20. September 2026, 8:01 Uhr |
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Apple muss ab dem ersten Quartal 2027 höhere Preise für Speicherchips von Samsung zahlen. Die vereinbarten Aufschläge liegen bei bis zu 40 Prozent. Ursache ist eine weltweite Speicherknappheit durch den Ausbau von Rechenzentren für künstliche Intelligenz. Die höheren Kosten könnten sich auf künftige iPhone-Preise auswirken. Allerdings ist noch offen, ob Apple die Mehrkosten vollständig an seine Kunden weitergibt.
Speicherchips werden deutlich teurer
Nach Angaben des chinesischen Wirtschaftsportals „Jiemian News“ zahlt Apple künftig rund 2 US-Dollar (1,74 Euro) je Gigabit für DRAM-Arbeitsspeicher. Für NAND-Speicher werden demnach rund 0,33 US-Dollar (0,29 Euro) je Gigabit fällig. Im dritten Quartal 2026 lagen die Preise noch bei 1,50 Dollar für DRAM und 0,26 Dollar für NAND.
Damit steigen die Einkaufspreise um etwa 30 bis 40 Prozent. Samsung gehört neben SK Hynix und Micron zu den drei großen Herstellern von Speicherchips.
Die Produktionskapazitäten der drei Anbieter sind für 2027 bereits weitgehend ausgebucht. Ein wesentlicher Grund ist der weltweite Ausbau von Rechenzentren für künstliche Intelligenz.
Solche Rechenzentren benötigen große Mengen an DRAM- und NAND-Speicher. Die hohe Nachfrage begrenzt das verfügbare Angebot und erhöht zugleich die Kosten für Smartphone-Hersteller.
Apple hatte bereits im Juni 2026 die Preise für Macs und iPads angehoben. Im September folgten höhere Preise für iPhones. Das neue iPhone 18 Pro mit 256 Gigabyte kostet in Deutschland 1449 Euro – und damit 150 Euro mehr als der Vorgänger.
Weitere Preissteigerungen sind möglich
Der frühere Apple-Chef Tim Cook bezeichnete die Erhöhungen als unvermeidbar und verglich die Entwicklung mit einer Jahrhundertflut. Apple könnte einen Teil der zusätzlichen Kosten über seine Gewinnspanne auffangen oder bei anderen Bauteilen sparen. Ob die Einkaufspreise direkt zu weiteren Preiserhöhungen führen, bleibt daher offen.
Besonders das für das Frühjahr 2027 erwartete iPhone 18e könnte von weiteren Aufschlägen betroffen sein. Auch andere Smartphone-Hersteller müssen mit höheren Kosten rechnen, da die Speicherknappheit die gesamte Branche betrifft.
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