Zum Inhalt springen
logo Das Magazin für digitalen Lifestyle und Entertainment
Apple News Tablets Alle Themen
Codename bekannt

Apple arbeitet an komplett neuem Betriebssystem

Anders als Amazon und Google hat Apple bislang kein eigenes Smart Display
Anders als Amazon und Google hat Apple bislang kein eigenes Smart Display Foto: Getty Images
Artikel teilen
Adrian Mühlroth
Redakteur

18. August 2025, 14:49 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Einem „Bloomberg“-Bericht zufolge arbeitet Apple an einem neuen Betriebssystem, das speziell für die Nutzung mit modernen Verbraucher-Produkten vorgesehen ist. Statt Apps und Spielen steht die Integration von Sprachsteuerung und auf einen Blick erkennbare Informationen im Zentrum.

Komplett neues Home-Betriebssystem von Apple

Bereits nächstes Jahr soll der erste größere Vorstoß in den Smart-Home-Markt seit Einführung des HomePods 2018 stattfinden. Als Wegbereiter plant Apple den Launch eines Smart-Displays. Das Gerät trägt den Codenamen J490 und ist als „Home Hub“ vorgesehen – also die Schaltzentrale im smarten Zuhause.

Bloomberg-Reporter Mark Gurman zufolge soll das Tablet-artige Gerät grundlegende iPad-Funktionen unterstützen. Dazu gehören etwa die Home-Kontrolle, Musik und ein integrierter Browser. Anstelle von iPadOS soll dafür jedoch ein komplett neues Betriebssystem zum Einsatz kommen, das intern als „Charismatic“ bezeichnet wird. Der tatsächliche Name steht noch nicht fest, als möglicher Kandidat gilt jedoch homeOS – analog zu iOS, macOS, watchOS und Co.

Optimiert für die Nutzung durch mehrere User

Die Besonderheit daran ist: Das OS ist auf die Nutzung durch mehrere Personen in einem Haushalt ausgerichtet. Auf einen Blick erkennbare Informationen stehen dabei im Fokus. Wie beim StandBy auf dem iPhone zeigt das Display eine Uhr und verschiedene Widgets an. Für die Uhr soll es eine Auswahl an Themes geben, ähnlich wie bei der Apple Watch. Eine Kamera an der Vorderseite soll Nutzer im Vorbeigehen erkennen können und automatisch den Hauptbildschirm mit den relevanten Informationen und persönlichen Vorlieben umstellen.

Zwar soll die Nutzung von Apps über den Touchscreen möglich sein, im Fokus steht jedoch die Interaktion per Sprache. Voraussetzung dafür sind die erweiterten Funktionen der KI-gestützten Siri, die ebenfalls im Laufe des nächsten Jahres endlich erscheinen soll. Daneben arbeitet Apple an einem Feature namens App Intents, das den Zugriff auf die Funktionalität einer App gibt, ohne diese tatsächlich öffnen zu müssen. Gerade für die präzise Steuerung eines Smart Displays per Sprache ist das eine Grundvoraussetzung.

Gurman beschreibt das Smart Display als optisch ähnlich zum Google Nest Hub, allerdings mit einer kuppelartigen, runden Basis und einem quadratischen, 7-Zoll-Bildschirm. In der Basis sitzen Lautsprecher und Mikrofone.

Mehr zum Thema

Weitere Hardware geplant

Neben dem Smart Display plant Apple auch einen Tisch-Roboter mit artikulierbarem Arm, an dessen Ende ebenfalls ein Tablet-ähnlicher Bildschirm montiert ist. Das Display soll so in der Lage sein, den Nutzern zu folgen oder sogar Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Das Gerät dürfte frühestens im Jahr 2027 erscheinen.

Das KI-Wettrennen ist noch nicht verloren

Apples KI-Anstrengungen sind bislang hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Überstürzte Ankündigungen, darunter für eine intelligentere Siri, sollten Begeisterung für die neuen Technologien schüren. Viele davon sind jedoch weiterhin nicht einsatzbereit – das Siri-Upgrade etwa wurde auf ein unbestimmtes Datum im Jahr 2026 verschoben.

Geht es nach Gurman, könnte Apple seine KI-Strategie künftig um ein Hardware-Portfolio aufbauen, um sich von der Konkurrenz von OpenAI und Google abzusetzen. Diese sind mit ChatGPT und Gemini zwar KI-Marktführer – die Anwendbarkeit in verbraucherzentrierten Geräten steckt jedoch noch in den Kinderschuhen. Mit eigenen KI-basierten Produkten, die Nutzern einen Mehrwert bieten, hat Apple die Chance, wieder aufzuholen.

Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an datenschutz@axelspringer.de.