Angebliche Google-Meldung lockt Nutzer in die Falle
Eine gefälschte Google-Warnung soll Nutzer auf eine betrügerische Phishing-Seite locken Foto: Getty Images
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Przemyslaw Szymanski
26. August 2026, 9:32 Uhr |
Lesezeit: 2 Minuten
Eine vermeintliche Sicherheitsmeldung von Google behauptet, über die eigene Telefonnummer seien massenhaft Spam-Nachrichten verschickt worden. Hinter der Warnung steckt jedoch nicht der Internet-Riese, sondern eine Betrugsmasche.
Plötzlich erscheint auf dem Smartphone eine Warnung mit Google-Logo. Darin heißt es, über die eigene Telefonnummer seien zahlreiche Spam-SMS verschickt worden. Die Meldung wirkt auf den ersten Blick seriös, stammt aber nicht von Google. Betrüger versuchen mit der gefälschten Seite, Verunsicherung zu erzeugen und Nutzer zu einer schnellen Reaktion zu bewegen.
Auf der Seite ist laut dem Faktencheck-Portal „Mimikama“ von 42 Beschwerden über Spam-Nachrichten die Rede. Zusätzlich werden angebliche Beispiele solcher Mitteilungen eingeblendet. Nutzer sollen angeben, ob sie die Nachrichten selbst verschickt haben. Die Auswahlmöglichkeiten „Ja“ und „Nein“ führen dabei tiefer in die Masche, statt bei der Klärung eines echten Sicherheitsproblems zu helfen.
Die Internetadresse entlarvt die falsche Google-Seite
Ein genauer Blick auf die Adresszeile zeigt, dass die Warnung nicht von Google kommt. Nach Angaben von Mimikama wird die betrügerische Seite über „pro.quicksala.com“ aufgerufen. Dabei handelt es sich nicht um eine offizielle Google-Domain. Das eingeblendete Google-Logo soll der Seite lediglich einen vertrauenswürdigen Anstrich geben.
Auch weitere Merkmale sprechen gegen eine echte Sicherheitsmeldung. So bleibt unklar, welches Google-Konto überhaupt betroffen sein soll. Ein Impressum, Datenschutzinformationen und Hinweise auf einen offiziellen Support fehlen ebenfalls. Statt nachvollziehbare Details bereitzustellen, drängt die Seite zu einer möglichst schnellen Entscheidung.
Wer die gefälschte Meldung sieht, sollte keine der angezeigten Schaltflächen auswählen. Mimikama empfiehlt, die Seite sofort zu schließen und den Link nicht weiterzuleiten. Ob tatsächlich ein Problem mit dem eigenen Konto besteht, lässt sich ausschließlich über die offizielle Google-Webseite oder die Google-App überprüfen.
Wurden auf der betrügerischen Seite bereits persönliche Daten eingegeben, sollte das Google-Passwort möglichst schnell geändert werden. Zusätzlich empfiehlt Mimikama, die Zwei-Faktor-Authentifizierung einzuschalten. Dabei wird beim Anmelden neben dem Passwort eine weitere Sicherheitsabfrage verlangt, wodurch das Konto besser vor unbefugten Zugriffen geschützt werden kann.
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