Neue Sicherheitsregeln bei Samsung! Was sich für Smart-TV-Nutzer ändert
Üble Überraschung für Fernsehfans Foto: Getty Images
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Mats Pache
12. August 2026, 9:37 Uhr |
Lesezeit: 2 Minuten
Smart-TVs sind längst mehr als nur Geräte zum Fernsehen. Sie bieten Apps, Spiele und zahlreiche Online-Funktionen. Genau diese Offenheit kann allerdings auch ein Sicherheitsrisiko darstellen. Samsung reagiert deshalb auf Hinweise von IT-Sicherheitsforschern und kündigt strengere Regeln für Anwendungen in seinem TV-App-Store an.
Auslöser sind Untersuchungen des Cybersicherheitsunternehmens „Mnemonic“. Die Experten fanden in einzelnen Apps Funktionen, die auf den ersten Blick nicht erkennbar waren. Nach ihren Angaben könnten bestimmte Anwendungen Samsung-Fernseher zu sogenannten Residential Proxys machen.
Dabei wird die Internetverbindung eines privaten Haushalts genutzt, um Datenverkehr anderer Personen oder Systeme weiterzuleiten. Für Cyberkriminelle kann das interessant sein, weil sich dadurch die Herkunft von Aktivitäten im Netz verschleiern lässt. Die eigentlichen Aktionen laufen dann scheinbar über einen gewöhnlichen Internetanschluss.
Besonders bemerkenswert ist laut den Forschern, dass solche Funktionen nicht direkt nach der Installation aktiv sein müssen. Sie können zunächst unauffällig im Hintergrund vorhanden sein und erst später eingeschaltet werden.
Samsung hat inzwischen reagiert und Gegenmaßnahmen angekündigt. Künftig sollen Apps nicht mehr zugelassen werden, wenn sie die Internetverbindung von Nutzern mit Dritten teilen können. Darüber hinaus plant der Hersteller strengere Vorgaben für Entwickler und eine genauere Prüfung von Anwendungen.
Mit den neuen Regeln will Samsung das Risiko reduzieren, dass Smart-TVs für fremde Zwecke missbraucht werden können.
Die Sicherheitsfrage beschränkt sich offenbar nicht auf einen einzelnen Hersteller. Bereits im Juli hatte auch LG angekündigt, ähnliche Maßnahmen einzuführen. Ziel ist es, potenziell problematische Funktionen in TV-Apps frühzeitig zu erkennen und Kunden besser zu schützen.
Für die Besitzer der Fernseher bedeutet das vor allem mehr Sicherheit im Alltag. Denn die meisten Menschen überwachen ihren Netzwerkverkehr nicht kontinuierlich. Genau deshalb können versteckte Hintergrundprozesse oft lange unbemerkt bleiben.
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