20. Januar 2026, 17:35 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Hermes dreht erneut an der Preisschraube. Ab 2. März 2026 wird der private Paketversand teurer. Betroffen sind vor allem kleinere Sendungen innerhalb Deutschlands sowie ausgewählte Versandoptionen ins EU-Ausland.
Das geht aus aktuellen Angaben des Paketdienstleisters hervor. Bereits im Frühjahr 2025 hatte Hermes die Preise zuletzt erhöht. Wer privat Pakete verschickt, muss sich damit auf höhere Kosten einstellen. Die neuen Tarife gelten für online erstellte Paketscheine, die anschließend in einem Hermes-Paketshop abgegeben werden.
Päckchen und kleine Pakete kosten mehr
Im innerdeutschen Versand steigen vor allem die Preise für kleine Formate. Das Hermes-Päckchen kostet künftig 3,99 Euro statt bisher 3,70 Euro. Für ein S-Paket werden ab März 4,89 Euro fällig, zuvor lag der Preis bei 4,50 Euro. Größere Paketklassen bleiben vorerst unverändert.
Wichtig ist dabei die Versandart: Die Preise steigen zwar für online gebuchte Paketscheine, doch die bleiben trotzdem weiterhin die günstigere Option. Wer das Paket an der Haustür abholen lässt oder den Schein direkt im Paketshop kauft, zahlt weiterhin höhere Tarife.
Auch EU-Sendungen werden teurer
Nicht nur innerhalb Deutschlands steigen die Preise. Auch beim Versand in bestimmte EU-Länder passt Hermes die Tarife an. In den EU-Zonen 1 und 2 erhöhen sich die Kosten für alle Paketgrößen.
Ein S-Paket kostet künftig 14,49 Euro statt bisher 13,99 Euro. Das M-Paket steigt von 15,49 auf 15,99 Euro, das L-Paket von 18,99 auf 19,49 Euro. Für weiter entfernte EU-Zonen bleiben die Preise zunächst unverändert.
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Hermes begründet Schritt mit steigenden Kosten
Zur Begründung verweist Hermes auf gestiegene Anforderungen und Kosten. Das Unternehmen hebt hervor, inzwischen Teil der kritischen Infrastruktur in Deutschland zu sein, wie sie vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik definiert wird. Zudem hätten regulatorische Vorgaben sowie Schwankungen im Versandaufkommen deutlich zugenommen.
Hermes-Germany-CEO Dennis Kollmann erklärt, dass die Branche zwar einen Teil der Kosten durch effizientere Prozesse und bessere Planung, etwa mithilfe von KI, abfedern könne. Die gestiegenen Ausgaben müssten jedoch teilweise weitergegeben werden, um auch künftig eine faire Bezahlung der Mitarbeiter sicherzustellen.
Preisvergleich bleibt aufwendig
Mit der erneuten Preiserhöhung dürften viele private Versender Alternativen prüfen. Ein direkter Vergleich mit anderen Paketdiensten ist allerdings schwierig. Die Anbieter unterscheiden sich teils deutlich bei Gewichtslimits, Paketmaßen, Zusatzleistungen und Haftung – selbst dann, wenn die Tarifbezeichnungen ähnlich klingen.
Wer Versandkosten sparen möchte, kommt daher nicht umhin, die Konditionen je nach Sendung genau zu vergleichen und individuell zu entscheiden, welcher Anbieter im jeweiligen Fall die günstigste Option bietet.