30. Oktober 2025, 13:09 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
In iPhone und Apple Watch setzt Apple bereits seit langer Zeit auf OLED-Displays. 2024 ist das iPad Pro mit M4 hinzugekommen, in dem gleich zwei OLED-Panels verbaut sind. Doch der Großteil des Produktportfolios ist weiterhin mit LCDs ausgestattet – das soll sich nun ändern.
MacBook Pro und iPad mini haben Vorrang
Wie Bloomberg berichtet, arbeitet Apple an neuen Versionen des iPad mini, iPad Air, MacBook Pro und MacBook Air, die künftig mit OLED-Displays ausgestattet sein sollen. Der Bericht bezieht sich auf Informationen von Personen, die mit der Materie vertraut sind, wonach der Konzern bereits den Einsatz der neuen Display-Panels testet.
Das iPad mini könnte bereits 2026 als erstes einen OLED-Nachfolger erhalten. Nicht nur das Display soll hier neu sein, sondern auch das Gehäuse. Den Insider-Quellen zufolge plant Apple den Einsatz eines wasserdichten Designs, womöglich mit IP-Rating wie das iPhone und jüngst die AirPods Pro 3. Zu diesem Zweck testet Apple anscheinend Vibrationslautsprecher, die ohne eine Öffnung im Gehäuse auskommen.
Auch interessant: Apple stellt M5-Chip in neuen iPad Pro, MacBook Pro und Vision Pro vor
Aus einem früheren Bericht geht hervor, dass auch das MacBook Pro bereits Ende 2026 oder Anfang 2027 ein neues Display bekommen könnte. Zuerst dürfte Apple aber vermutlich die 14- und 16-Zoll-Variante des High-End-Laptops mit M5 Pro und M5 Max Anfang 2026 auf den Markt bringen. Der OLED-Nachfolger soll nicht nur direkt mit M6 starten, sondern – erstmals in einem Mac – auch mit einem Touchscreen kommen.
Neues iPad mini mit OLED-Display für 2026 geplant
Welche neuen Geräte hat Apple in Planung?
Air-Modelle sollen später folgen
Das iPad Air soll Anfang 2026 noch mit einem LCD-Display erscheinen. Eine OLED-Version sei zwar geplant, jedoch frühestens für 2027 zu erwarten. Für das Einsteiger-iPad ist hingegen kein Upgrade geplant.
Auch für das MacBook Air ist Anfang 2026 ein Modell-Update angesetzt – doch hier kommt vorerst ebenfalls nur LCD-Technologie zum Einsatz. Erst wenn das MacBook Pro voll auf OLED umgestellt ist, dürfte das Air frühestens 2028 ebenfalls eine Display-Kur erhalten.
OLED könnte Geräte teurer machen
Displays mit OLED-Technologie bieten eine Reihe von Vorteilen wie höhere Kontraste und sattere Farben. Außerdem benötigen sie aufgrund der selbstleuchtenden Pixel keine Hintergrundbeleuchtung und ermöglichen so eine flachere Gerätebauweise. Im Vergleich zu LCDs sind OLEDs jedoch teurer und nur wenige Hersteller haben die Kapazitäten, hochwertige Panels in großen Stückzahlen zu fertigen. Während die Display-Technologie bei Smartphones und Wearables mittlerweile weitverbreitet ist, setzen Laptop- und Tablet-Hersteller bislang nur in wenigen Premium-Geräten darauf.
Laut Bloomberg dürfte die Einführung von OLED zu einer Preissteigerung des iPad mini in Höhe von 100 US-Dollar führen. Mit 499 USD (549 Euro) Einstiegspreis gehört das Tablet zu einem der günstigeren Apple-Geräte. Unklar ist, ob auch MacBook Pro, MacBook Air und iPad Air durch die Umstellung teurer werden. Angesichts der geringeren Gewinnmargen bei den Air-Modellen wäre es jedoch verwunderlich, wenn Apple die Mehrkosten gänzlich auf sich nimmt.