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Mobiles Betriebssystem

Android 13 – Google verrät spannende neue Funktionen

Google Android
Google hat auf der Google I/O weitere Details zu Android 13 verratenFoto: Getty Images

Im Spätsommer soll Android 13 die aktuelle Version Android 12 ablösen. Google arbeitet schon jetzt an zahlreichen neuen Funktionen, die die kommende Version des mobilen Betriebssystems auf Smartphones und Tablets bringen soll.

Obwohl Android 12 immer noch nicht auf allen aktuellen Smartphones angekommen ist, hat Google bereits einen Ausblick auf die nächste Version gegeben. Im Rahmen der diesjährigen Google I/O gab es eine ganze Reihe an Informationen zu dem Update. Bis Android 13 fertig ist und offiziell vorgestellt wird, dauert es zwar noch ein paar Monate. Dennoch geben erste Entwickler- und Beta-Versionen bereits jetzt einen Ausblick auf die neuen Funktionen. TECHBOOK fasst in diesem Artikel zusammen, welche Neuerungen Android 13 bringen soll.

Lesen Sie auch: Android 12 ist da! Die nützlichsten Funktionen im Überblick

Android 13 vorab als Beta testen

Wie bei allen großen Android-Updates, erlaubt es Google auch bei Android 13, die neue Version vorab zu testen. Die jeweils aktuelle Beta von Android lässt sich über den Developer-Blog herunterladen. Aktuell steht die zweite Beta zur Verfügung, im Juni möchte Google dann laut Plan mit den Platform-Stability-Versionen beginnen, der finalen Testphase vor Veröffentlichung der fertigen Firmware.

Die Beta von Android 13 ist zum einen auf den Pixel-Smartphones verfügbar. Sie läuft ab sofort aber auch auf Geräten von Partner, die Google wie folgt listet:

  • Asus
  • Lenovo
  • Nokia
  • OnePlus
  • Oppo
  • realme
  • Sharp
  • Techno
  • Vivo
  • Xiaomi
  • ZTE

Welche Smartphones dieser Hersteller genau für die Beta-Phase von Android 13 freigeschaltet sind, verrät Google auf einer speziellen Webseite.

Die neuen Funktionen von Android 13

Ein großes Update wäre kein großes Update, wenn es nicht einige Neuerungen mitbringen würde. Welche das bei Android 13 sein könnten, deutet sich anhand der Vorab-Versionen bereits an. Allerdings gilt, dass es nicht alle neuen Funktionen auch tatsächlich in das fertige Betriebssystem schaffen werden. Bei den im Folgenden vorgestellten Neuerungen ist ein Release in Android 13 aber sehr wahrscheinlich.

Insgesamt möchte Google Nutzern bei Android 13 noch mehr Möglichkeiten zur individuellen Anpassung und noch mehr Datenschutz bieten. Entsprechend hat das Unternehmen weiter an den Features gefeilt, die wir zum Teil schon von Android 12 kennen. Doch auch neue Funktionen kommen bei Android 13 dazu.

Neuartiges Screen Mirroring

Bereits auf der CES 2022 hatte der Konzern angekündigt, Android und Chromebooks künftig besser vernetzen zu wollen. Das setzt Google nun um. Unter anderem soll es Nutzern dank Android 13 nämlich möglich sein, Android-Apps und Inhalte vom Smartphone direkt auf PCs und Laptops zu übertragen.

Für die Übertragung nutzt Google eine Web-Anwendung für den Chrome-Browser. Die auf Google spezialisierte Webseite 9to5Google hat das sogenannte Screen Mirroring bereits ausprobieren können. Von einem Pixel-Smartphone konnten sie Inhalte so auf einen Windows-11-Laptop streamen und dort mit den Apps genauso wie auf dem Smartphone interagieren. So konnten über die Twitter-Apps Tweets absetzen und sogar mit Messenger-Apps Nachrichten versenden und empfangen.

Das Besondere an der Übertragung ist laut 9to5Google die Umsetzung. Denn statt einfach den Smartphone-Bildschirm auf dem Laptop zu spiegeln, wird eine vollkommen eigenständige Anzeige generiert, die an den Laptop angepasst ist. Hier erscheinen unter anderem die auf dem Smartphone installierten Messaging-Apps. Nutzer können somit eine App auf ihrem Laptop öffnen, ohne dass die auf dem Smartphone ausgeführten Apps unterbrochen werden.

Auch, wenn das Screen Mirroring auf Windows-PCs funktioniert, gedacht ist die Funktion wohl vor allem für Chromebooks. Da Google selbst hier das Betriebssystem verwaltet, ist eine tiefere Integration der neuen Funktionen in den sogenannten Phone Hub – der Schnittstelle zwischen Android-Smartphone und Chromebook – möglich. Google setzt hier also nicht auf eine Web-Anwendung wie bei Windows, sondern auf eine systemseitige Einbindung.

Mehr Datenschutz und Photo Picker

Den Datenschutz hat Google in früheren Android-Versionen bereits stark angehoben. Nun sollen Freigaben von Daten noch präziser werden. Statt beispielsweise wie bisher den Zugriff auf „Dateien und Medien“ zu erlauben, finden Nutzer in Android 13 die Unterteilung in „Fotos & Videos“ und „Musik & Audio“. Innerhalb dieser Kategorien lässt sich außerdem für jedes Medium, beispielsweise jedes Bild oder Video freigeben, ob eine App darauf zugreifen darf oder nicht. Bislang gilt bei dieser Berechtigung das Motto „alles oder nichts“. Das Feature soll übrigens auch rückwirkend für Android 11 und 12 kommen – über eine Aktualisierung der Google-Play-Dienste.

Nearby-Suche ohne Standort

Apps, die sich mit WLAN-Geräten in der näheren Umgebung verbinden wollen, erhalten unter Android derzeit immer auch die Standortdaten des Smartphones oder Tablets. Das muss eigentlich nicht sein. Deshalb gibt es in Android 13 eine neue Berechtigung (Nearby-Wifi-Devices), die es Apps erlaubt, in der Nähe nach WLAN-Geräten zu suchen und sich mit ihnen zu verbinden, ohne den Standort zu erfahren.

Schnellere Updates

Die Play-Dienste-App soll bei Android 13 endgültig Dreh- und Angelpunkt für forcierte, schnellere Systemupdates am Smartphone-Hersteller vorbei werden. Diesen Ansatz nennt Google intern Project Mainline. Es reagiert auf den Umstand, dass Gerätehersteller Updates oft nur langsam oder teils nie liefern. Als Beispiele nennt Google nicht nur den Photo Picker, sondern auch Updates für Systemkomponenten wie Bluetooth- oder Ultra-Wideband-Funk.

Design und Bedienung

Bislang ließen sich schon die Icons von Google-Apps an einen Hintergrundbild-Farbton anpassen – also kunterbunt ade. Künftig soll dies nicht nur mit Google-Apps sondern mit den Icons aller Apps möglich sein, um die neue Android- Designsprache Material You mit einem monochromen Farbschema zu unterstreichen. Hat man also ein Farbshema gewählt, zieht sich dieses durch das gesamte Betriebssystem.

Zudem lassen sich in Android 13 benutzerdefinierte Kacheln für die Schnelleinstellungen direkt in einer App erstellen, ebenso die Sprache. Sie gilt dann nur für diese Anwendung. Voraussetzung für die drei Features: Sie müssen bei der Entwicklung der jeweiligen Anwendung auch eingeplant worden sein.

Sperrbildschirm-Anmeldung

Nutzen mehrere Menschen gemeinsam ein Android-Gerät oder gibt man sein Smartphone häufiger aus der Hand, etwa an Kinder, ist ein neues Feature praktisch. Es wurde von Esper, Anbieter einer Android-Entwicklungsplattform, entdeckt. Es handelt sich um den Benutzerwechsel und Benutzer-Log-in direkt auf dem Sperrbildschirm.

Individuelle Spracheinstellung pro App

In vielen Fällen stellen mehrsprachige Nutzer ihre Systemsprache auf eine Sprache, z.B Englisch, ein. Einige möchten aber für bestimmte Apps eine andere Sprachen auswählen. Dafür bringt Android 13 neue Möglichkeiten mit, die es beispielsweise erlauben, in den Systemeinstellungen für jede App eine unterschiedliche Sprache festzulegen. In diesem Zusammenhang hat Google auch die Ansicht von Sprachen wie Japanisch, Burmesisch oder Tibetisch optimiert.

Quellen

Mit Material von dpa

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