Nokia, Sennheiser & Co.

Die besten AirPods-Alternativen im Test

Apple AirPods-Alternativen
Viele Konzepte ein Ziel: Alle wollen ein Stück von dem Apple-AirPods-Hype abhaben und entwickeln eigene True Wireless In-Ears wie Zolo (oben links), Sennheiser (oben rechts) und Nokia (unten)
Foto: Techbook

Obwohl schon seit zwei Jahren auf dem Markt, sind Apples kabellose AirPods immer noch ein Verkaufsschlager. Doch das spezielle Design ist nicht jedermanns Sache – deswegen haben wir sieben True-Wireless-Alternativen von 85–296 Euro getestet. Besonders überrascht haben uns Nokia und die New Yorker Marke Master & Dynamic.

Der Markt für Bluetooth-Kopfhörer ist riesig und bietet in allen Preisklassen das passende Angebot. In-Ear-Kopfhörer hatten in der Vergangenheit oft noch ein lästiges Verbindungsstück zwischen den Ohrstöpseln, inzwischen erobern komplett kabellose (sogenannte True Wireless – also „wirklich kabellose“) Modelle den Markt.

Apple schaffte mit den AirPods den Durchbruch auf dem Massenmarkt: Die In-Ears werden in einem kleinen Etui verstaut, das gleichzeitig als Ladeschale dient. So müssen keine großen Akkus in die In-Ears integriert werden, da sie beim Verstauen im Schutz-Case immer nachgeladen werden.

Jetzt kommt Samsungs Alternative zu Apples AirPods

Allerdings sind die AirPods mit Preisen ab 150 Euro für viele Interessenten zu teuer. Außerdem funktionieren sie am besten mit einem iPhone und sind somit für Android-Nutzer nicht die optimale Wahl. Und da sie keine auswechselbaren Silikon-Ohrstöpsel haben, können sie weder individuell angepasst werden, noch dichten sie besonders gut vor Außengeräuschen ab. Auch Bass-Fans werden mit den AirPods nicht glücklich. Dass es oft besser und teilweise wesentlich günstiger geht beweisen andere Hersteller. Deswegen haben wir acht Modelle für jeden Geschmack in einem Preisbereich von 85–296 Euro getestet.

Huawei FreeBuds Lite mit Lade-Etui

Das Lade-Etui der FreeBuds Lite von Hauwei ist zwar komplett aus Kunststoff, aber dafür ist es leicht und kompakt
Foto: TECHBOOK

Huawei FreeBuds Lite

Die chinesische Marke Huawei gilt als Überflieger bei Smartphones und mittlerweile auch bei anderen Gadgets. Im Zeitraffertempo haben die Chinesen nicht nur zu den Premium-Marken Samsung und Apple aufgeschlossen, sondern sie auch teilweise mit genialer Technik überholt – wie das neue Huawei P30 Pro Smartphone mit seiner Drei-Linsen-Kamera inklusive Fünffach-Zoom zeigt.

Mit den FreeBuds Lite greift Huawei jetzt direkt Apples Verkaufsschlager AirPods an – und das fast zum halben Preis. Ob das funktioniert, klärt unser Test.

AirPods-Design mit einigen Vorteilen

In China nimmt man es mit eigenständigem Design offensichtlich nicht so wichtig. Und so sehen die FreeBuds Lite den AirPods zum Verwechseln ähnlich. Als ein Arbeitskollege mit den FreeBuds das Büro betrat, war die erste Reaktion: „Cool, die AirPods gibt es jetzt endlich in Schwarz!“ Nein, nicht ganz. Aber Huawei hat es clever gemacht und liefert die FreeBuds nicht nur in Weiß, sondern auch in der Farbe, die sich sicherlich viele Apple-Freunde wünschen: dezentes Schwarz. Abgesehen von der nahezu gleichen Optik, finden wir die dunkle Variante sehr schick.

Huawei scheint zudem einen Kritikpunkt von uns erhört zu haben und liefert die FreeBuds mit verschiedenen Silikon-Stöpseln mit. Das verbessert die Isolation vor Außengeräuschen, sorgt für eine bessere Passgenauigkeit und für mehr Bass – aber dazu gleich mehr.

Huawei FreeBuds Lite mit Apple AirPods und Nokia True Wireless Buds

Optischer Vergleich: Wie eigenständiges Design aussieht beweist Nokia mit den True Wireless Earbuds. Huawei hat zwar im Vergleich zu den AirPods noch Silikon-Aufsätze, aber insgesamt wirkt es sehr nach Apple
Foto: TECHBOOK

Kompaktes Lade-Etui – aber geringe Akku-Kapazität

Das Lade-Etui aus Plastik ist zwar nicht das hochwertigste, aber dafür sehr leicht, kompakt und unauffällig. Bei einem Preis von unter 100 Euro ist das okay. Der darin verbaute Speicher liefert Energie für neun Stunden Musik, die In-Ears selbst sollen bis zu drei Stunden durchhalten. Macht also insgesamt maximal 12 Stunden Wiedergabe. Das ist nicht gerade üppig und zeigt, wo Huawei gespart hat. Apple verspricht bei der neuen Generation der AirPods bis zu 24 Stunden Durchhaltevermögen in Verbindung mit dem Lade-Etui.

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Huawei FreeBuds


✔️In verschiedenen Farben erhältlich
✔️Elegantes und praktisches Design
✔️Atemberaubender Sound

Sehr einfach und unkompliziert funktioniert das Verbinden. Ebenfalls wie bei Apple muss man hierzu nur am Etui einen Knopf drücken, um das Bluetooth-Pairing mit dem Smartphone zu starten. Genial ist der eingebaute Sensor, der dafür sorgt, dass die Musik automatisch stoppt, wenn man die FreeBuds aus dem Ohr nimmt. Ansonsten lässt sich die Musik per Fingertipp am rechten In-Ear anhalten und fortsetzen. Telefonieren ist auch möglich und zwei Noise-Cancelling-Mikrofone sorgen dafür, dass Außengeräusche rausgefiltert werden.

Huawei FreeBuds Lite

Gibt es die AirPods jetzt auch in Schwarz? Nein, das hier ist der Huawei Freebuds Lite
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Klang mit „Spaß-Faktor“

Ehrlich gesagt waren unsere Erwartungen an den Klang bescheiden, schließlich ist Huawei kein Audio-Spezialist. Doch wir wurden angenehm überrascht. „Die machen Spaß“ – so könnte man es kurz zusammenfassen. Verantwortlich dafür ist eine gute aber nicht zu übertriebene Portion Bass und ein insgesamt dynamisches, klares Klangbild. Besonders bei elektronischer Musik scheinen sie in ihrem Element. Aber auch Stimmen kommen schön rüber. Sie kommen zwar nicht an unsere Referenz Master & Dynamic MW07 heran, dafür fehlt es in den Höhen ein wenig an Details. Und auch im Bass klingen sie nicht so abgrundtief wie die Nokia True Wireless Earbuds. Insgesamt fanden wir sie aber unterhaltsamer als die bassarmen AirPods.

Für einen Online-Preis ab 85 Euro (129 Euro UVP) liefern die FreeBuds Lite eine rundum gelungene Vorstellung. Schade nur, dass es die Smartphone-App lediglich für Android-Smartphones gibt. Aber auch ohne diese funktionierten die In-Ears einwandfrei mit einem iPhone.

Vorteile

+ sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

+ angenehm dynamischer Klang mit „Spaß-Faktor“

+ leichtes und kleines Lade-Etui

+ Touch-Bedienung funktioniert gut

+ bequemer Sitz im Ohr

Nachteile

– Smartphone-App nur für Android-Smartphones

– Lade-Etui komplett aus Kunststoff

– kein USB-C-Anschluss, sondern Mini-USB

– kein eigenständiges Design, sehr an AirPods angelehnt

 

Master & Dynamic MW07

Die Master & Dynamic MW07 kommen nicht nur mit einem sehr hochwertigen Edelstahl-Ladecase, sondern auch noch einem schönen Baumwoll-Etui als Extra-Schutz
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Master & Dynamic MW07

Der neueste Zugang bei den True-Wireless-In-Ears kommt von dem amerikanischen Kopfhörer-Hersteller Master & Dynamic. Die Marke ist quasi aus dem Nichts im Jahr 2014 in New York gegründet worden. Der Anspruch: Premium-Design, hochwertige Materialien, Top-Klang. Wir wollten wissen, ob die ersten True-Wireless-In-Ears der New Yorker das auch wirklich bieten.

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Master & Dynamic MW07


✔️Reichhaltiges, klares Klangerlebnis
✔️Natürliche Passform
✔️Schneller Verbindungsaufbau durch fortgeschrittene Antennentechnik

Der erste Eindruck überzeugt

Scheinbar haben die Verantwortlichen von Master & Dynamic den Markt gründlich studiert und von der Konkurrenz gelernt, denn hier passt auf Anhieb alles. Die Verpackung? Stilvoll, wertig und durchdacht. Das Zubehör: komplett. Ein USB-C auf USB-C-Kabel liegt bei, inklusive eines USB-A-Adapters. Das Kabel ist nicht mit schnöden Plastik-Kabelbindern gebunden, sondern mit wiederverwendbaren Klettbändern. Es gibt ein schmiegsames Baumwoll-Etui, fünf Paar Silikon-Stöpsel, sowie zwei Paar sogenannter „Fit Wings“ für einen sicheren Sitz im Ohr.

Diese „Fit Wings“ aus angerautem Silikon sorgen zusammen mit dem geringen Gewicht für einen sensationell guten Sitz im Ohr. Die Lamellen der „Fit Wings“ krallen sich in der Ohrmuschel fest, verteilen aber die Kraft so sanft, dass man sie kaum spürt. Eine gelungene Lösung.

Master & Dynamic MW07 In-Ear

Das Gehäuse der MW07 besteht aus sehr leichtem Azetat, das oft für Brillengestelle benutzt wird. Neben dem Blau werden noch sieben weitere Farboptionen angeboten.
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Die In-Ears werden in einem Case aus glänzendem Edelstahl aufgeladen. Es ist das bislang hochwertigste Objekt dieser Art, das wir in den Händen halten durften. Allerdings ist das schöne Material ein Magnet für Fingerabdrücke und nicht gerade für seine Leichtigkeit bekannt.

Nun zu den In-Ears selbst. Diese sind zum Großteil aus Azetat gefertigt. Dieses Material wird oft bei Brillengestellen verwendet, da es besonders leicht ist und sich unter Erwärmung gut formen lässt. Master & Dynamic bietet es in acht verschiedenen Designs an, wobei für jeden Geschmack das Passende dabei sein dürfte. Unser Testmodell kam im schlichten Blau daher – nicht unbedingt ein Eye-Catcher, aber dafür unauffällig.

Herausragend guter Klang

Das Highlight der In-Ears sind aber ihre Treiber, die für den Klang verantwortlich sind. Diese bestehen wie bei High-End-Lautsprechen im fünf bis sechsstelligen Bereich aus Beryllium. Speziell bei Hochtönern sorgt dieses Material für eine exzellente Auflösung. Und das zeigt sich auch in unserem Test. Bislang haben wir bei keinem anderen In-Ear-Kopfhörer so einen detaillierten und ausgewogenen Klang gehört. Die Musik erscheint räumlich gestaffelt und breit aufgefächert, wie auf einer Bühne. Instrumente, Stimmen und Soundeffekte werden klar voneinander getrennt.

Insbesondere Stimmen kommen sehr authentisch rüber und werden leicht in den Vordergrund gestellt. Der Bass ist schön differenziert und reicht tief, ohne zu übertreiben. Für Bassfetischisten könnten die MW07 einen Tick zu zurückhaltend sein. Wer aber einen ausgewogenen und audiophilen Klang sucht, der findet in diesem Preisbereich kaum etwas besseres.

Master & Dynamic MW07 und Nokia True Wireless Earbuds

Die Nokia In-Ears sind zwar konkurrenzlos kompakt, doch die Master & Dynamic überzeugten trotz der Größe mit einem sehr bequemen Sitz im Ohr
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Der Nachteil des kleinen Klangwunders

Wie so oft bei High-End-Musikgeräten, die jeden Atemzug des Musikers und jedes Detail im Sound offenlegen, klingen sie nur dann superb, wenn sie hochwertige Musikquellen (und Song-Produktionen) wiedergeben. Bei schlechten Aufnahmen und bei geringer Soundqualität werden nämlich auch die Makel stark betont. Daher sollte man bei Streaming-Diensten wie Spotify immer die höchste Klangqualität einstellen. Wer wirklich in den Genuss des Top-Klangs kommen möchte, sollte sogar Streaming-Dienste wie Tidal oder Quobuz nutzen, die CD-Qualität bieten.

Alles in allem ist der Master & Dynamic MW07 eine Riesenüberraschung. Quasi aus dem Nichts heraus bieten die New Yorker einen der besten True-Wireless-In-Ears. Unsere Empfehlung für Sound- und Design-Liebhaber.

Zudem gefiel uns die unkomplizierte Bedienung über Druckknöpfe direkt an den In-Ear-Gehäusen. Mit einer vollen Akku-Ladung halten sie  3,5 Stunden durch. Das Lade-Case bietet drei weitere Ladungen, womit es dann insgesamt 14 Stunden sind. Eine Smartphone-App ist zwar nicht vorhanden, wir haben diese aber nicht vermisst. Je nach Ausführung gibt es den audiophilen In-Ear zwischen 280 und 300 Euro.

Vorteile

+ klassenbester Klang: extrem detailreich, räumlich und ausgewogen

+ sieben verschiedene Farboptionen

+ sehr bequemer und sicher Sitz im Ohr

+ extrem hochwertiges Edelstahl-Ladecase

+ einfache Knopf-Bedienung

Nachteile

– keine Smartphone-App

– kein Transparenz-Modus für Außengeräusche

– Ladecase zieht Fingerabdrücke an und ist recht schwer

– kein Schnäppchen: ab 280 Euro

 

Nokia True Wireless Earbuds mit Laderöhrchen

Einfach, praktisch, gut: Im Gegensatz zur True-Wireless-Konkurrenz hebt sich Nokia mit eigenem sehr minimalistischen Design ab
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Nokia True Wireless Earbuds

Nokia, das war die finnische Handy-Kultmarke der Nullerjahre. Doch dann kam das iPhone und zerstörte das Geschäft mit nicht-smarten Handys. Mittlerweile ist Nokia zurück und verkauft sowohl simple oldschool Handys als auch Smartphones. Doch die große Überraschung: Die Finnen haben auch True-Wireless-In-Ears im Angebot.

Anders als die Konkurrenz geht Nokia eigene Wege beim Design: Das Lade-Case kommt nicht im Etui-Design, sondern als kleines Alu-Röhrchen. Auf der einen Seite des Röhrchens sind Kontrollleuchten und ein USB-C-Anschluss zum Laden. Auf der anderen Seite lässt sich das Ende drücken, wodurch die beiden In-Ears wie in einer Schublade herausgleiten.

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Die zylindrische Form des Etuis hat Vor- und Nachteile: Sie ist weniger klobig in Jacken und Hosentaschen und somit ideal für unterwegs, was ein wichtiges Kriterium ist. Schließlich hat man das Lade-Case immer dabei. Allerdings kann es auf schrägen Flächen leicht wegrollen, im Gegensatz zu einem Etui.

Nokia True Wireless Earbuds

Kleiner geht es kaum: Die Nokia True Wireless sind sehr kompakt und sitzen dadurch vergleichsweise unauffällig im Ohr
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Ultrakompaktes In-Ear-Design

Eine weitere Überraschung: die In-Ears selbst. Bislang sind die meisten True Wireless eine ziemlich klobige Angelegenheit. Je nach Hersteller gelingt es mehr oder weniger gut die komplexe Technik samt Akku in den Hörern unterzubringen. Doch nicht so bei Nokia. Solch ein kompaktes Design haben wir bislang nicht erlebt. Sie sehen nahezu aus wie normale kabelgebundene In-Ears, denen einfach das Kabel abgeschnitten wurde. Genial! So haben wir uns schon immer True-Wireless-In-Ears gewünscht.

Erstaunlich, dass keiner der großen Kopfhörer-Spezialisten es bislang geschafft hat, ein derart minimalistisches Design zu kreieren wie Nokia.

Bei dieser kompakten Bauweise waren wir skeptisch, was den Klang betrifft. Dann der erste Eindruck: ganz schön klarer Sound – und sehr transparent, ohne übertrieben nervige Höhen. Tatsächlich hört man Details besser heraus, als bei einigen der Konkurrenten. Das ist schon mal beeindruckend. Und der Bass? Erstaunlich gut. Zumindest mit den mittleren Ohrpassstücken. Als wir auf die großen Silikon-Stöpsel wechselten gewann der Bass deutlich an Volumen und konnte locker mit den besten In-Ears im Vergleich mithalten.

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Insgesamt ist der Sound für einen Kopfhörer unter 90 Euro und bei dieser Größe sensationell gut. Das Einzige, was man bemängeln kann, ist manchmal eine gewisse Kühle im Klang durch den analytischen Charakter. Wer aber klaren, detailreichen und druckvollen Sound mag, der wird die Nokia-In-Ears mögen.

Jeder der In-Ears verfügt über einen Druckknopf: Damit werden alle wichtigen Funktionen bedient, vom Ein-und-Ausschalten, bis hin zur Anrufannahme, Lautstärkeregelung und zum Titelwechsel. Das ist zwar etwas fummelig, weil die In-Ears sehr klein sind. Aber wir finden Druckknöpfe immer noch besser, als Touch-Oberflächen, die aus Versehen Funktionen auslösen.

True Wireless In-Ears im Vergleich

Erstaunlich, wie kompakt Nokia seinen True Wireless im Vergleich zur Konkurrenz gestalten konnte: Nokia, Sennheiser und Zolo (von links nach rechts)
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Keine Spielereien, dafür kleine Macken

Eine Smartphone-App mit Spielereien bietet Nokia nicht an, vermisst haben wir sie aber nicht. Der Akku hält laut Hersteller nach einer Aufladung 3,5 Stunden durch. In Verbindung mit dem Lade-Case sind es 14 Stunden bei reinem Musikhören. Das ist nicht außergewöhnlich, liegt aber im guten Mittelfeld und reicht im Alltag aus. Zudem ist das Laderöhrchen sehr leicht und nervt nicht beim Transport.

Doch auch die Nokia True Wireless Earbuds sind nicht perfekt: Wenn man sie ausschaltet und ins Laderöhrchen packt, verbinden sie sich trotzdem mit dem Smartphone. Auch wenn man Anrufe annimmt, wird das Telefonat an die In-Ears geleitet, obwohl sie nicht im Ohr stecken, sondern im Lade-Case. Und leider schaltet sich die Musik nicht von alleine aus, wenn man sie aus dem Ohr nimmt, sondern läuft einfach weiter. Man muss also manuell eingreifen.

Außerdem: Das kleine Format ist zwar genial und unauffällig im Ohr, aber man muss sehr vorsichtig beim Hantieren sein, da sie sonst leicht aus der Hand fallen – also nichts für Grobmotoriker.

Dennoch: Für rund 86 Euro bieten die Nokia In-Ears ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und bekommen deswegen unsere Kaufempfehlung.

Vorteile

+ sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

+ angenehm transparenter Klang mit kräftigen Bässen

+ ultrakompaktes Design der In-Ears

+ sehr leichtes und kleines Laderöhrchen

+ einfache, zuverlässige Bedienung

+ guter Sitz im Ohr

Nachteile

– keine Smartphone-App

– kein Transparenz-Modus für Außengeräusche

– verbinden sich gelegentlich unerwünscht mit dem Smartphone

Sennheiser Momentum True Wireless mit Ladeetui

Schön praktisch: Das Ladeetui der Sennheiser Momentum True Wireless hält mit starken Magneten die In-Ears bombenfest und damit sicher in ihrer Lade-Position
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Sennheiser Momentum True Wireless

Der deutsche Kopfhörer-Hersteller Sennheiser hat erstaunlich lange gebraucht, um seine ersten komplett kabellosen In-Ears auf den Markt zu bringen. Nun sind sie also da und die große Frage lautet: Wird die lange Wartezeit mit besserer Technik als bei der Konkurrenz belohnt?

Zunächst das Design: Im Gegensatz zu Nokia zeigt man sich bei Sennheiser wenig experimentierfreudig und verstaut die Technik der In-Ears im relativ klobige Gehäuse. Immerhin haben sie ein schönes Design mit glänzenden Alu-Elementen, die gleichzeitig als Oberflächen für die Touch-Bedienung dienen. Zudem sitzen sie bequem und sicher im Ohr, was nicht auf jeden der Konkurrenten im Vergleich zutrifft. Insgesamt also ein gelungenes Design.

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Das trifft auch auf das Lade-Etui zu. Vom Formfaktor her zwar konventionell, macht es aber mit einer schönen Stoffbespannung einen hochwertigen Eindruck. Besonders gut gefällt uns die starke magnetische Aufnahme der In-Ears. Anders als beispielsweise bei den Nokia oder Zolo In-Ears sitzen sie wirklich bombenfest, womit das Aufladen immer garantiert ist.

Fein abgestimmter und räumlicher Klang

Nun aber zum wichtigsten Aspekt: dem Klang. Schließlich gehört Sennheiser zu den Audio-Spezialisten. Und tatsächlich hört man heraus, dass der deutsche Hersteller dem Momentum True Wireless eine eigene Note verpasst hat. Er klingt nicht nur transparent und klar wie der Nokia, sondern offenbart auch eine weiträumige Bühne. So bekommt jeder Song eine leichte Live-Atmosphäre spendiert. Man fühlt sich vom Klang regelrecht umhüllt auf eine natürliche Art und Weise.

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Zudem ist der Sennheiser-Klang auch eher was für Feingeister, denn im Gegensatz zum Nokia oder Zolo ist der Tiefbass nicht so präsent. Somit klingt der Momentum sehr ausgeglichen – für echte Bass-Fans ist er aber nicht die erste Wahl. Auch hier hängt die Bassstärke von der Wahl der richtigen Silikon-Stöpsel ab.

Was uns nicht so gut gefallen hat, war hingegen die Touch-Bedienung. Man muss schon mit dem flachen Finger tippen, weil Fingerspitzen nicht erkannt werden. Mit ein wenig Eingewöhnung kriegt man den Dreh raus und erlernt auch die unterschiedlichen Funktionen, die dem linken und rechten Hörer zugeordnet werden. Praktisch: Die Musikwiedergabe stoppt automatisch, sobald man sie aus dem Ohr nimmt.

Sennheiser Momentum True Wireless

Schönes Design, aber recht groß: die Sennheiser Momentum True Wireless
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Eine Kontrollleuchte ist zu wenig

Das Lade-Case hat nur eine Kontrollanzeige, die durch unterschiedliche Farben und Blink-Modi den Ladestand sowohl des Etuis als auch der In-Ears anzeigt. Das fanden wir sehr verwirrend und kompliziert zum Merken. Vier Stunden Musikhören mit einer Ladung und zwölf zusätzliche Stunden Kapazität im Lade-Case liegen dafür im guten Mittelfeld.

Zudem gibt es eine Sennheiser-App speziell für die Momentum True Wireless. Damit lässt sich der Transparenz-Modus einstellen, um Außengeräusche besser wahrzunehmen. Auch der Klang lässt sich verändern, wobei uns die Standardeinstellung am besten gefiel.

Insgesamt ist der Sennheiser Momentum True Wireless ein gelungener und ausgewogener In-Ear, ohne sich durch besondere Features wie ein aktives Noise Cancelling abzuheben. Daher empfinden wir die 296 Euro, die man derzeit für diesen True Wireless ausgeben muss, als zu viel.

Vorteile

+ räumlicher, detailreicher und ausgewogener Klang

+ schönes und leichtes Design beim In-Ear und Ladecase

+ sehr guter und bequemer Sitz im Ohr

+ Musik stoppt automatisch, wenn man die In-Ears aus dem Ohr nimmt

+ Smartphone-App

+ Transparenz-Modus für Außengeräusche

Nachteile

– teuer

– keine besonderen Features für den Preis

– Touch-Bedienung gewöhnungsbedürftig

Sony In-Ears WF-1000X

Die Sony WF-1000X bieten einen hervorragenden Klang und eine aktive Geräuschunterdrückung, die aber schwach ausgeprägt ist
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Sony WF-1000X

Die Sony-In-Ears sind derzeit die Einzigen in diesem Segment, die eine aktive Geräuschunterdrückung (Noise Cancelling) bieten. Diese funktioniert zwar nicht so gut wie bei den Bügelkopfhörern von Bose (QC 35) aber man merkt eine leichte Reduzierung der Außengeräusche, vor allem der tieferen Frequenzen. Zudem passt sich die Geräuschunterdrückung der Aktivität an. Beim Training im Fitnessstudio funktionierte das sehr gut und blendete die Außengeräusche ab. Man kann aber auch einen Transparenz-Modus aktivieren, um die Außenwelt wahrzunehmen oder die Funktion komplett ausschalten.

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Praktisch sind auch die physischen Knöpfe, jeweils einer auf jeder Hörerseite. So lassen sich die Sony-In-Ears auch ausschalten, ohne sie ins Case legen zu müssen. Über die Knöpfe aktiviert man auch das Bluetooth-Pairing sowie die Geräuschunterdrückung. Leider lässt sich mit ihnen nicht die Lautstärke ändern, sondern nur am Smartphone. Zudem gibt es eine Smartphone-App für alle Funktionen.

Leider klappt nicht alles reibungslos: Das Software-Update hat erst nach vielen Versuchen geklappt. Die Verbindung zwischen den beiden Hörern lief nicht absolut stabil, Musik erklang manchmal nur auf einer Seite.

Sony WF-1000X

Nicht jedermanns Geschmack: die Sony-In-Ears ragen am stärksten aus dem Ohr heraus. Es gibt sie auch in Schwarz
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Obwohl die WF-1000X ziemlich weit aus dem Ohr herausragen ist der Sitz dennoch gut dank zahlreicher unterschiedlicher Gummiaufsätze. Das Lade-Case ist im Vergleich zur Konkurrenz relativ groß und wirkt nicht besonders hochwertig. Vor allem der Mechanismus zum Öffnen und Schließen des Deckels wirkt erstaunlich kompliziert und nicht besonders langlebig. Zudem liefert das Lade-Case nur Energie für 9 Stunden, die vollen In-Ears halten gerade mal 3 Stunden durch. Das kann die Konkurrenz besser.

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Auf ganzer Linie überzeugt haben uns die Sony-In-Ears beim Klang. Keiner unserer Kandidaten klang so ausgewogen, dynamisch und mitreißend. Bis in die höchsten Lautstärken klangen sie sehr sauber mit knackigen Bässen und feinen Höhen. Da merkt man Sonys jahrelange Erfahrung bei der Klangabstimmung. Wer den besten Sound bei kabellosen In-Ears sucht, der wird hier fündig. Und das, obwohl die WF-1000x ab 137 Euro bei Online-Anbietern erhältlich sind – und damit unser zweitgünstiges Modell im Vergleich.

Vorteile

+ herausragender Klang

+ guter Sitz im Ohr dank vieler Gummiaufsätze

+ physische Knöpfe schützen vor versehentlichem Bedienen

+ gute Smartphone-App

+ Transparenz-Modus zuschaltbar

+ gegen Schweiß und Regen resistent

+ fairer Preis

Nachteile

– mittelmäßige Akkuleistung (vor allem bei aktiver Geräuschunterdrückung)

– Geräuschunterdrückung eher schwach

– Lade-Case wirkt sperrig und nicht besonders hochwertig

– gelegentlich bricht die Verbindung zwischen den beiden In-Ears ab

Bang and Olufsen In-Ears Beoplay E8

Die Bang and Olufsen In-Ears Beoplay E8 haben einen feinen Klang und ein hübsches Leder-Case
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Beoplay E8

Auch die dänische Edelmarke Bang & Olufsen hat kabellose In-Ears im Portfolio. Wer wert auf Stil und Klang legt, der ist hier richtig. Die beiden Stöpsel kommen in einem eleganten, leichten und kompakten Lederetui. Zugegeben, das Leder scheint dünn bespannt zu sein und fasst sich nicht wie Luxusleder an. Dennoch liegt es feiner in der Hand als die Kunststoffetuis der Konkurrenz. Der einfache magnetische Schließmechanismus wirkt schön simpel und langlebig.

Der Preis für das leichteste Etui im Feld wird mit der geringsten Akkukapazität erkauft. Diese beträgt nur zusätzliche 8 Stunden. Dafür sind die In-Ears selbst relativ energieeffizient und halten mit einer Ladung bis zu 4 Stunden durch.

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Auch saßen die In-Ears dank diverser Passstücke gut im Ohr, wenn auch nicht so bombenfest wie die Gear Icon X. Dennoch muss man keine Angst haben, dass sie beim Joggen herausfallen. Die Bedienung der Bang & Olufsen überzeugte nicht komplett: Mehrmaliges Tippen wird nicht immer erkannt. Anstatt einen Titel zu überspringen, stoppt dann einfach die Musik. Auch beim Aktivieren wird das Antippen nicht immer sofort erkannt. Ebenfalls ist die Lautstärkeregelung nicht optimal: Durch ein Tippen und Halten rechts (plus) und links (minus) während der Musikwiedergabe wird die Lautstärke angepasst. Das ist nicht besonders exakt und geht relativ langsam vonstatten.

Beoplay E8

Relativ bequem und schönes Design: die Beoplay E8

Sehr gut gefiel uns die Smartphone-App, die auch eine schöne Klangsteuerung bietet. So kann man die Modi „Warm“, „Excited“, „Relaxed“ und „Bright“ einstellen. Doch auch ohne diese Soundoptionen gehört der Klang zu den Stärken der Bang & Olufsen. Neben den Sennheiser Momentum True Wireless klingen die Beoplay E8 am audiophilsten. Die Höhen sind sehr fein aufgelöst und bieten eine hohe Transparenz. Dennoch wird auch ein tiefer und sauberer Bass wiedergegeben. Letztendlich ist es Geschmackssache, ob man den druckvollen Sound von Nokia, Sony und Zolo bevorzugt, oder den feiner und eleganter abgestimmten Sound von Bang and Olufsen sowie Sennheiser.

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✔️ Mit Easy Touch Steuerung
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✔️ Bang und Olufsen Signature Sound

Die beste Nachricht zum Schluss: Mittlerweile sank der Preis von 300 auf 173 Euro.

Vorteile 

+ hochaufgelöster und dennoch bassstarker Klang

+ gute Ausdauer der In-Ears

+ sitzen gut im Ohr

+ nicht übertrieben viele Funktionen

+ Transparenz-Modus zuschaltbar

+ kleines, leichtes Leder-Lade-Case

Nachteile

– Lade-Case bietet nur 8 Stunden extra Ausdauer

– nicht gegen Schweiß und Regen resistent

– Touch-Bedienung nicht immer zuverlässig

JBL Free X

Mit den JBL Free X hat auch die amerikanische Marke einen True-Wireless-In-Ear im Angebot
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JBL Free X

Wer einen preiswerten True-Wireless-In-Ear sucht, der kommt am JBL Free X nicht vorbei. Mit einem aktuellen Preis von rund 113 Euro kann keine der bekannten Audio-Marken wie Sony, Sennheiser oder Bang & Olufsen mithalten.

Obwohl die JBL In-Ears keine herausragenden Ausstattungsmerkmale haben, überzeugen sie mit ihren Handling-Qualitäten: Sie sind leicht und liegen sehr gut im Ohr, obwohl sie nicht so klein sind wie die Nokia Earbuds. Dennoch gehören sie zu den In-Ears mit dem besten Tragekomfort in unserem Test.

Das Ladecase macht einen robusten Eindruck. Allerdings wirkt das Gehäuse aus Plastik nicht besonders hochwertig. Und auch die Größe liegt über dem Durchschnitt. Dafür entschädigt das Ladecase mit guter Akkukapazität, die für 20 Stunden zusätzlicher Ausdauer bei den In-Ears sorgt. Diese halten mit einer Ladung bis zu vier Stunden durch und gehören so zu den besten in unserem Testfeld.

JBL Free X

Die JBL Free X bieten gute Alltagsqualitäten, nur der Klang hat uns nicht ganz überzeugt
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Da Schweiß den JBL Free X nichts ausmacht, sind sie gut für sportliche Aktivitäten geeignet. Zudem machen sie einen robusten Eindruck. Gut gefallen hat uns die simple Bedienung: Mit jeweils einem großen Druckknopf rechts und links lassen sich einfache Funktionen wie das Ein- und Ausschalten, Titelüberspringen, Musikanhalten und Anrufannahme ausführen. Leider kann die Lautstärke nur am Smartphone reguliert werden.

Eine Smartphone-App wird zwar nicht angeboten, schmerzlich vermisst haben wir sie nicht. Sinnvoll wäre sie vor allem für zukünftige Software-Updates.

Etwas enttäuscht waren wir hingegen beim Sound. Generell klingen die JBL nicht schlecht. Für unseren Geschmack sind die Höhen aber zu überpräsent. Das wird besonders bei höheren Lautstärken deutlich, indem sie sehr spitz rüberkommen und so auch leichter zum Verzerren neigen. Schade, aber da hat es JBL mit der transparenten Abstimmung ein wenig übertrieben. Wer jedoch ein helles Klangbild ohne wuchtige Bässe mag, könnte sie durchaus mögen.

Insgesamt sind die JBL für rund 113 Euro ein faires Angebot, mit sehr guter Ausdauer und robuster Anmutung.

Vorteile

+ robust

+ liegen bequem und sicher im Ohr

+ sehr gute Knopf-Bedienung (bis auf die Lautstärke)

+ gegen Schweiß und Regen resistent

+ sehr gute Ausdauer

Nachteile

– etwas zu helle Klangabstimmung

– keine Smartphone-App

– klobiges Ladecase

Zolo Liberty +

Haben uns positiv überrascht: die günstigen Zolo Liberty+
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Zolo Liberty+

Im Vergleich zu den anderen Kandidaten wirken die Zolo Liberty+ für mittlerweile 110 Euro wie ein Schnäppchen. Nur die Nokia-In-Ears sind günstiger. Dafür bieten die Zolo eine sensationelle Akkukapazität im Ladeetui. Während schon die günstigere Zolo-Liberty-Version eindrucksvolle 24 Stunden Energie liefern, werden bei den Liberty + sensationelle 48 Stunden versprochen. Die In-Ears selbst halten etwa 3 Stunden durch.

Die Zolo-In-Ears sind zwar etwas einfacher konstruiert, was aber nicht unbedingt von Nachteil ist. Wo die Konkurrenz ein Touch-Bedienfeld anbietet handelt es sich bei den Liberty+ nur um ein Fläche zum Drücken. Doch dadurch erhält man immer ein klares Feedback. Langes halten rechts bewirkt einen Titelsprung von vorn. Langes Halten links bewirkt einen Titelsprung zurück. Ein Klick Stopt die Musik, ein weiterer setzt sie fort. Ein Doppelklick aktiviert Siri. Das alles ist einfach, aber effektiv.

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Bei diesem Preis waren wir besonders auf die Klangqualität gespannt. Und staunten nicht schlecht, wie druckvoll und unterhaltsam die Zolo Liberty+ unsere Musik wiedergegeben haben. Sie klangen zwar nicht so sauber und ausgewogen wie die Sony-In-Ears und auch nicht so fein wie die von Bang and Olufsen, doch für den Preis von 110 Euro fanden wir die Klangqualität erstaunlich gut. Vor allem wer saftigen Bass mag, der wird hier bedient.

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Enttäuschend war leider der Sitz im Ohr. Mit keinem der gelieferten Ohrpassstücke gelang uns ein sicherer Sitz. Zwar hielten sich die Zolos selbst beim Joggen im Ohr, aber glitten mit der Zeit leicht heraus, was nicht vertrauenserweckend auf uns wirkte. Man kann hier aber auch mit Ohrpassstücken aus dem Zubehörhandel experimentieren.

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Auch das Ladeetui wirkte im Vergleich zu der Konkurrenz etwas verspielter und kratzempfindlicher. Zudem ist es relativ schwer aufgrund der großen Akkukapazität. Dennoch: die Zolo Liberty+ bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, wenn man sich an dem klobigen Design nicht stört.

Vorteile

+ gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

+ guter Klang mit kräftigen Bässen

+ Ladeetui mit höchster Kapazität

+ einfache, zuverlässige Bedienung

+ Transparenz-Modus zuschaltbar

Nachteile

– sitzen mit den mitgelieferten Passstücken nicht optimal im Ohr

– klobiges Design der In-Ears

– schweres Lade-Etui

– magnetischer Schließmechanismus öffnet sich zu leicht