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Am 9. Februar

Microsoft stellt App für iOS und Android ersatzlos ein

Lens war eine der beliebtesten Apps aus dem Hause Microsoft
Lens war eine der beliebtesten Apps aus dem Hause Microsoft Foto: SOPA Images/LightRocket via Getty Images
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Adrian Mühlroth
Redakteur

6. Februar 2026, 10:26 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Seitdem Microsoft keine eigenen Smartphones mehr herstellt, konzentriert sich das Unternehmen auf die Entwicklung von Apps für iOS und Android. Als Erweiterung für die klassischen Office-Apps konnten Nutzer bislang Microsoft Lens zum Scannen von Dokumenten verwenden. Mit dem endgültigen Aus der App fällt diese Möglichkeit weg – eine vollwertige Alternative bietet Microsoft jedoch nicht.

Zeitplan für das Aus der App

Microsoft hat in einem Support-Dokument die Einstellung der Lens-App zum 9. Februar 2026 angekündigt. Allerdings gibt der Konzern Nutzern noch eine Übergangsfrist: „Sie können dokumente [sic] in der App bis zum 9. März 2026“ weiter scannen. Ab diesem Datum ist es nicht mehr möglich, neue Scans mit Microsoft Lens zu erstellen.

Zwar entfernt Microsoft am 9. Februar die App aus Apples App Store und dem Google Play Store. Wer sie aber bereits davor auf einem iPhone oder Android-Smartphone installiert hat, kann sie danach noch weiterverwenden, um frühere Scans einzusehen. Das Unternehmen weist aber darauf hin, dass Nutzer mit dem „letzten aktiven Konto in der Microsoft Lens-App angemeldet sein“ müssen, damit sie auf ihre Scans zugreifen können.

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Microsoft empfiehlt eigene Lens-Alternative

Microsoft empfiehlt künftig die Nutzung von OneDrive zum Scannen von Dokumenten. Der Cloud-Dienst bietet eine integrierte Scanner-Funktion, die über das Plus-Symbol am unteren Rand der App erreichbar ist.

Ein wichtiger Unterschied zu Microsoft Lens, weshalb OneDrive für viele kein richtiger Ersatz sein dürfte: Scans lassen sich in OneDrive nicht lokal auf dem Gerät sichern. Stattdessen lädt die App gescannte Dokumente ausschließlich in den Cloud-Speicher des jeweiligen Kontos.

Die Funktion ist damit stärker in das Cloud-Konzept von Microsoft eingebunden. Für Nutzer, die ihre Dokumente ausschließlich lokal speichern möchten, ist das eine Einschränkung.

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Lens war bei Nutzern beliebt

Die App startete 2014 unter dem Namen Office Lens für Windows Phone. Später folgten Versionen für Android und iOS. Im Jahr 2021 erfolgte die Umbenennung in Microsoft Lens. Aktuell ist die App mit 4,7 Sternen im Play Store und 4,8 Sternen im App Store unter den bestbewerteten Microsoft-Apps überhaupt. Die einfache Bedienung, das lokale Speichern und die direkte Einbindung zur Weiterverarbeitung in den Microsoft-Office-Apps wurden in den Bewertungen gelobt.

Allerdings zeichnete sich in den vergangenen Jahren bereits ab, dass viele Nutzer nicht mit dem Kurs des Unternehmens einverstanden sind, alle Apps und Dienste an einen Microsoft-Account zu knüpfen. Ein Nutzer berichtete, dass sich die App automatisch mit dem Microsoft-Teams-Account von der Arbeit verbunden habe und damit alle persönlichen Scans auch für seine Mitarbeiter erscheinen. Ein anderer schrieb, dass das lokale Speichern von PDF-Dateien nach einem Update nur mit Cloud-Anbindung an die sogenannten „Verbundenen Erfahrungen“ in Microsoft 365 möglich war.

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