16. Januar 2026, 18:09 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Mit der Öffnung der iOS-Plattform für alternative App-Marktplätze in der EU präsentierte Macpaw 2024 mit dem Setapp Mobile direkt einen Rivalen zu Apples App Store. Apples komplexe Geschäftsbedingungen setzten dem Anbieter jedoch zu und die Lockerung der Ansprüche kam zu spät. Nächsten Monat ist deshalb Schluss.
Der alternative App-Marktplatz Setapp Mobile von Macpaw wird am 16. Februar 2026 geschlossen. Die Plattform wurde als Alternative zum App Store von Apple in der EU eingeführt. Aufgrund der „komplexen und sich ständig ändernden Geschäftsbedingungen“ von Apple ist ein wirtschaftlicher Betrieb laut Macpaw jedoch nicht mehr möglich. Nutzer sollten ihre Daten vor der Schließung sichern, da danach alle Apps entfernt werden und die Inhalte nicht mehr zugänglich sind. Ob eine Entschädigung der Kunden erfolgt, ist derzeit unklar.
Funktionsweise des Abomodells
Setapp Mobile stellte Apps ausschließlich im Abonnement zur Verfügung. Nutzer mussten eine monatliche Gebühr entrichten, um die Anwendungen weiterhin nutzen zu können. Bei ausbleibender Zahlung war die Nutzung der Apps nicht mehr möglich. Das Angebot für das iPhone war begrenzt, während Setapp auf dem Mac mit einer größeren Auswahl an Software erfolgreich blieb.
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Einfluss der EU-Regulierungen
Mit dem Digital Markets Act erlaubte Apple in der EU erstmals das Sideloading von Apps. Alternative Anbieter wie Setapp müssen jedoch strenge Auflagen einhalten. Bis Ende 2025 galt eine Core Technology Fee von 50 Cent pro Download und Update. Seit Anfang des Jahres wurde dies durch ein Provisionsmodell ersetzt. Für Setapp Mobile kam diese Änderung jedoch zu spät, um den Betrieb wirtschaftlich sinnvoll fortzuführen.