Sony, Bose & Co.

Die 6 besten Noise-Cancelling-Kopfhörer für Musikfans

Kopfhörer Over-Ear
Diese Kopfhörer schirmen die Umgebungsgeräusche am besten ab
Foto: Getty Images

Noise-Cancelling-Kopfhörer sind eine Wohltat im Großstadtgetümmel, in Flugzeugen und in Großraumbüros. Deswegen haben wir uns die aktuellsten Modelle mit aktiver Geräuschunterdrückung und Bluetooth angeschaut und sind der Frage nachgegangen, wer den leisesten Kopfhörer anbietet.

Wer in einer Großstadt lebt, der kennt das: ohrenbetäubende Feuerwehr und Polizeieinsätze auf der Straße, Musikanten und nervige Fahrgeräusche in der U-Bahn und im Großraumbüro stören Kollegen mit lautstarken Gesprächen, während man gerade unter Leistungsdruck steht. Und wer öfter fliegt, egal ob beruflich oder in den erholsamen Urlaub, der hat auch genug von den über Stunden brummenden Flugzeugtriebwerken.

Kein Wunder also, dass sich sogenannte Noise-Cancelling-Kopfhörer großer Beliebtheit erfreuen. Sie eliminieren störende Geräusche mit aktivem Gegenschall, sodass sich die Frequenzen gegenseitig auslöschen. Je nach Modell sind die Ergebnisse „ganz okay“ bis „wirklich eindrucksvoll“. Deswegen haben wir uns fünf  aktuelle Top-Modelle von Sony, Bose, Sennheiser, Bang & Olufsen sowie Bowers & Wilkins angeschaut, um herauszufinden, wer den besten Noise-Cancelling-Kopfhörer anbietet. Eines vorweg: günstig ist der Spaß nicht.

Nuraphone – ab 399 Euro

Nuraphone-Kopfhörer

Die Nuraphone-Kopfhörer sind technisch außergewöhnlich, können aber auch klanglich überzeugen
Foto: TECHBOOK

Ein Kopfhörer ist ein Kopfhörer. Nicht immer. Die Nuraphone aus Australien sind nämlich anders als die Konkurrenz. Und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Von außen betrachtet sehen sie aus, wie schicke Over-Ear-Kopfhörer. Doch in den Hörmuscheln befinden sich In-Ears, also Ohrpassstücke, die direkt in den Ohrkanal reingesteckt werden. Sieht ungewöhnlich aus, passt aber hervorragend. Während die Hoch- und Mitteltöne durch die In-Ears in den Gehörgang gelangen, dringen Bässe quasi von außen auf die Ohren. Das soll für eine einzigartige Live-Atmosphäre sorgen. Aber dazu gleich mehr.

Verpackung der Nuraphones

Schicke Verpackung: Die Nuraphones sind bis ins Detail durchgestylt – leider ist das Schutzcase für Reisen zu groß und zu schwer
Foto: TECHBOOK

Die zweite Besonderheit ist ein automatisches Einmesssystem, das den Klang an das Gehör des Nutzers anpasst. Selbst dieses ist anders, als wir es bislang kannten. Der deutsche Hersteller Beyerdynamic bietet nämlich eine ähnliche Klangindividualisierung bei einigen Modellen an. Wir haben es beim Beyerdynamic Aventho Wireless getestet und fanden es großartig. Dort muss man allerdings beim Hörtest aktiv mitmachen und angeben wie lange man beispielsweise einen Ton hört. Beim Nuraphone funktioniert alles vollautomatisch. Dabei werden etwa eine Minute lang Töne ausgesendet. Die „Schall-Reflexionen“, die durch das Innenohr verursacht werden, nimmt ein Mikrofon auf. Anschließend wird das ausgewertet und der Klang entsprechend angepasst. So kann der Hörer den Test nicht subjektiv beeinflussen, wie beispielsweise bei dem System von Beyerdynamic. Dieser sogenannte „otoakustische“ Hörtest wird laut Nuraphone auch in der Medizin bei Säuglingen angewendet.

Smartphone-App Nuraphone

Die Smartphone-App der Nuraphones leitet Schritt für Schritt durch die Einrichtung der Kopfhörer
Foto: TECHBOOK

Was ebenfalls positiv auffällt: Als Nutzer muss man nur die Nura-App aufs Smartphone laden und wird dann Schritt für Schritt durch die Einrichtung des Kopfhörers begleitet. Nutzerfreundlicher geht es nicht. Allerdings ist man auf die App angewiesen, denn die Kopfhörer sind sehr minimalistisch ohne jegliche Knöpfe. Dafür bieten sie links und rechts, zwei kleine Touch-Bedienflächen, die sich mit verschiedenen Funktionen belegen lassen. Eine tolle Idee – obwohl sie für unseren Geschmack einen Tick zu empfindlich reagierten.

Doch nun zum Klang. Tatsächlich ist die Verbesserung nach der individualisierten Klanganpassung dramatisch. In der App kann man die Funktion nach belieben aktivieren und deaktivieren, um sich davon immer wieder zu überzeugen. Während der Klang im Normal-Modus ziemlich dumpf und eintönig wirkt, sorgt die Individual-Stellung für ein sehr offenes und detailliertes Klangbild, das vor allem in den oberen und mittleren Tonlagen hervorragend ist. Besonders interessant ist die Bass-Erfahrung. Hier wird nicht nur einfach eine Schippe draufgelegt, sondern je nach Lied optimiert. Besonders bassstarke Songs wirken dadurch weniger mächtig, teilweise ist der Bass dann sogar etwas schlanker, aber natürlicher. Das sorgt für einen sehr ausgewogenen Klangeindruck. Damit klingen die Nuraphone noch einen Tick besser als unsere bisherige Referenz von Sony (siehe unten).

Nuraphones mit In-Ear-Technik

Klangstarke Lösung: Die Nuraphones setzen auf eine Mischung aus In-Ear- und Over-Ear-Design, um das Beste beider Klangwelten zu kombinieren
Foto: TECHBOOK

Andererseits gibt es aber noch den sogenannten Immersion-Modus, der sich stufenlos regulieren lässt. In der Maximalstellung solle er für einen Klangeindruck sorgen, wie „in der ersten Reihe“ eines Live-Konzerts. Das erzeugt zwar vibrierende Ohren, verfälscht aber auch den sonst sehr stimmigen Klang. Wir fanden den Immersion-Modus bei etwa 25 Prozent am besten. Je stärker er angehoben wurde, desto präsenter aber auch dröhniger die Bässe.

Insgesamt ist der Nuraphone ein eindrucksvolles Stück Technik mit einem hervorragenden Klang. Sehr gut ist auch die passive Geräuschdämmung durch die In-Ear-Einlagen. Enttäuschend hingegen ist das Active Noise Cancelling. Wir konnten keinen Unterschied feststellen, ob die Funktion nun an oder aus war. Da sind Sony und Bose deutlich überlegen. Und für Reisen ist das hochwertige Schutzcase leider kaum geeignet, da es sehr groß und schwer ist.

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nuraphone


✔️Individueller Sound
✔️In-Ear und Over-Ear-Design
✔️Mit Active-Noise-Cancelling

Fazit Nuraphone

Vorteile

– Exzellenter ans Gehör angepasster Klang

– gute passive Geräuschdämmung

– schönes Design, coole Verpackung

– sehr hochwertige Verarbeitung

– schalten sich automatisch aus, wenn sie abgelegt werden

– automatische Batteriestatus-Ansage

Nachteile

– keine USB-Büchse am Kopfhörer (spezieller Anschluss)

– Touch-Bedienung empfindlich

– Aktives Noise Cancelling kaum effektiv

– Transport-Case groß und schwer

– durch die spezielle In-Ear-Konstruktion spürt man gelegentlich den eigenen Pulsschlag, wenn man keine Musik hört

– optimaler Klang hängt vom richtigen Sitz der Kopfhörer ab

Sony WH-1000XM3 – ab 288 Euro

Sony WH-1000MX3

Die neuen Noise-Cancelling-Kopfhörer Sony WH-1000MX3 verfügen über die neuesten Bluetooth-Übertragungsstandards und bereiten somit keine Probleme bei der synchronen Tonwiedergabe
Foto: TECHBOOK

Ein wenig leichter und kompakter fällt das aktuelle Sony Modell WH-1000XM3 im Vergleich zum Vorgänger aus. Kleine Maßnahmen, die aber eine große Wirkung zeigen. Die Kopfhörer sitzen jetzt bequemer und sehen weniger klobig aus. Obwohl kein Echtleder oder Aluminium verbaut sind wie beim Edel-Bluetooth-Kopfhörer Bang & Olufsen H9i, fühlt sich der Sony dennoch hochwertig an. Schade nur, dass die Ohrpolster nicht austauschbar sind und so die Lebenszeit des ganzen Kopfhörers bestimmen.

Bei der Bedienung hinterlässt der Sony einen sehr guten Eindruck: Die Verbindung per Bluetooth funktioniert reibungslos. Per Knopfdruck lässt sich der Akkustand abfragen sowie das Noise Cancelling deaktivieren oder in den Ambient-Modus wechseln, um die Umgebung besser wahrzunehmen. Die rechte Ohrmuschel dient als Touch-Pad. Per Tipp- und Wischgesten lassen sich Titel überspringen, anhalten, fortsetzen und die Lautstärke regulieren.

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Etliche Funktionen lassen sich sehr einfach per Smartphone-App aktivieren. Wenn die adaptive Geräuschsteuerung an ist, erkennt der Kopfhörer, ob man sitzt, unterwegs ist oder mit der Bahn fährt und passt das Noise Cancelling entsprechend an. Außerdem wird eine automatische Optimierung der Geräuschunterdrückung vorgenommen, um sich beispielsweise dem Luftdruck im Flugzeug anzupassen. Wer mag, kann verschiedene Klangmodi einstellen. Auch die Durchlässigkeit für Stimmen ist regelbar, um beispielsweise im Büro ansprechbar zu bleiben.

Sony WH-1000XM3

Zusammengefaltet passt der Sony WH-1000XM3 in sein schickes Hardcase inklusive USB-C-Ladekabel, Audio-Kabel und Flugzeug-Adapter
Foto: TECHBOOK

Besonders überrascht hat uns die gestiegene Klangqualität. Wie immer haben wir hierbei Musik vom Streaming-Dienst Tidal in höchster Auflösung (CD-Qualität) über ein iPhone per Bluetooth abgespielt. Beim Vorgänger Modell WH-1000XM2 fanden wir die Klangabstimmung noch zu dumpf und zu basslastig. Als wir dann das erste Mal den WH-1000XM3 hörten, konnten wir kaum glauben, wie stark Sony das Klangbild verbessert hat. Nun kommen Stimmen glasklar mit allen Details rüber, der Oberbass wurde reduziert, dafür der Tiefbass mächtiger. Dadurch wirkt das gesamte Klangspektrum deutlich größer und differenzierter. Der WH-1000XM3 ist zwar kein neutral abgestimmter Kopfhörer, verpasst aber dafür jedem Song eine Portion Extra-Spaß.

Und nun zum letzten und entscheidenden Punkt: der aktiven Geräuschunterdrückung. Auch hier konnten wir den Sprung zum Vorgängermodell kaum fassen. Insbesondere das leichte Dauerrauschen ist komplett verschwunden. So kann man den Kopfhörer auch ohne Musik, aber mit aktiviertem Noise Cancelling wunderbar nutzen. Dabei ist er bei der Bekämpfung der Außengeräusche vergleichbar effektiv wie der Bose QC 35 II. Beide erzeugen eine Oase der Stille und lassen nervige Geräusche nur stark gedämpft ans Ohr heran.

Insgesamt gefiel uns der Sony WH-1000XM3 am besten und ist deswegen unsere neue Noise-Cancelling-Referenz.

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Sony WH-1000XM3


✔️Optimierung der Geräuschminimierung
✔️Perfekte Passform im Around-Ear Design
✔️Lange Akkulaufzeit

Fazit Sony WH-1000XM3

Vorteile

– toller Klang

– effektive Geräuschunterdrückung

– guter und bequemer Sitz

– relativ leicht (254 Gramm)

– schön verarbeitet

– leichte Bedienung über Touch-Gesten am rechten Hörer

– schalten sich automatisch aus, wenn sie nicht benutzt werden

– Top-Akkulaufzeit von 30 Stunden mit Noise Cancelling

– umfangreiche App-Funktionen

– robustes Transportetui

Nachteile

– Kunstleder und Kunststoff verbaut

– nicht austauschbare Ohrpolster

Beoplay H9i – ab 339 Euro

Bang & Olufsen Noise Cancelling Kopfhörer

Der Bang & Olufsen-Kopfhörer hat ein cooles kreisrundes Design und überzeugt mit einem sehr feinen Klang
Foto: TECHBOOK

Der Anfangspreis war heftig: fast 500 Euro verlangte Bang & Olufsen für seinen Top-Kopfhörer Beoplay H9i. Mittlerweile ist das Schmuckstück je nach Anbieter schon für etwas über 300 Euro erhältlich. Immer noch viel Geld, dafür lässt er die versammelte Konkurrenz bei der Materialwahl hinter sich: Robustes Leder am Bügel, kuschelweiches Lammleder bei den Hörmuscheln, Alu-Scharniere und Alu-Applikationen – hier merkt man sofort den Premium-Anspruch. Was uns noch mehr beeindruckte, war aber, wie robust die H9i wirken. Der Kopfbügel scheint auf den ersten Blick etwas steif und hart, bis man merkt, dass er wohl für die Ewigkeit gemacht ist. So sind die H9i zwar deutlich teurer als ihre Konkurrenten, höchstwahrscheinlich aber auch langlebiger.

Und das Noise Cancelling? Ehrlich gesagt haben wir nicht viel erwartet, weil sowohl Bose als auch Sony hier branchenführend sind. Umso größer überraschte uns der H9i, wie effektiv er besonders im Büro die Lautstärke der Kollegen und auch sonstige Geräusche drückt. Der Sony ist noch effektiver, dafür erzeugt er ein stärkeres Grundrauschen. Insofern kann man bei dem H9i von einem gelungenen Kompromiss sprechen.

 

Bang & Olufsen Noise Cancelling Kopfhörer

Der Beoplay H9i hat die hochwertigsten Materialien verbaut und wirkt am langlebigsten
Foto: TECHBOOK

Auch hier gibt es eine Smartphone-App, die allerdings nicht so umfangreich ist wie bei Sony. Vor allem lässt sich die Geräuschunterdrückung nicht individuell anpassen bis auf einen Tranparency-Modus. Etwas besser gefallen hat uns hier die Klangeinstellung in der App, auch wenn die neutrale Stellung den besten Eindruck bei uns hinterließ.

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Beim Klang zeigt der Beoplay H9i, was hoch auflösend bedeutet: unfassbar transparent und klar bis in die höchsten Töne schmettert er dem Zuhörer die Musikstücke mit feinsten Details um die Ohren. Erstaunlich ist auch das Bassfundament. Obwohl nicht so eindrucksvoll wie beim Sony, kann er trotzdem extrem tiefe Töne sehr differenziert und knackig wiedergeben. Der Hacken an der Geschichte: Durch diese transparente Abstimmung wirken Stimmen manchmal einen Tick zu Spitz und können Zisch-Laute erzeugen. Doch in der App lässt sich das bei der Klangeinstellung etwas entschärfen. Insgesamt hat uns der Beoplay H9i ganz schön beeindruckt.

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B&O PLAY by Bang & Olufsen


✔️Spezielles Mikrofon für verbesserte Sprachqualität
✔️Ton durch Proximity Sensoren automatisch pausieren
✔️In verschiedenen Farben erhältlich

Fazit Beoplay H9i

Vorteile

– gute Geräuschunterdrückung mit wenig Rauschen

– sehr transparenter, klarer und dynamischer Klang

– guter Sitz mit weichen Echtleder-Hörmuscheln

– relativ leicht (285 Gramm)

– hochwertig verarbeitet, edle Materialien

– wirkt langlebig

– gute Bedienung über Touch-Gesten am rechten Hörer

– Musik pausiert, wenn man die Hörer ablegt

– schaltet sich automatisch aus

– einfache App

Nachteile

– nicht austauschbare Ohrposlter

– Stimmen wirken manchmal zu spitz

– Akkulaufzeit nur bis zu 18 Stunden mit Noise Cancelling

– schöner Baumwollbeutel zum Transportieren, aber nicht so robust wie ein Hardcase-Etui

Bowers & Wilkins PX – ab 399 Euro

Bowers & Wilkins Noise Cancelling Kopfhörer

Der Bowers & Wilkins-Kopfhörer ist sehr hochwertig verarbeitet
Foto: TECHBOOK

Auch die britische Lautsprecher-Marke Bowers & Wilkins hat jetzt einen Noise-Cancelling-Kopfhörer im Angebot. Der PX kommt optisch ähnlich hochwertig daher wie der Bang & Olufsen. Auch hier wurde viel Aluminium und echtes Leder verbaut sowohl an den Ohrmuscheln als auch an dem Bügel. Allerdings wirkt der dänische Kopfhörer noch etwas massiver und langlebiger, kostet aber auch etwa 100 Euro mehr als der Brite.

Das große Plus beim PX sind seine austauschbaren Ohrmuscheln. Gerade hier, wo ein starker Verschleiß stattfindet, kann man bei Bedarf seinen Kopfhörer erneuern, ohne gleich einen komplett neuen kaufen zu müssen. Anders als bei Sony und bei Bang & Olufsen wird er nicht über Touchflächen bedient, sondern klassisch über Bedienknöpfe. Außerdem gibt es auch hier eine Smartphone-App, in der sich die Geräuschunterdrückung individuell anpassen lässt: sowohl die Stärke als auch die Durchlässigkeit von Stimmen ist variabel.

Bowers & Wilkins Noise Cancelling Kopfhörer

Ein gelungenes Paket, aber nicht die effektivste Geräuschunterdrückung: der Bowers & Wilkins PX Foto: TECHBOOK

Das Noise-Cancelling bewegt sich auf dem Niveau von Bang & Olufsen ist aber nicht so effektiv wie bei Sony. Im Büro-Modus rauschen sie überhaupt nicht, im Flug-Modus rauschen sie etwa so stark wie die Sony-Kopfhörer im Normalmodus. Beim Klang waren wir etwas zwiegespalten. Beim ersten Hören haben sie uns nicht vom Hocker gehauen: die Höhen nicht zu präsent, die Bässe nicht zu tief, insgesamt eher warm abgestimmt, ähnlich wie die Sonys aber nicht so hell und analytisch wie die Bang & Olufsen. Doch bei längerem Hören stellte sich diese Einstellung als sehr angenehm heraus. Insgesamt bietet der PX einen guten Mix vieler positiver Eigenschaften.

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Bowers & Wilkins PX Wireless-Kopfhörer


✔️Intelligentes Power-Management
✔️Automatischer Beginn der Musikwiedergabe
✔️Akkulaufzeit von 22 Stunden

Fazit Bowers & Wilkins PX

Vorteile

– angenehme Geräuschunterdrückung ohne Rauschen und anpassbar

– langzeittauglicher Klang

– guter, fester Sitz

– hochwertig verarbeitet, gute Materialien

– Ohrmuscheln aus Echtleder sind austauschbar

– Akkulaufzeit bis 22 Stunden

– Musik pausiert, wenn man die Hörer ablegt

– einfache App

Nachteile

– schönes Baumwolletui zum Transportieren, aber nicht so robust, wie ein Hardcase-Etui

– Noise-Cancelling nicht so effektiv wie bei Bose und Sony

– Klang ist ausgewogen aber unspektakulär

Sennheiser PXC 550 Wireless – ab 229 Euro

Sennheiser Noise Cancelling Kopfhörer

Schönes Design, aber viel Plastik: der Sennheiser gehört nicht zu den wertigsten in unserem Test
Foto: TECHBOOK

Vom deutschen Hersteller Sennheiser kommt der PXC 550 Wireless. Dabei handelt es sich um einen sehr gefälligen Over-Ear-Kopfhörer, der sowohl zum Business- als auch Casual-Look passt. Allerdings fühlt sich der verbaute Kunststoff nicht besonders hochwertig an. Auch der Faltmechanismus ist etwas sperrig. Durch das Drehen der rechten Ohrmuschel wird der Hörer an oder ausgemacht – eine clevere Idee.

Insgesamt umschließt der Sennheiser am angenehmsten die Ohren. Er hat zwar einen festen aber bequemen Sitz und mit 227 Gramm ist er der Leichteste im Test. Die reche Ohrmuschel ist Touch-Sensitiv. Die Bedienung funktionierte per Touch-Gesten überraschend gut. Besonders die Lautstärkeregelung ist sehr exakt und schnell.

Sennheiser Noise Cancelling Kopfhörer

Der Sennheiser bietet einen sehr angenehmen Sitz und guten Klang
Foto: TECHBOOK

Die aktive Geräuschunterdrückung lässt sich in zwei Stufen einstellen, sie funktionierte aber nicht so effektiv wie bei Bose und Sony, eher auf dem Niveau von Bang & Olufsen. Was uns allerdings störte, war das starke Rauschen. Insbesondere auf Stufe zwei war es sehr präsent und sogar deutlich stärker als beim Sony.

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Klanglich ist der Sennheiser mit am ausgewogensten, wobei er eher zum transparenten, offenen Klang tendiert wie der Bang & Olufsen. Was uns sehr gut gefiel, war die individuelle Klanganpassung. Hier bietet Sennheiser die vielfältigsten und besten Einstellungsmöglichkeiten. Wer damit ein wenig rumspielt, der sollte einen optimalen Klang für sich finden. Als Günstigster im Test ist der Sennheiser ein faires Angebot, wäre da nicht das starke Noise-Cancelling-Rauschen.

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Sennheiser PXC 550 Kopfhörer


✔️Kabellos, leicht, bequem und zusammenklappbar
✔️Inklusive adaptiver Geräuschunterdrückung
✔️Hervorragender Klang

Fazit Sennheiser PXC 550 Wireless

Vorteile

– hervorragender Sitz, umschließt sehr gut die Ohren

– leichtester im Test (227 Gramm)

– ausgewogener Klang, lässt sich individuell gut anpassen

– gute Bedienung über Touch-Gesten am rechten Hörer

– schaltet sich automatisch aus, wenn man rechte Ohrmuschel dreht

– Sehr gute Akkulaufzeit von 30 Stunden mit Noise Cancelling

– umfangreiche App-Funktionen

– schönes Hardcase-Transportetui

Nachteile

– Noise Cancelling verursacht starkes Rauschen

– Kunstleder und Kunststoff verbaut

– nicht austauschbare Ohrposter

– fummeliger Faltmechanismus

– schaltet sich nicht automatisch aus

Bose Noise Cancelling Kopfhörer

Der Bose ist fast schon ein Klassiker, wenn es um Noise-Cancelling geht. Die Erfahrung merkt man dem Kopfhörer auch an. Er wirkt sehr durchdacht und bietet zusammen mit dem Sony die effektivste Geräuschunterdrückung
Foto: TECHBOOK

Bose QC 35 II – ab 278 Euro

Den amerikanischen Sound-Spezialisten Bose kann man als den Pionier der Noise-Cancelling-Kopfhörer bezeichnen. Schon seit Jahren sind die Over-Ear-Modelle populär. Wer gerne in Flugzeugzeitschriften blättert, der hat sie sicherlich schon mal gesehen oder auf den Köpfen von Vielfliegern. Da hat Bose schon früh auf die richtige Zielgruppe gesetzt, denn wer viel fliegt und seine Ruhe haben möchte, der ist lange Zeit an den Bose-Modellen nicht vorbeigekommen.

Während die ersten QC-Modelle (Quiet Comfort) noch kabelgebunden waren, gibt es jetzt seit zwei Generationen ein noch bequemeres Bluetooth-Modell. Das aktuelle heißt QC 35 II und hat den Google Assistant direkt eingebaut. Die Einrichtung ist relativ einfach. Auf Android-Smartphones muss man nur den Google Assistant öffnen und dann den Anweisungen folgen. Auf iPhones muss man die kostenlose Google-Assistant-App herunterladen und dann den Einweisungen darin folgen.

Bose Noise Cancelling Kopfhörer

Der beste im Test: Weil der Bose QC 35 II die beste Mischung aus effektiver Geräuschunterdrückung, gutem Klang und sehr angenehmem Tragekomfort bietet, ist er unser Testsieger
Foto: TECHBOOK

Ist der QC 35 mit dem Google Assistant verknüpft, reicht ein Knopfdruck am linken Hörer, um eine Frage zu stellen oder eine Anweisung zu geben, während das Smartphone in der Hosentasche ist. Das funktionierte in unserem Test einwandfrei.

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Das Noise-Cancelling von Bose gehört zum ausgereiftesten auf dem Markt. Besonders tieffrequente Töne wie eben im Flugzeug oder in Zügen werden hervorragend herausgefiltert. Allerdings hat hier insbesondere Sony aufgeschlossen und ist vergleichbar effektiv. Der Sony rauscht zwar deutlich, dafür erzeugt der Bose einen leichten Druck auf den Ohren. Klanglich ist der der QC 35 nicht so basslastig wie der Sony, dafür klingt er ausgewogener, transparenter und klarer. Insgesamt gefiel uns der Bose vom Klang, vom Noise-Cancelling und Tragekomfort sehr gut und muss sich nur dem Sony WH-1000XM3 geschlagen geben.

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Bose ® QuietComfort 35


✔️Erstklassige Lärmreduzierung
✔️Naturgetreuer Spitzenklang
✔️Zugriff auf Amazon Alexa per Sprachsteuerung

Fazit Bose QC 35 II

Vorteile

– sehr effektive Geräuschunterdrückung

– guter ausgewogener Klang

– bequemer, sicherer Sitz

– Gewicht noch in Ordnung (310 Gramm)

– leicht faltbar

– große Bedientasten am Hörer

– automatisches Ausschalten in der App einstellbar

– funktioniert gut mit dem Google Assistant

– Akkulaufzeit etwa 20 Stunden mit Noise Cancelling

– robustes Transportetui

– austauschbare Ohrpolster

Nachteile

– Noise Cancelling erzeugt leichten Druck auf den Ohren

– Kunstleder und viel Kunststoff verbaut

– An/Aus-Schalknopf wirkt billig und wackellig