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Mobile World Congress

Das werden die Highlights der größten Handymesse

Der Mobile World Congress in Barcelona ist die wichtigste Handy-Messe überhaupt. Hier zeigen – abgesehen von Apple – alle großen Smartphone-Hersteller ihre Top-Modelle für das ganze Jahr.Foto: Getty Images

Der MWC 2017 startet und zeigt die neuesten Smartphones von Samsung, LG oder Huawei. TECHBOOK wagt einen Ausblick auf die Mega-Messe!

Die größte Handy-Messe der Welt öffnet wieder ihre Türen: Ab dem 27. Februar startet der Mobile World Congress (MWC) in Barcelona. Im Fokus natürlich: Die neuesten Smartphone-Modelle, die 2017 den Markt erobern sollen. Allein im vergangenen Jahr wurden weltweit 1,5 Milliarden Handys verkauft. Doch unter den Geräteherstellern sichert sich Apple mit seinem iPhone fast die gesamten Gewinne der Branche, obwohl der Konzern einen Marktanteil unter 20 Prozent hat. In der Masse der Anbieter von Telefonen mit dem Google-System Android verdient noch Marktführer Samsung gutes Geld – die vielen anderen Hersteller stecken in den roten Zahlen fest oder müssen sich mit schmalen Profiten zufriedengeben.

Dennoch werden die Unternehmen die Messe in Barcelona wieder nutzen, um ein Neuheiten-Feuerwerk zu zünden. Allen voran die chinesischen Anbieter, die inzwischen die führenden Plätze in den Ranglisten nach Samsung und Apple besetzen. TECHBOOK zeigt Ihnen schon einmal vorab alle Infos und Gerüchte der wirklichen spannenden Smartphones auf dem MWC.

MWC ohne Samsung Galaxy S8

Samsung nutzte die Messe in den vergangenen Jahren stets, um die neuen Versionen seines Flaggschiff-Modells Galaxy S zu präsentieren. Diesmal kündigte der Marktführer jedoch nach dem Batterie-Debakel beim Galaxy Note 7 an, er werde sich mehr Zeit nehmen – eine offizielle Vorstellung gibt es wohl erst in ein paar Wochen. Die Gerüchteküche im Netz brodelt hingegen, auch erste vermeintliche Bilder vom Galaxy S8 sind bereits aufgetaucht.

Working Samsung Galaxy S8 reportedly surfaces in the wild https://t.co/kR3crfJF0r pic.twitter.com/pGtQdeuWWP

— Engadget (@engadget) 21. Februar 2017

Auffällig: Das Display ist so groß, dass die physische Home-Taste auf der Unterseite wohl wegfällt. Dort steckte üblicherweise auch der Fingerabdrucksensor zum Entsperren des Handys drin, der nun auf die Rückseite neben die Kamera gewandet sein soll. Auch ein Iris-Scanner wäre möglich, Samsung verbaute ihn bereits im Galaxy Note 7.

Die Displaygröße soll laut TechBuffalo 5,8 Zoll betragen, erneut wird es wohl auch diesmal eine „Plus“-Version des Handys mit angeblich 6,2-Zoll-Display geben. 4 Gigabyte Arbeitsspeicher, eine 12-Megapixel-Kamera und 64 Gigabyte Speicher – im Gegensatz zum iPhone mit einer SD-Karte erweiterbar – sollen auch an Bord sein.

Nach jüngsten Gerüchten könnte das Galaxy S8 im April in den Handel kommen und Ende März präsentiert werden.

LG streicht die Module beim G6

Einen Hingucker lieferte LG im letzten Jahr mit der Präsentation des LG G5, dessen Funktionsumfang sich mit verschiedenen Ansteckmodulen – etwa ein besserer Lautsprecher oder eine Virtual-Reality-Brille –  erweitern ließ. Bei den Fans kam das Konzept nur bedingt an – und glaubt man den Gerüchten zum Nachfolger G6, lässt LG die Modul-Idee bereits ein Jahr später wieder fallen. Das neue Smartphone kommt ohne Nachrüst-Funktion, dafür aber Gerüchten nach mit einer verbesserten Methode zur Hitzeabfuhr. So sollen explodierende Akkus der Vergangenheit angehören.

Auch soll das G6 mit einer Doppel-Kamera wie beim iPhone ausgeliefert werden, die verschiedene Foto-Spielerein wie mehr Tiefenschärfe mit sich bringt. Eine weitere Besonderheit ist das Display, das 5,7 Zoll groß ist und ein ungewöhnliches 18:9-Format hat. Das sorgt an den Seiten für ziemlich schmale Gehäuseränder und soll laut LG, die diese Infos bereits bestätigt haben, besonders geeignet für Videos und Fotos sein.

Auch vom LG G6 sind bereits erste Bilder aufgetaucht – hier im Vergleich mit dem Vorgänger LG G5 (links)

Guess which one is LG G6 and which one is #LG G5. pic.twitter.com/ZPI3z9RqtB

— GadgetCreed (@GadgetCreed) 23. Februar 2017

Chinesen machen Samsung & Co. das leben schwer

Chinesische Hersteller drängen immer stärker auf den Markt – mit günstigen Geräten und teils hochklassiger Ausstattung. Von Huawei etwa wird das neue Top-Modell P10 erwartet, von dem ebenfalls erste Bilder durch das Netz geistern:

Huawei P10. pic.twitter.com/NRJleJzFL3

— Eldar Murtazin (@eldarmurtazin) 24. Februar 2017

Auch Huawei setzt scheinbar auf eine Doppelkamera, was allerdings nichts Neues ist – bereits das Huawei Mate 9 hatte zwei Linsen von Kamera-Profi Leica verbaut.

Vom Konkurrenten ZTE kommt hingegen das „Gigabit Phone“, das schon für anstehende schnellere Datennetze gerüstet sein soll – unter anderem zur Übertragung von Video in hoher Qualität. Die im Westen weitgehend unbekannte Marke OPPO, die mit dem Erfolg in China aber unter die vier größten Smartphone-Anbieter weltweit vorgestoßen ist, will in Barcelona mit innovativer Kamera-Technik von sich reden machen.

Nokia und Motorola zurück zu alter Form?

Auch große Namen aus der Vergangenheit, die inzwischen an Glanz verloren haben, wollen den diesjährigen Mobile World Congress für Comeback-Versuche nutzen. So ist mit neuen Telefonen unter der Marke Nokia zu rechnen, auch wenn sie inzwischen nicht von dem einstigen Handy-Marktführer selbst, sondern von der finnischen Firma HMD Global entwickelt werden. Im Januar war bereits das Smartphone Nokia 6 für China angekündigt worden, wahrscheinlich kommt es zum Schnäppchen-Preis auch nach Europa. Außerdem wird über eine Neuauflage des Klassikers Nokia 3310 spekuliert.

The Nokia 6 Has Just Gone Through Taiwanese Certification https://t.co/ykVgBXy777 #Android #news #Google #Smartphones pic.twitter.com/DM9mwwGKBw

— Android Headlines (@Androidheadline) 14. Februar 2017

Vom Handy-Pionier Motorola, der zum weltgrößten PC-Hersteller Lenovo aus China gehört, werden die Mittelklasse-Smartphones G5 und G5 Plus erwartet. Lenovo räumte bereits ein, dass die Integration des von Google übernommenen Motorola zäher als gedacht gestaltete. Blackberry dürfte mehr über das „Mercury“-Smartphone erzählen, sein erstes Modell, das komplett beim chinesischen Hersteller TCL entworfen und gebaut wird. Das Gerät läuft mit Android, nach jüngsten Zahlen liegt der Marktanteil von Blackberrys eigenem Betriebssystem inzwischen bei Null.

Trend: Kommen Handys bald ohne SIM-Karte?

Zugleich kommt auf die Netzbetreiber ein neues Risiko zu: Ihre heutigen SIM-Karten, die man ins Telefon reinstecken muss, gelten als Auslaufmodell und dürften in wenigen Jahren einer fest verbauten eSIM weichen, die man auf verschiedene Anbieter umprogrammieren kann. „Die Handy-Hersteller hätten das lieber heute als morgen, weil es Platz spart – das Wertvollste, was es für Geräte-Hersteller derzeit gibt“, sagt Branchenexperte Olaf Acker, Partner bei PwC Strategy&. Die Netzbetreiber fürchteten sich davor, weil sie sich immer noch nicht sicher seien, ob das nicht ihr Kerngeschäft gefährden werde.

„Wenn in dem Gerät eine SIM steckt, die nur mit relativ großem Aufwand zu wechseln ist, bin ich als Mobilfunk-Anbieter in meiner Vertragsbeziehung einigermaßen geschützt. Und das nicht nur durch den Ein- oder Zweijahresvertrag, sondern auch dadurch, dass der Nutzer keine Lust hat, dauernd die SIMs zu wechseln“, argumentiert Acker. „Wenn die eSIM das vereinfacht, wächst das Risiko des Wechselns.“

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