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True-Wireless-Kopfhörer

OnePlus Buds Z2 im Test – da ist Wumms dahinter

OnePlus Buds Z2 mit Noise Cancelling im Test
OnePlus Buds Z2 mit Noise Cancelling im TestFoto: TECHBOOK

Mit den Buds Z2 hat OnePlus weitere In-Ear-Kopfhörer vorgestellt. Optisch lehnen sie an die Buds Pro an, die seit Anfang August verfügbar sind. Wie ihre Vorgänger, die OnePlus Buds Z, sind die Z2 aber deutlich günstiger. Hört man ihnen das an? Das verrät TECHBOOK im ersten Test.

Die OnePlus Z2 werden in den zwei Farben Schwarz und Weiß angeboten. Beide Versionen sind ab 20. Dezember in Deutschland verfügbar. Die UVP liegt bei 99 Euro. Damit bewegen sich die True-Wireless-Kopfhörer im mittleren Preissegment.

Design und Tragekomfort

Optisch scheint es derzeit zwei Trends bei In-Ear-Kopfhörern zu geben: Entweder mit Stil, ähnlich wie die AirPods, oder aber als Stöpsel, wie es Samsung bei seinen Galaxy Buds handhabt. Die OnePlus Buds Z2 orientieren sich am Vorbild der AirPods, haben also einen Stil, der aber recht kurz ausfällt. Somit sind die Kopfhörer recht dezent, wenn sie im Ohr sitzen. Im Test war der Sitz sehr angenehm, was auch daran liegt, dass sich das Ohrstück aus Silikon gegen größere oder kleinere Alternativen austauschen lässt. Sie sind Teil des Lieferumfangs. Auch nach langem Tragen empfanden wir sie zu keiner Zeit als störend oder drückend.

Transportiert und geladen werden die kleinen Kopfhörer im Case. Dieses ist in hochglänzendem Plastik gestaltet und entsprechend leicht. Die längliche Form kennen wir bereits von den Buds Z. Unser Testexemplar kam in der Farbe Schwarz, was schlicht und gleichzeitig elegant wirkt. Insgesamt macht das Case der OnePlus Buds Z2 einen guten und stabilen Eindruck, erscheint qualitativ aber nicht so hochwertig wie das der Buds Pro (hier im Test).

Die Buds Z2 (links) im Vergleich mit den Buds Pro
Die Buds Z2 (links) im Vergleich mit den Buds ProFoto: TECHBOOK

Einrichtung und Bedienung

Da es sich um True-Wireless-Kopfhörer handelt, müssen die OnePlus Buds Z2 zunächst mit dem Smartphone verbunden werden, bevor man über sie Musik hören kann. In Verbindung mit einem Smartphone von OnePlus funktionierte das im Test dank Bluetooth 5.2 mit Fast Pairing ausgesprochen einfach. Auf dem Telefon ploppt eine Verbindungsanfrage auf, sobald man das Case der OnePlus Buds Z2 öffnet. Einfach bestätigen und die Verbindung ist hergestellt. Für alle anderen Telefone erfolgt die Kopplung über einen kleinen Knopf auf der Rückseite des Case oder alternativ über die HeyMelody-App, die OnePlus anbietet. Über sie lassen sich auch die Touchfelder konfigurieren oder ein Tragetest durchführen. Einmal gekoppelt verbinden sich die Kopfhörer sofort mit dem Smartphone, sobald man sie ins Ohr setzt.

Musik lässt sich direkt über die OnePlus Buds Z2 steuern. Auch Anrufe können Besitzer der Kopfhörer über die Ohrstöpsel annehmen oder ablehnen. Dafür reicht ein Tippen auf den flachen Part der Kopfhörer aus, der oberhalb des Stils sitzt. Mit einem einfachen Tippen lässt sich ein Song starten oder Pausieren. Zweimaliges Tippen springt hingegen zum nächsten Song, nimmt einen Anruf an oder beendet ihn. Das dreimalige Tippen auf den Kopfhörer lässt den Player zum vorherigen Song springen. Die Befehle lassen sich wie erwähnt in der App oder den Einstellungen anpassen. Letztere lassen sich über den Menüpunkt Bluetooth aufrufen. Hier sind die OnePlus Buds Z2 als verbundene Geräte gelistet. Klicken Sie auf das Zahnrad neben der Gerätebezeichnung und wählen Sie den Punkt „Kopfhörer“ aus.

Auch aktives Noise Cancelling (ANC) unterstützen die OnePlus Buds Z2. Aktivieren lässt sich die Funktion durch das Gedrückthalten des Touchfeldes auf den Kopfhörern für eine Sekunde. OnePlus spricht von einer Geräuschunterdrückung von bis zu 40 dB in der höchsten Stufe. Sie filtert vor allem eingängige Geräusche wie durchgehendes Brummen merkbar heraus. Plötzliche Geräusche werden weniger gut gefiltert, was aber in der Natur des Noise Cancelling liegt.

In den Einstellungen bzw. der HeyMelody-App lässt sich die Intensität der Geräuschunterdrückung auch auf ein mittleres Niveau herunterregeln. Das bietet sich an, wenn Nutzer sich nicht vollständig abschotten möchten. Auch ein Transparenz-Modus gibt es hier, der Außengeräusche zulässt, wenn man Musik hört. So kann der Träger nebenbei beispielsweise einem Gespräch folgen.

Lesen Sie auch: Over-Ear, On-Ear, In-Ear, Sport – den richtigen Kopfhörer finden

Sound und Akku

Für solch kleine Kopfhörer überzeugen die OnePlus Buds Z2 durch einen sehr guten Sound. Vor allem der tiefe Bass überraschte uns im Test, der sogar besser als bei den Sennheiser Momentum Wireless ist. Das liegt unter anderem daran, dass OnePlus in den Buds Z2 die gleichen 11-mm-Treiber verwendet wie in den Buds Pro. Musik bekommt dadurch einen ordentlich Wumms mit einer Tiefe, die man mögen muss. Auch der Einsatz eines einzelnen Ohrstöpsels ist unabhängig vom zweiten möglich. Leider verzichtet OnePlus auf individuelle Equalizer-Anpassungen. Wer die Tonausgabe also ändern möchte, schaut in die Röhre.

Die Kopfhörer lassen sich sehr laut stellen. Davon ist aber abzuraten, da die maximale Lautstärke nicht mehr wirklich gut für die Ohren ist. Leider verzichtet OnePlus weiterhin auf eine Lautstärkeregulierung über das Touchfeld. Nutzer müssen wie bei den Buds Pro also den Umweg über das Smartphone nehmen – unschön.

Genau wie bei vielen anderen True-Wireless-Kopfhörer können wir die Telefoniequalität nicht so gut bewerten. Zwar verstehen sich beide Gesprächspartner in vergleichsweise ruhiger Umgebung gut, bei Bewegung oder lauten Hintergrundgeräuschen beispielsweise in der Bahn oder durch rauschenden Wind sieht das aber anders aus.

In direktem Sound-Vergleich mit den OnePlus Buds Pro klingen die Z2 in einigen Sequenzen aber etwas dumpf. Das macht sich wie gesagt aber nur im Vergleich bemerkbar und dürfte anderenfalls kaum auffallen. Weniger gut hat uns dann aber gefallen, dass die Kopfhörer deutlich rauschen, wenn keine Musik abgespielt wird, sie also leise im Ohr sitzen. Dies liegt vermutlich am Noise Cancelling, das in solchen Fällen ausgeschaltet werden sollte – das schont auch die Batterie.

OnePlus Buds Z2 mit ihrem ovalen Ladecase
OnePlus Buds Z2 mit ihrem ovalen LadecaseFoto: TECHBOOK

Insgesamt gibt OnePlus für die Buds Z2 eine Laufzeit von bis zu 7 Stunden ohne ANC und bis zu 5 Stunden mit Geräuschunterdrückung an. Das Zwischenladen im Case eingeschlossen kommen die Kopfhörer auf eine Gesamtlaufzeit von maximal 38 bzw. 27 Stunden. Ist der 520-mAh-Akku im Case leer, lässt er sich dank Fast Charging schnell wieder aufladen. Zehn Minuten Ladezeit reicht für eine Abspielzeit von fünf Stunden. Eine volle Ladung des Case dauert etwa eineinhalb Stunden. Ein USB-C-Ladekabel liefert OnePlus mit, ein Netzteil fehlt im Lieferumfang der Buds Z2 jedoch. Wireless Charging unterstützen diese Modelle nicht – anders als die OnePlus Buds Pro.

Fazit zu den OnePlus Buds Z2

Die OnePlus Buds für 99 Euro setzen die Konkurrenz ganz schön unter Druck. Wer True-Wireless-Kopfhörer mit Noise Cancelling sucht, kann guten Gewissens zu diesem Modell greifen. Vor allem in den Tiefen liefern die Kopfhörer einen ausgesprochen guten Sound und auch auf Komfortfunktionen wie den Transparenz-Modus oder die Steuerung über die Touchflächen müssen Nutzer nicht verzichten. Abstriche gibt es dennoch: Die fehlenden Equalizer-Funktionen und Lautstärkeregelung über die Kopfhörer, das fehlende Wireless Charging und die Verarbeitung, die nicht an das Niveau der Buds Pro herankommt, sind hier die nennenswertesten. Allerdings kosten die OnePlus Buds Z2 auch keine 100 Euro. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist somit durchaus gut.

Vorteile:

  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • sehr guter Klang
  • Schutz-Case mit Schnellladefunktion
  • super Halt in den Ohren
  • sehr gute Akku-Laufzeit

Nachteile:

  • fehlende Lautstärkeregelung über Kopfhörer
  • kein Wireless Charging
  • Rauschen bei aktiviertem ANC
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