Edel, leistungsstark und teuer, aber nicht zukunftssicher? Die Apple Watch Ultra. Foto: Getty Images
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Mats Pache
22. Juni 2026, 17:41 Uhr |
Lesezeit: 3 Minuten
Apple sortiert aus und lässt mehrere ältere Apple-Watch-Modelle beim kommenden Update außen vor. Das sorgt für Diskussionen, denn auch die Apple Watch Ultra aus dem Jahr 2022 ist betroffen. Obwohl sie damals als besonders leistungsstark vermarktet wurde, wird sie das neue watchOS 27 im Herbst 2026 nicht mehr erhalten. Für viele Nutzer kommt dieser Schritt überraschend, schließlich gehört die Uhr noch nicht wirklich zum alten Eisen.
Besonders ärgerlich ist das für alle, die viel Geld investiert haben. Denn die erste Ultra-Generation kostete zum Start 2022 rund 1000 Euro. Dass ein solches Premium-Modell nun schon beim nächsten großen Update herausfällt, sorgt für Kritik. Apple hat sich inzwischen gegenüber dem Online-Magazin „Techradar“ zu den Gründen geäußert und nennt vor allem technische Grenzen als Ursache.
KI bringt alte Hardware an ihre Grenzen
Im Mittelpunkt steht die neue Generation an Funktionen rund um künstliche Intelligenz. Vor allem die weiterentwickelte Siri spielt dabei eine große Rolle. Apple setzt hier stark auf lokale Verarbeitung direkt auf dem Gerät, was deutlich mehr Rechenleistung erfordert. Genau daran scheitern die älteren Watches, laut Unternehmen.
In den betroffenen Modellen arbeitet meist noch der S8-Chip oder ältere Hardware. Diese verfügt nicht über eine leistungsfähige Neural Engine, die für moderne KI-Aufgaben wie Siri AI nötig ist. Neuere Geräte wie die Series 9, die Ultra 2 oder die kommende SE 3 sind genau dafür ausgelegt. Sie können die neuen Features flüssig verarbeiten, während ältere Modelle bereits jetzt an ihre Grenzen stoßen.
Dass die Hardware nicht mehr mithalten kann, zeigt sich bereits in der aktuellen Software. Einige Funktionen bleiben älteren Geräten schon jetzt verwehrt. Dazu zählen etwa die direkt auf der Uhr ausgeführte Siri, neue Gesten wie der Doppeltipp oder auch Gesundheitsfeatures wie die Schlafapnoe-Erkennung.
Apple hätte theoretisch eine abgespeckte Version von watchOS anbieten können. Stattdessen hat sich der Konzern offenbar entschieden, ältere Geräte komplett aus dem Update-Zyklus zu nehmen. Für Nutzer bedeutet das, dass ihre Smartwatch funktional auf dem Stand von watchOS 26 bleibt.
Ganz ohne Support bleiben die Geräte nicht
Die gute Nachricht ist, dass Apple die betroffenen Modelle nicht komplett fallen lässt. Sicherheitsupdates sollen weiterhin bereitgestellt werden. Auch die Nutzung im Alltag bleibt möglich, etwa in Kombination mit neueren iPhones. Das Zusammenspiel zwischen einer älteren Watch mit watchOS 26 und einem iPhone mit iOS 27 soll laut Apple problemlos funktionieren.
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