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Ab Februar

ChatGPT soll demnächst Werbung anzeigen

Logo von ChatGPT auf einem Smartphone
ChatGPT soll zeitnah Werbung erhalten Foto: Getty Images
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Woon-Mo Sung
Redakteur

22. Januar 2026, 12:56 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Eigentlich kursiert der Plan von OpenAI, bei ChatGPT Werbung anzuzeigen, bereits seit Ende 2024. Bislang hat man diesen nicht in die Tat umgesetzt. Doch einem neuen Bericht zufolge macht das Tech-Unternehmen jetzt ernst. Zahlreiche Nutzer könnten deswegen bereits sehr zeitnah erste Anzeigen ausgespielt bekommen.

OpenAI sucht Partner für Werbung in ChatGPT

Das berichtet jetzt „The Information“. Demnach sucht OpenAI aktiv nach Partnern, damit bei ChatGPT ihre Werbung erscheint. Angeblich fordere das Unternehmen potenzielle Werbekunden dazu auf, sich für Investitionen in Höhe von mindestens einer Million US-Dollar zu verpflichten. Ab Februar sollen die ersten Anzeigen erscheinen.

Dies soll sowohl in der Gratisversion geschehen als auch im günstigsten Abo-Tarif namens ChatGPT Go. Teurere Abos sollen hingegen weiter werbefrei bleiben. Konkret will OpenAI Impressionen monetarisieren: Wenn ein Nutzer der KI eine Anzeige sieht, soll der Werbetreiber dafür bezahlen, ähnlich wie es auch bei Social Media funktioniert. Eine exakte Preisstruktur über die einzelnen Werbekosten gibt es derzeit nicht.

Auch existiert noch keine dedizierte Plattform oder ein Werbebuchungssystem. Aktuell müssen interessierte Unternehmen eine direkte Partnerschaft mit OpenAI eingehen. Das ist allerdings nur eine vorübergehende Lösung, an einer Plattform arbeitet man bereits.

Werbung wird auch personalisiert

Der offiziellen Verkündung gingen Mutmaßungen voraus, zumal es Anzeichen für entsprechende Testläufe gegeben hat. Die Werbung bei ChatGPT soll klar als solche erkennbar sein und sich von Antworten im Gespräch abheben. Auch sollen Nutzer personalisierte Anzeigen zu sehen bekommen.

OpenAI verspricht jedoch, keine Daten an Werbetreibende weiterzuverkaufen. Ferner können Nutzer jederzeit die Personalisierung und dafür verwendete Daten löschen. Wichtig festzuhalten ist auch: Werbung soll Antworten von ChatGPT nicht beeinflussen.

Wie bei ChatGPT die Werbung genau aussehen wird, bleibt abzuwarten. Vorstellbar wäre jedoch, dass man zum Beispiel nach Empfehlungen für Fernseher fragt und entweder erst eine neutrale Antwort und dann eine Anzeige sieht, oder sogar direkt eine Werbung erhält. Da ChatGPT neuerdings in den USA über eine integrierte Kauf-Funktion verfügt, müssten Nutzer in Zukunft die App nicht mehr verlassen. Ob und wann dieses Feature nach Deutschland kommt, ist aber noch nicht bekannt.

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