Amazon baut Alexa+ aus! So sollen vernetzte Geräte intelligenter werden
Alexa+ soll künftig deutlich mehr Funktionen vernetzter Geräte direkt per Sprachbefehl steuern können Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS
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Przemyslaw Szymanski
29. Juli 2026, 13:13 Uhr |
Lesezeit: 3 Minuten
Sprachassistenten sollen Aufgaben im Alltag einfacher machen. In der Praxis stoßen sie bei komplexeren oder ungenau formulierten Anfragen aber oft an ihre Grenzen. Genau hier setzt Alexa+ an. Die KI-gestützte Sprachassistentin von Amazon befindet sich in Deutschland weiterhin im Beta-Status und soll Anfragen besser verstehen sowie passender umsetzen. Jetzt hat Amazon eine weitere Neuerung angekündigt, die den Funktionsumfang deutlich erweitern soll.
Hersteller können zusätzliche Funktionen freigeben
Die Neuerung richtet sich zunächst an Hersteller vernetzter Haushaltsgeräte. Amazon stellt ihnen ein neues KI-gestütztes Werkzeug zur Verfügung. Damit können sie auch Funktionen ihrer Geräte für Alexa+ zugänglich machen, die bisher nicht unterstützt wurden.
Dadurch müssen Nutzer nicht mehr selbst nach bestimmten Einstellungen suchen oder einen exakten Sprachbefehl kennen. Stattdessen sollen sie einfach beschreiben können, welches Ergebnis sie erreichen möchten. Alexa+ soll die Anfrage dann dem passenden Gerät und den richtigen Funktionen zuordnen.
Alexa+ wählt passende Einstellungen selbst aus
Wie das funktionieren kann, zeigt Amazon anhand einer Waschmaschine. Im Beispiel geht es um verschmutzte Fußballkleidung, die laut Etikett nur mit kaltem Wasser gewaschen werden darf.
Ist die Waschmaschine entsprechend eingebunden, soll Alexa+ selbst aus rund 30 verfügbaren Programmen die passende Kombination auswählen. Die Sprachassistenz kombiniert dabei eine Enzymaktivierung mit kaltem Wasser, einen zusätzlichen Spülgang und eine niedrige Schleuderdrehzahl.
Die erweiterte Anbindung von Geräten soll Alexa+ außerdem dabei helfen, persönliche Vorlieben zu erkennen. Auf dieser Grundlage könnte die Sprachassistentin passende Routinen vorschlagen.
Als Beispiel nennt Amazon eine vernetzte Kaffeemaschine, die automatisch das bevorzugte Getränk zubereitet, sobald morgens der Wecker klingelt. Nach Angaben des Unternehmens richteten Kunden nach dem Wechsel zu Alexa+ doppelt so viele Routinen ein und verbanden mehr bereits vorhandene Geräte. Zudem stieg die Nutzung von Smart-Home-Funktionen im ersten Monat um fast 50 Prozent.
Zu den ersten Unternehmen, die das neue Werkzeug einsetzen möchten, gehören Bosch, Ecovacs, iRobot, Whirlpool, Tapo und Eufy.
Die neuen Möglichkeiten sollen jedoch nicht nur auf Haushaltsgeräte beschränkt bleiben. Über das Model Context Protocol (MCP) möchte Amazon auch externe Dienste leichter mit Alexa+ verknüpfen. Die zunächst als Vorschau verfügbaren Funktionen werden unter anderem mit Priceline, Viator, Virgin Atlantic, Lyft, FlixBus und Greyhound getestet.
Dadurch könnten Nutzer beispielsweise Hotels suchen, Empfehlungen erhalten und Buchungen direkt im Gespräch abschließen. Die Bezahlung erfolgt auf Wunsch über die im Amazon-Konto hinterlegte Zahlungsart.
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