26. August 2026, 17:33 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten
Aktuell läuft auf vielen Fritzboxen und Fritz!Repeatern Fritz!OS 8.20. Doch schon jetzt arbeitet Fritz! (ehemals AVM) an der nächsten größeren Version. Mit Fritz!OS 8.50 steht ein umfangreiches Update in den Startlöchern, das neue Sicherheitsfunktionen, zusätzliche Smart-Home-Möglichkeiten, Netzwerkoptimierungen und weitere Verbesserungen für die MyFritz!App bringen soll. Erste Funktionen lassen sich bereits in einer öffentlichen Laborversion testen.
Fritz!OS 8.50 soll deutlich mehr bieten als frühere Updates
Bereits mit Fritz!OS 8.20 hatte Fritz zahlreiche Neuerungen eingeführt. Dazu gehörten unter anderem ein Online-Monitor zur Überwachung besonders datenintensiver Geräte im Heimnetz, ein Ausfallschutz bei Netzstörungen sowie Verbesserungen bei der Kindersicherung. Anschließend folgten mit Fritz!OS 8.24 und 8.25 weitere Updates. Diese sollten vor allem Probleme beheben, nachdem das große Update auf einigen Fritzbox-Modellen noch nicht ganz rund lief.
Bei Fritz!OS 8.50 verfolgt der Hersteller nun einen anderen Ansatz. Statt sich hauptsächlich auf Fehlerbehebungen und Stabilitätsverbesserungen zu konzentrieren, soll die neue Version zahlreiche zusätzliche Funktionen mitbringen. Eine davon können Besitzer einer Fritzbox 5690 Pro bereits testen. Das aktuelle DSL- und Glasfaser-Topmodell unterstützt im Fritz-Labor nun erstmals den Smart-Home-Standard Matter. Neben DECT-ULE und ZigBee kann die Fritzbox dadurch auch Matter-Geräte ins Smart Home aufnehmen.
Zusätzlich soll sich die Fritzbox 5690 Pro als Matter-Bridge nutzen lassen. Dadurch können Fritz-Smart-Home-Geräte einfacher mit Plattformen wie Apple Home, Google Home oder Amazon Alexa zusammenarbeiten.
Neuer DNS-Filter soll Werbung und Schadseiten blockieren
Zu den auffälligsten Neuerungen des Updates zählt ein DNS-Filter. Dieser kann auf Wunsch bekannte Schadsoftware-Seiten, Phishing-Angebote, Tracker und übermäßige Werbung blockieren. Die Filterung erfolgt nicht nur für einzelne Geräte, sondern für das gesamte Heimnetz.
Bislang waren Werbeblocker häufig auf bestimmte Webbrowser beschränkt und wurden vor allem am Computer eingesetzt. Mit dem neuen DNS-Filter soll die Filterung auch auf anderen Geräten greifen. Fritz! nennt hier ausdrücklich Smartphones und Smart-TVs. Nutzer können dafür frei verfügbare Sperrlisten verwenden.
Ebenfalls neu ist eine automatische Priorisierung wichtiger Netzwerkverbindungen. Die Fritzbox soll künftig selbst erkennen, wann bestimmte Anwendungen bevorzugt behandelt werden müssen. Das soll insbesondere bei Videokonferenzen und anderen Echtzeit-Anwendungen für eine stabilere Verbindung sorgen.
Wird eine Priorisierung aktiviert, zeigt die Fritzbox den Status direkt beim jeweiligen Netzwerkgerät in ihrer Benutzeroberfläche an. Die Anzeige bleibt dort bis zu 24 Stunden sichtbar. Zum Start steht die Funktion für die Fritzbox 5690 Pro sowie die Fritzbox 7690 zur Verfügung. Weitere Modelle sollen später folgen.
Mehr Möglichkeiten im Smart Home
Auch im Smart Home erweitert Fritz den Funktionsumfang. Künftig lassen sich Routinen mit mehreren Auslösern kombinieren. Darüber hinaus können Automatisierungen standortabhängig per Geofencing gestartet werden.
Bislang konnten Routinen lediglich durch Telefonanrufe oder durch das Eintreffen eines bestimmten Ereignisses ausgelöst werden. Künftig sind komplexere Abläufe möglich. Als Beispiel nennt Fritz! eine Automatisierung, bei der ein Fritz!Thermostat 302 eingeschaltet wird, sobald die Temperatur zu Hause unter einen festgelegten Wert fällt.
Durch die Matter-Unterstützung und die neue Matter-Bridge-Funktion soll außerdem die Zusammenarbeit mit anderen Smart-Home-Plattformen erleichtert werden. Fritz!-Geräte können dadurch einfacher mit den Ökosystemen von Apple, Google und Amazon verbunden werden.
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FritzFon und MyFritzApp erhalten neue Funktionen
Nicht nur das Smart Home soll von Fritz!OS 8.50 profitieren. Auch für das Fritz!Fon plant der Hersteller zusätzliche Funktionen. Neu ist ein „Einfacher Modus“, der eine reduzierte Oberfläche mit den wichtigsten Telefonie-Funktionen bereitstellt.
Teil des neuen Modus ist außerdem eine SOS-Funktion. Nutzer können dort bis zu vier Notfallkontakte hinterlegen. Im Ernstfall werden diese automatisch nacheinander angerufen.
Ausgebaut wird außerdem die My!FritzApp. Neu hinzu kommt der „Smart Check“. Die Funktion analysiert den Zustand von Fritzbox, Fritz!Repeater und weiteren Fritz!-Produkten innerhalb des Heimnetzes.
Anschließend liefert die App Hinweise und Lösungsvorschläge für verschiedene Bereiche. Dazu gehören WLAN, Internet, Telefonie, Smart Home und Sicherheit. So kann Smart Check beispielsweise auf fehlende Mesh-Verbindungen aufmerksam machen oder Empfehlungen zur besseren Absicherung des Heimnetzes ausgeben. Zusätzlich integriert Fritz! Service-Seiten und einen Chatbot direkt in die App.
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AVM veröffentlicht Fritz!OS 8.20 mit über 40 Neuerungen
Ausfallschutz künftig auch für Mobilfunk-Modelle
Von Fritz!OS 8.50 sollen auch Besitzer von Mobilfunk-Routern profitieren. Der Ausfallschutz „FritzFailsafe“ wird künftig auf entsprechende Geräte ausgeweitet. Die Funktion wurde bereits mit Fritz!OS 8.20 eingeführt. Sie sorgt dafür, dass bei einem Ausfall der Festnetzverbindung automatisch auf eine Mobilfunkverbindung gewechselt wird. Voraussetzung ist bislang ein mobilfunkfähiges Gerät, das per USB angeschlossen wird.
Künftig sollen Mobilfunkmodelle wie die Fritzbox 6860 5G und die Fritzbox 6825 4G erstmals einen Internetzugang über ihren LAN-Anschluss nutzen können. Auch diese Geräte sollen vom erweiterten Ausfallschutz profitieren.
Wann erscheint Fritz!OS 8.50?
Einen Veröffentlichungstermin für Fritz!OS 8.50 hat Fritz bislang nicht genannt. Der Hersteller stellt aktuell aber eine Laborversion bereit. Sie dient als öffentliche Testversion und ermöglicht einen ersten Blick auf kommende Funktionen.
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Nutzer können die neuen Features bereits ausprobieren und ihre Erfahrungen an die Entwickler zurückmelden. Wie bei allen Laborversionen handelt es sich jedoch um eine Beta-Version. Die Funktionen befinden sich noch in der Entwicklung und gelten daher nicht als vollständig ausgereift. Fritz! weist darauf hin, dass es zu Instabilitäten beim Betrieb der Fritzbox kommen kann. Deshalb empfiehlt der Hersteller, das eigene Profil vor dem Testen vorsorglich zu sichern.