10. Februar 2026, 10:27 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Für viele Sky-Kunden im Vodafone-Kabelnetz ändert sich der Empfang grundlegend. Zahlreiche Sender verschwinden aus dem klassischen Kabelsignal und wandern ins Internet. Gleichzeitig wächst das Programmangebot und Sky gewinnt neue technische Freiheiten. TECHBOOK hat die Details.
Sky Deutschland hat den klassischen Kabelempfang im Vodafone-Netz schrittweise auf internetbasiertes Fernsehen (IPTV) umgestellt. Ab sofort wird ein Großteil der zum Sky-Abonnement gehörenden Sender nicht mehr über das bisher genutzte DVB-C-Signal verbreitet, sondern ist ausschließlich über IPTV empfangbar. Dies betrifft ausschließlich Kunden, die Sky über das Vodafone-Kabelnetz nutzen.
Um die betroffenen Programme weiterhin empfangen zu können, ist ein internetfähiger Sky-Q- oder Sky-Stream-Receiver erforderlich. Nutzer älterer Empfangsgeräte wurden zuvor angeschrieben und erhielten Angebote zum Wechsel auf moderne Sky-Boxen. Wer bereits ein kompatibles Gerät mit Internetanbindung nutzt, wird die Umstellung jedoch nicht bemerken.
IPTV bringt neue Sender – und Vorteile für Sky
Im Zuge der Umstellung erweitert Sky das Senderangebot für Vodafone-Kunden. Sechs Programme, die bislang nur für Satellitenkunden verfügbar waren, werden nun auch im Kabelnetz via IPTV eingespeist. Dabei handelt es sich um:
- Cartoon Network
- Crime+Investigation
- Heimatkanal
- Jukebox
- Motorvision+
- Nicktoons
Darüber hinaus werden ab dem 3. März folgende Programme von SD auf HD aufgewertet: Cartoonito, History Channel, Nick Junior, RomanceTV, WarnerTV Comedy und WarnerTV Film.
Nicht alle Sender sind von der Umstellung betroffen. Sky bestätigte „Digitalfernsehen“, dass vor allem die Sky-Sport-Sender, inklusive der UHD-Version von Sky Sport, weiterhin klassisch über das Kabelnetz empfangbar bleiben.
Das Unternehmen verfolgt mit der IPTV-Strategie einen konsequenten Weg, der bereits 2025 mit der Umstellung des Senders Nat Geo Wild begann. IPTV ermögliche laut Sky größere Flexibilität, zusätzliche Kapazitäten und technische Neuerungen wie interaktive Formate oder alternative Kameraperspektiven.
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Vodafone räumt das Frequenzspektrum
Die Umstellung bei Sky erfolgt im Rahmen einer größeren Frequenzneuordnung durch Vodafone. Das Unternehmen hatte im September 2025 angekündigt, das bundesweit fragmentierte Frequenzspektrum zu vereinheitlichen, um höhere Internetgeschwindigkeiten ohne größere Investitionen zu ermöglichen.
DVB-C beansprucht im Kabelnetz breite Frequenzbereiche, während IPTV nur bei aktiver Nutzung Bandbreite benötigt. Die durch die TV-Umstellung frei werdenden Bereiche – insbesondere im Spektrum bei 330 MHz – sollen künftig für DOCSIS-3.1 mit OFDM-Modulation verwendet werden. Hierbei handelt es sich um einen modernen Übertragungsstandard für Kabel-Internet über Koaxialkabel. Er wird von Kabelnetzbetreibern eingesetzt, um sehr hohe Datenraten und eine stabilere Verbindung zu ermöglichen. Vodafone plant den Abschluss dieser Maßnahme bis Mitte 2026.