20. August 2026, 13:25 Uhr | Lesezeit: 7 Minuten
Durch Leaks und Insider-Berichte haben wir bereits eine Menge Informationen über Apples Fahrplan für die nächsten Jahre erhalten. Codenamen sowie spezifische Eigenschaften und Funktionen für viele Geräte sind mittlerweile bekannt. Hier eine Übersicht.
Ende 2025 gab ein umfangreicher iOS-Code-Leak unter anderem Hinweise auf neue iPads und Smart-Home-Geräte. Kurz darauf gelangte ein iPhone-16-Prototyp an die Öffentlichkeit, auf dem eine frühe Entwickler-Version von iOS 26 – damals noch iOS 19 genannt – installiert war. Nun wurden weitere Geräte in der Beta-Version von macOS 26.7 Tahoe entdeckt. Aus diesen Informationen der Vorab-Software und früheren Leaks lässt sich der Fahrplan für die Apple-Geräte der kommenden Jahre zusammensetzen.
Für 2026 geplante Apple-Geräte
iPhone
Mittlerweile sind alle kommenden iPhone-Modelle für 2026 und 2027 im Code von iOS 27 aufgetaucht. Gegen Jahresende ist der Launch der iPhone-18-Serie angedacht. Anders als bisher sollen zu diesem Zeitpunkt jedoch nur die höherpreisigen Modelle iPhone 18 Pro und 18 Pro Max erscheinen. Face ID könnte hier erstmals unter dem Display verbaut sein, außerdem ist eine Kamera mit variabler Blende geplant. Star der Show dürfte aber das erste faltbare Smartphone aus dem Hause Apple sein: das iPhone Fold oder iPhone „Ultra“.
Das Gerät mit dem Codenamen V68 soll im Buchformat kommen und im zusammengeklappten Zustand ähnlich groß wie ein iPhone mini sein. Der Innenbildschirm macht mit etwa 7,6 Zoll Diagonale hingegen dem iPad mini Konkurrenz. Das Falt-iPhone soll zudem als erstes eine Unter-Display-Kamera erhalten, um ein ununterbrochenes Display zu ermöglichen.
iPad
Direkt Anfang 2026 ist ein neues iPad-Air-Modell mit M4-Chip erschienen. Das iPad 12. Generation hingegen ist noch offen. Es soll erstmals mit einem aktuellen Chip – dem A19 aus dem iPhone 17 – endlich Apple Intelligence unterstützen. Dazu gibt es den Apple N1 für Bluetooth- und WLAN-Konnektivität.
Später im Jahr – womöglich im Oktober – soll das iPad mini 8. Generation folgen. Das Gerät soll ein Redesign mit wasserdichtem Gehäuse erhalten und erstmals mit einem OLED-Display erscheinen. Der Einbau des kommenden A20-Pro-Chips ist ebenfalls wahrscheinlich.
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Mac
Im März ist bereits eine Reihe von neuen Apple-Laptops erschienen – darunter das neue Einsteigergerät MacBook Neo. MacBook Air und MacBook Pro haben ebenfalls schon neue Chips erhalten. Das Air kommt jetzt mit M5, während das Pro mit den stärkeren M5 Pro und M5 Max ausgestattet ist. Desktop-Macs hingegen warten weiterhin auf die M5-Kur:
- Mac mini: M5 und M5 Pro
- Mac Studio: M5 Max und M5 Ultra
Unklar ist, ob Apple die Geräte 2026 mit M5-Chips auf den Markt bringt oder erst 2027 mit neueren Chips. Denn bereits Ende 2026 sollen das Einsteigermodell MacBook Pro 14 Zoll und der iMac als erste Geräte den M6 bekommen. Der Chip ist allerdings nur eine Übergangslösung, bis Apple 2027 mit M7 eine brandneue, KI-fokussierte Generation vorstellt.
Ursprünglich war für Ende 2026 auch der Launch eines komplett neu entwickelten MacBook Pro geplant, das in Anlehnung an das kommende Falt-iPhone ebenfalls MacBook „Ultra“ heißen könnte. Der Laptop soll erstmals in Apples Geschichte einen OLED-Bildschirm mit Touchfunktion sowie ein neu designtes Gehäuse erhalten. macOS 27 bietet bereits in der aktuellen Beta-Version touchoptimierte Bedienelemente, um auf den Launch vorzubereiten.
Da Apple für den M6-Chip keine Pro-, Max- oder Ultra-Varianten plant, müsste das MacBook Ultra mit M5 Pro, M5 Max und M5 Ultra ausgestattet sein, um noch 2026 zu erscheinen. Die M7-Generation startet zwar bereits Anfang 2027, die leistungsstärkeren Chip-Varianten aber erst in der zweiten Jahreshälfte – vermutlich zu spät für das „Ultra“-MacBook.
Apple Watch
Zusammen mit iPhone 18 und iPhone Fold erscheint in der zweiten Jahreshälfte die Apple Watch Series 12 mit neuem Chip, zusätzlichen Gesundheitsfunktionen, neuen Farben und Watch-Bändern sowie einer Keramik-Option. Möglich ist auch eine Apple Watch Ultra 4 – da Apple die High-End-Smartwatch jedoch bislang nicht jährlich updatet, ist der Start in diesem Jahr nicht gesichert.
Laut „Bloomberg“ sind keine größeren Neuerungen zu erwarten. Der geplante S11-Chip könnte jedoch einen ordentlichen Leistungssprung gegenüber dem nunmehr zwei Jahre alten S10 markieren. Bedeutsame Änderungen wie die Integration von Touch ID und ein neues Gehäuse dürften allerdings erst mit späteren Modellen kommen.
Sonstiges
Wie TECHBOOK bereits ausführlich berichtete, ist ein neuer Home-Hub bei Apple in Arbeit. Das smarte Display kommt mit Face ID sowie einer 1080p-Kamera und soll einzelne Nutzer erkennen und die entsprechenden Profile dynamisch laden können. Das Display ist quadratisch und zeigt kontextbasierte Informationen auf Basis von Apple Intelligence. Der Hub soll mit der neuen Siri starten, an der Apple seit Jahren arbeitet. Statt einer eigenen Lösung ist jedoch die Integration von Google Gemini geplant.
Auch der HomePod mini 2 könnte zusammen mit dem Home-Hub erscheinen. Außerdem ist ein bislang unbekanntes Gerät mit dem Codenamen J229 in Arbeit, das Leaks zufolge über integrierte Sensoren verfügt, was auf eine Sicherheitskamera schließen lässt.
Ein neues Apple-TV-Modell könnte ebenfalls noch 2026 auf den Markt kommen. Zumindest erscheint im Code von macOS 26.7 Tahoe ein Gerät mit der Bezeichnung „ATVRemote1,5“, was auf eine neue Apple-TV-Fernbedienung mit Siri-AI-Integration hindeutet. Das Gerät soll schon länger in Arbeit sein – da Siri AI aber auf sich warten ließ, musste Apple den Start verschieben.
Für 2027 geplante Apple-Geräte
iPhone
Das Standard-Modell des iPhone 18 soll nicht mehr zusammen mit den Pro-Modellen im Herbst 2026 erscheinen, sondern zusammen mit dem Einsteiger-Modell iPhone 18e Anfang 2027.
Im Herbst 2027 könnte das iPhone Air 2 folgen, das ursprünglich für 2026 geplant war. Die geringer als erwartete ausgefallene Nachfrage beim iPhone Air dürfte Apple jedoch zu einem Neudenken des Release-Fahrplans zwingen. Der Nachfolger soll zwei größere Kritikpunkte beseitigen und eine zweite Kamera mit Ultraweitwinkellinse sowie einen niedrigeren Preis bekommen.
2027 feiert das iPhone seinen 20. Geburtstag. Apple hat deshalb ein Jubiläums-iPhone in Arbeit, das ein komplett neues, frisches Design erhalten soll. Der Plan ist ein Gehäuse, dessen Vorder- und Rückseite aus abgerundetem Glas bestehen, das sich um die Seiten biegt – ähnlich wie bei früheren Samsung-Smartphones wie dem Galaxy S8. Nachdem bereits beim iPhone 18 Face ID unter dem Display verschwinden soll, folgt beim Jubiläums-iPhone auch die Selfie-Kamera. Dadurch soll eine komplett lückenlose Vorderseite entstehen.
iPad
Frühestens 2027 ist mit einem neu designten iPad Air zu rechnen, das ebenfalls einen OLED-Bildschirm bekommt. Der Termin ist jedoch nicht gesichert, der Launch kann sich also noch nach hinten verschieben.
AirPods
Die Beta von macOS 26.7 Tahoe enthält eine komplette Videodatei zur Demonstration der kommenden AirPods mit Kamera. Das Video zeigt, wie eine Person ein Buch hochhält und die AirPods mit ihren Kameras den Titel scannen und für später abspeichern.
Apples Mechanismen zur Geheimhaltung haben hier auf spektakuläre Weise versagt. Die Earbuds sollten ursprünglich bereits für den Start im September mit iPhone 18 Pro und iPhone Ultra fertig sein. Aufgrund von Problemen mit der Lieferkette und in der Software dürfte es jedoch erst 2027 so weit sein.
Ein separates Modell mit dem Codenamen AirPodsPro1,4 könnte sich auf die AirPods Pro 4 beziehen. Ob die Kopfhörer gleichzeitig mit den AirPods mit Kamera erscheinen, ist unklar. Apple hatte erst im September 2025 die AirPods Pro 3 vorgestellt.
Sonstiges
Auch für 2027 stehen zahlreiche Updates für iPads, Macs und die Apple Watch bevor – genaue Details dazu sind aber bislang nicht bekannt. Weitere Geräte, an denen Apple für ein Release im übernächsten Jahr arbeitet:
- Ein Tisch-Roboter mit Greifarm (J595), der ebenfalls als Home-Hub fungiert.
- Eine smarte KI-Brille (N401), die mit Metas Ray-Bans konkurrieren soll. Apple hat die Arbeit an einem Vision-Pro-Nachfolger pausiert, um sich auf das Smart-Glasses-Segment zu konzentrieren.