28. Januar 2026, 13:15 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Der Februar 2026 bringt gleich mehrere Veränderungen, die viele Menschen direkt spüren werden – im Portemonnaie, auf Reisen und im Alltag. Neue Regeln für Solarstrom, ein historischer Währungswechsel in Europa und diverse Dienste, die eingestellt werden, fallen in denselben Monat. Was sich konkret ändert und worauf Verbraucher sich einstellen sollten, fasst der Überblick zusammen.
Einspeisevergütung für Solarstrom sinkt
Zum 1. Februar 2026 verringert sich die Einspeisevergütung für neu in Betrieb genommene Photovoltaikanlagen um ein Prozent. Die Reduktion betrifft sowohl kleine Anlagen bis 10 Kilowatt-Peak (kWp) als auch größere bis 100 kWp. Bei Volleinspeisung erhalten Neuanlagen bis 10 kWp künftig 12,34 Cent statt bisher 12,47 Cent pro Kilowattstunde (kWh), bei Teileinspeisung sind es 7,78 Cent statt 7,86 Cent.
Für Anlagen mit 10 bis 40 kWp sinkt die Vergütung bei Volleinspeisung von 10,45 auf 10,35 Cent pro kWh, bei Teileinspeisung von 6,80 auf 6,73 Cent. Anlagen mit 40 bis 100 kWp erhalten künftig 10,35 Cent bei Volleinspeisung (vorher 10,45) beziehungsweise 5,50 Cent bei Teileinspeisung (vorher 5,56 Cent). Die nächste Absenkung folgt am 1. August 2026.
ChatGPT startet Werbung
Ab Februar könnten Verbraucher erstmals Anzeigen in ChatGPT sehen. Werbung ist sowohl in der Gratisversion als auch im günstigsten Abo „ChatGPT Go“ geplant, während teurere Tarife werbefrei bleiben. Monetarisieren möchte OpenAI offenbar Impressionen nach dem aus Social Media bekannten Modell; eine feste Preisstruktur existiert aber bislang nicht. Mangels eigener Buchungsplattform setzt OpenAI vorerst auf direkte Partnerschaften, arbeitet aber bereits an einer dedizierten Lösung, wie TECHBOOK berichtete.
Neue Währung in Bulgarien
Ebenfalls zum 1. Februar wird der Euro in Bulgarien zum alleinigen gesetzlichen Zahlungsmittel. Der Lew, der seit Jahresbeginn schrittweise ersetzt wurde, verschwindet damit vollständig aus dem Zahlungsverkehr. Der feste Wechselkurs beträgt 1,95583 Lew pro Euro – derselbe Kurs wie beim Übergang von der D-Mark zum Euro. Für Reisende entfallen künftig Umtauschgebühren, auch Kartenzahlungen werden erleichtert.
Microsoft Lens wird eingestellt
Microsoft stellt seine beliebte Scanner-App Microsoft Lens endgültig ein. Wie aus einem Support-Dokument hervorgeht, wird die App am 9. Februar aus dem Apple App Store und dem Google Play Store entfernt. Verbraucher können zwar noch bis zum 9. März 2026 neue Dokumente scannen, danach ist die Funktion vollständig deaktiviert. Bereits installierte Versionen lassen sich anschließend nur noch zum Anzeigen vorhandener Scans nutzen – vorausgesetzt, Nutzer sind mit dem zuletzt verwendeten Microsoft-Konto angemeldet. Eine gleichwertige Nachfolge-App bietet Microsoft nicht an.
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Word verliert Kindle-Anbindung
Ebenfalls den Rotstift hat Microsoft bei einer Kindle-Funktion angesetzt. Das Unternehmen entfernt die Funktion „An Kindle senden“ aus Word. Ab dem 9. Februar steht Verbrauchern die direkte Übertragung von Word-Dokumenten auf Kindle-Geräte weder in den Desktop-Versionen für Windows und macOS noch in Word im Web zur Verfügung.
Einen offiziellen Grund nennt Microsoft nicht, Beobachter gehen jedoch von einer zu geringen Nutzung aus. Besonders schmerzhaft ist der Schritt für Nutzer, die bislang auf einen nahtlosen Workflow zwischen Word und Kindle gesetzt haben.
Sky-Sender wandern von Kabel ins Internet
Für viele Sky-Kunden im Vodafone-Kabelnetz ändert sich der Fernsehempfang grundlegend: Ab dem 10. Februar stellt Sky Deutschland einen Großteil seiner Programme von klassischem Kabelempfang (DVB-C) auf internetbasiertes Fernsehen (IPTV) um. Betroffen sind ausschließlich Sky-Abonnenten im Vodafone-Kabelnetz. Zahlreiche zum Abo gehörende Sender sind dann nur noch über das Internet empfangbar, wofür ein internetfähiger Sky-Q- oder Sky-Stream-Receiver erforderlich ist.
Sky informiert die Kunden derzeit über die Umstellung und bietet Nutzern älterer Geräte den Wechsel auf moderne Empfangsboxen an. Wer bereits eine kompatible Box mit Internetanbindung nutzt, wird die Umstellung kaum bemerken.
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Diese Neuerungen für Verbraucher treten im August in Kraft
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Aus für Setapp Mobile
Der alternative iOS-App-Marktplatz Setapp Mobile wird am 16. Februar eingestellt und steht Verbrauchern nicht mehr zur Verfügung. Das von Macpaw 2024 in der EU gestartete Angebot sollte im Zuge der Öffnung von Apples iOS-Plattform eine Alternative zum App Store darstellen. Nach Angaben des Unternehmens machten jedoch „komplexe und sich ständig ändernde Geschäftsbedingungen“ von Apple einen wirtschaftlichen Betrieb unmöglich.
Mit der Schließung werden alle Apps aus dem Store entfernt, Inhalte sind anschließend nicht mehr zugänglich – Nutzer sollten ihre Daten daher rechtzeitig sichern. Ob es eine Entschädigung für Abonnenten geben wird, ist bislang offen.
Kurzer Monat, weniger Arbeitstage
Da 2026 kein Schaltjahr ist, endet der Februar regulär am 28. und umfasst rund 20 Arbeitstage. Trotz dieses kürzeren Monats steigt die Gesamtzahl der Arbeitstage im Jahr laut Statistischem Bundesamt auf durchschnittlich 250,5 Tage – 2,4 mehr als im Vorjahr.