
Dieses Jahr könnten laut Brancheninsidern gleich zwei neue MacBook-Pro-Modelle auf den Markt kommen. Eine Refresh-Generation Anfang des Jahres mit M5 Pro und M5 Max sowie ein komplettes Redesign mit OLED-Bildschirmen und M6-Chips Ende 2026. Daneben sollen auch ein neues Einsteiger-MacBook mit A18 Pro und aufgefrischte Versionen von MacBook Air, Mac mini, Mac Studio und iMac Pro in der Pipeline sein.
Laut „9To5Mac“ ist es recht unwahrscheinlich, dass die Preise für das MacBook Pro mit M5 Pro und M5 Max von der RAM-Krise betroffen sind. Als Grundlage für diese Einschätzung gilt die langjährige Praxis bei Apple, hohe Margen für RAM-Upgrades anzusetzen.
Aktuell kostet die Verdopplung des Speichers von 16 GB auf 32 GB beim MacBook Pro mit M5 bereits 500 Euro. Zum Vergleich: 16 GB DDR5-RAM für Laptops kosten zwischen 150 und 300 Euro. Zwar zahlt Apple andere Preise für RAM-Chips als Verbraucher, diese dürften jedoch eher niedriger ausfallen. Der Konzern hat daher einen guten Puffer, um höhere Fertigungskosten aufzufangen. Die Verträge mit Zulieferern werden zudem lange im Voraus geschlossen, sodass eine kurzfristige Anpassung der Preise unwahrscheinlich ist.
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Spätere Modelle könnte die RAM-Krise treffen
Im Laufe des Jahres 2026 dürften die Kosten für RAM-Chips jedoch weiter steigen. Einem CNBC-Bericht zufolge ist allein im laufenden Q1 2026 eine mehr als 50-prozentige Erhöhung gegenüber den ohnehin schon teuren Preisen Ende 2025 zu erwarten.
Das könnte sogar Apples traditionell hohen Margen für RAM-Upgrades gefährlich werden. Als erstes neues Gerät wäre davon wahrscheinlich das MacBook Pro mit OLED-Display und M6-Chips Ende 2026 betroffen.
Vor allem bei höheren Speicherkonfigurationen könnte Apple dann möglicherweise Geld verlieren. Wie alle anderen RAM-abhängigen Hersteller muss sich das Unternehmen daher die Frage stellen, ob es die Kosten absorbieren kann oder an die Kunden weitergeben muss.