25. Mai 2026, 8:09 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Amazon baut sein Logistikgeschäft deutlich weiter aus. Bislang nutzte der Konzern sein Netzwerk vor allem für den Versand von Bestellungen aus dem eigenen Online-Handel. Jetzt öffnet das Unternehmen den Service auch für andere Firmen. Damit könnte der Druck auf große Logistikunternehmen weiter steigen.
Amazon bietet den neuen Dienst unter dem Namen „Amazon Supply Chain Services“ an. Unternehmen können ihre Waren künftig über Amazon verschicken lassen, auch wenn sie ihre Produkte gar nicht über den Amazon-Marktplatz verkaufen. Der Konzern erweitert damit sein Geschäft deutlich über den eigenen Online-Handel hinaus.
Amazon übernimmt Transporte auf vielen Wegen
Der Konzern beschränkt sich dabei nicht nur auf den klassischen Paketversand an Endkunden. Amazon organisiert nach eigenen Angaben auch umfangreiche Transporte für Unternehmen. Dazu zählen etwa Lieferungen von Rohmaterialien für die industrielle Weiterverarbeitung.
Das Angebot reicht vom Versand einzelner Pakete bis hin zu großen Transporten mit Sattelschleppern. Auch Transporte per Flugzeug oder Schiff gehören dazu. Damit deckt Amazon zahlreiche Bereiche ab, die bislang häufig von Speditionen übernommen werden. Der Dienst richtet sich allerdings ausschließlich an Geschäftskunden. Privatpersonen können aktuell keine Pakete über das Angebot verschicken.
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Amazon bietet auch Lagerung und komplette Abwicklung
Neben dem eigentlichen Transport übernimmt Amazon auf Wunsch weitere Aufgaben. Unternehmen können ihre Produkte bei Amazon lagern und anschließend durch den Konzern verschicken lassen. Voraussetzung dafür ist, dass die Waren zusätzlich auch über Amazon verkauft werden.
Der Konzern kann dabei die gesamte Versandabwicklung übernehmen. Dazu gehören das Verpacken der Produkte und die Auslieferung an Kunden. Falls nötig, kümmert sich Amazon außerdem um die Zollabfertigung bei Importen.
Bemerkenswert ist dabei, dass sich das Angebot auch an Händler richtet, die eigentlich mit Amazon konkurrieren. Damit versucht das Unternehmen offenbar, seine Logistik stärker als eigenständigen Geschäftsbereich auszubauen.
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Noch viele offene Fragen zum Angebot
Bislang nennt Amazon keine genauen Informationen dazu, welche Leistungen in welchen Ländern verfügbar sein werden. Trotzdem dürfte der Schritt die Logistikbranche weiter unter Druck setzen.
Schon in den vergangenen Jahren hatte Amazon mit dem Ausbau eigener Lieferstrukturen für Unruhe gesorgt. Durch die Öffnung des Netzwerks für andere Unternehmen könnte sich dieser Effekt nun noch verstärken. Vor allem etablierte Anbieter wie DHL und Hermes dürften den Ausbau des Amazon-Angebots genau beobachten.