3. Juli 2026, 17:39 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten
Wer die Toniebox 2 nutzt, steht beim Thema Kopfhörer vor einer Besonderheit. Im Gegensatz zu früheren Geräten fehlt der klassische Klinkenanschluss. Kabelgebundene Modelle lassen sich nur noch über USB-C verbinden. Gleichzeitig war die Bluetooth-Funktion für Kopfhörer zum Zeitpunkt des Toniebox-2-Tests noch nicht nutzbar und wurde erst später per Software-Update freigeschaltet.
Inzwischen bietet Tonies einen eigenen kabellosen Kopfhörer an, der speziell für die Toniebox 2 entwickelt wurde. Besonders interessant dabei ist die besonders einfache Verbindung mit der Hörspielbox.
Tonies-Kopfhörer kostet rund 40 Euro
Der Kinderkopfhörer ist in Rot, Rosa, Himmelblau und Mondgrau erhältlich. Laut Hersteller ist die Lautstärke auf maximal 85 Dezibel begrenzt. Der Preis liegt bei rund 40 Euro.
Im Vergleich zu anderen Modellen für Kinder fällt das vergleichsweise günstig aus. Als Beispiel nennt der Hersteller die Tigerbuddies, die zusammen mit der Tigerbox verwendet werden können und knapp 60 Euro kosten. Während sich die Kopfhörer dort über ein Display per Bluetooth koppeln lassen, besitzt die Toniebox 2 keinen Bildschirm. Deshalb musste eine andere Lösung her.
Die Besonderheit des Tonies-Kopfhörers steckt in der linken Ohrmuschel. Dort befindet sich ein NFC-Chip. NFC steht für Near Field Communication und ermöglicht die Kommunikation zweier Geräte über kurze Distanzen.
Ist der Kopfhörer eingeschaltet, genügt es, ihn für einen Moment an die Toniebox 2 zu halten. Die Box erkennt das Gerät automatisch. Der LED-Ring zeigt die erfolgreiche Verbindung an. Zunächst leuchtet er blau, anschließend grün. Dadurch entfällt die Navigation durch Bluetooth-Menüs. Besonders für jüngere Kinder macht das die Nutzung deutlich einfacher.
Test mit Kindern unterschiedlichen Alters
Für den Test wurde der Kopfhörer mehrere Monate gemeinsam mit einer Fünf- und Dreijährigen genutzt. Ziel war es herauszufinden, ob auch sehr junge Kinder den Kopfhörer selbstständig verbinden und verwenden können. Ergänzend wurden mehrere Lautstärkemessungen durchgeführt.
Dabei zeigte sich zunächst ein Problem. Die NFC-Kopplung funktionierte trotz korrekter Anwendung nicht. Auch andere Bluetooth-Kopfhörer konnten nicht verbunden werden. Erst ein erzwungener Neustart der Toniebox 2 löste das Problem. Anschließend funktionierte die Verbindung wie vorgesehen.
Die Steuerung beschränkt sich auf das Wesentliche. Neben dem Einschaltknopf gibt es nur eine zusätzliche Taste für die Beleuchtung an den Ohrmuscheln.
Nach Herstellerangaben erreicht der Akku eine Laufzeit von bis zu 40 Stunden. Mit aktiver Beleuchtung sinkt dieser Wert auf rund 25 Stunden. Im Test musste der Kopfhörer mit eingeschaltetem Licht meist nach etwa zwei Wochen wieder geladen werden. Die tägliche Nutzung lag dabei zwischen 1,5 und 2 Stunden.
Verbindung auch mit anderen Geräten möglich
Der Kopfhörer lässt sich nicht ausschließlich mit der Toniebox 2 verwenden. Auch Smartphones und Tablets können verbunden werden. Nach dem Einschalten startet automatisch der Kopplungsmodus. Die Verbindung mit iPhone, iPad und anderen Geräten über Bluetooth funktionierte im Test problemlos.
Nach dem Neustart der Toniebox arbeitete auch die NFC-Funktion zuverlässig. Die Fünfjährige konnte dem knapp dreijährigen Kind erklären, wie die Verbindung hergestellt wird. Das jüngere Testkind verstand den Vorgang sofort und koppelte den Kopfhörer mehrfach erfolgreich mit der Box.
Eine Besonderheit besteht darin, dass die drahtlose Verbindung und eine Verbindung per USB-C gleichzeitig verwendet werden können. Dadurch lassen sich zwei Kopfhörer parallel betreiben. Einer kann kabellos verbunden sein, während der zweite per Kabel angeschlossen wird. Das kann vor allem für Geschwister auf längeren Fahrten praktisch sein, wenn beide denselben Tonie hören möchten.
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Klang und Lautstärke im Test
Am Kopfhörer selbst gibt es keine Tasten zur Lautstärkeregelung. Die Steuerung erfolgt über die Ohren der Toniebox. Im Test wirkte der Klang bei Musik und Hörspielen klar und ausgewogen. Lediglich bei den Bässen zeigte sich etwas Verbesserungspotenzial. In der Tonies-App sind standardmäßig 80 Prozent Lautstärke voreingestellt.
Mehrere Messungen bei maximaler Lautstärke ergaben laut Apple Watch nie mehr als 70 Dezibel in der Ohrmuschel. Das liegt deutlich unter den 80 bis 85 Dezibel, ab denen laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung dauerhafte Gehörschäden möglich sind.
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