Kult-Handy auf dem MWC

Das kann das neue Nokia 3310!

So sieht das neue Nokia 3310 aus.
Foto: Nokia

Nokia ist jetzt schon DIE Überraschung auf dem diesjährigen Mobile World Congress in Barcelona: Der finnische Kult-Hersteller will künftig mit neuen Android-Geräten und der Neuauflage des legendären Nokia 3310 glänzen. TECHBOOK hat alle wichtigen Infos.

Da ist das Ding: Der finnische Handy-Hersteller stellte auf dem Mobile World Congress in Barcelona neben ein paar neuen Android-Geräten tatsächlich die lang ersehnte Neuauflage des Kult-Handys Nokia 3310 vor. TECHBOOK hat für Sie alle Infos zusammengetragen.

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Die Wiederauferstehung des Nokia 3310

Kürzlich versetzte ein Gerücht die Technik-Welt kurzzeitig in Aufruhr: Bringt Nokia tatsächlich eine Neuauflage des legendären 3310? Gemeint ist das klotzige Handy, das in den Anfangsjahren der 2000er irgendwie jeder hatte und mit dem man nicht nur telefonieren, sondern auch noch prima Snake II spielen konnte.

Und ja – das Nokia 3310 ist wieder da! Kurz vor dem Ende der Keynote zeigte Nokia tatsächlich noch die lang ersehnte Neuauflage. Optisch sieht es dem Original recht ähnlich, nur das Display ist etwas größer (2,4 Zoll), außerdem ist es nun komplett in Farbe. Die Auflösung beträgt 240 x 320 Pixel. Außerdem an Bord: Bluetooth und eine 2-Megapixel-Kamera.

Auch bei den Gehäusefarben gibt es wohl mehr Auswahl, zu sehen waren etwa Rot und Weiß. Im Standby soll es einen ganzen Monat durchhalten, zudem ermöglicht es laut Nokia ganze 22 Stunden Gesprächszeit. Außerdem versprachen die Finnen eine neue Version von Snake sowie die Original-Klingeltöne. Wer lieber das Pixel-Snake mag: Das soll es künftig im Facebook Messenger kostenlos zum Zocken geben. Auf Spielereien wie LTE müssen Käufer verzichten, immerhin soll es aber einen kleinen App-Store sowie einen Opera-Browser geben.

Der Preis soll um die 49 Euro liegen, das 3310 sowie die anderen Nokia-Geräte sollen im zweiten Quartal 2017 starten.

Wer noch einmal in Erinnerung schwelgen und sich schon mal einstimmen möchte: TECHBOOK hat sich das Original in folgendem Video noch einmal angeschaut.

Nokia 3, 5 und 6

Und sonst so? Statt den großen Smartphone-Platzhirschen Apple, Samsung oder LG in die Quere zu kommen, setzt Nokia künftig auf Billig-Handys mit Android: Das bereits in China erhältliche Nokia 6 kommt auch in diesem Jahr auch nach Europa. Es hat einen 5,5-Zoll-Bildschirm mit Full-HD-Auflösung, 4 Gigabyte Arbeitsspeicher und eine 16-Megapixel-Kamera. Ein typisches Mittelklasse-Handy also ohne auffällige Besonderheiten – aber immerhin ist es günstig: 229 Euro beträgt der Europa-Preis, eine edlere Special-Edition in Schwarz mit Glanz-Überzug (ähnlich wie beim kratzeranfälligen iPhone 7 in Diamantschwarz) kostet 299 Euro.

Android-Smartphone Nokia 6

Das Nokia 6 gibt es bereits in China, jetzt kommt es auch nach Europa.
Foto: Nokia

Noch günstiger ist das Nokia 5, dessen Bildschirm 5,2 Zoll groß ist und technisch etwas weniger auf der Brust hat. Preis: 189 Euro. Für 139 Euro gibt es zudem noch das Nokia 3, das entsprechend noch schmaler aufgestellt ist und etwa nur ein 5 Zoll großes Display ohne Full-HD-Auflösung hat. Es kommt wie alle anderen Modelle auch im Alu-Gehäuse.

Nokia betonte, dass alle drei Geräte mit dem aktuellen Betriebssystem Android 7 Nougat kommen – was tatsächlich eine kleine Besonderheit ist. Viele Geräte, besonders die günstigen, haben das Update bis heute nicht erhalten und laufen noch mit veralteten Betriebssystemen wie Android 6 Marshmallow oder Android 5 Lollipop. Auch Googles Sprachassistent Google Assistant soll bei allen Geräten an Bord sein.

Nokia im neuen Gewand

Nokia war in den frühen 2000er Jahren der Branchenprimus für mobile Telefone, wurde aber später von Apple und den aufbäumenden Smartphones vom Markt verdrängt. Der erste große Comeback-Versuch 2014 unter der Hand von Microsoft scheiterte.

2016 übertrug der Mutterkonzern die Namensrechte für Smartphones, Tablets und Handys exklusiv an das neu gegründete, finnische Unternehmen HMD Global. Dieses will mit der Marke nun wieder angreifen – wie die neuen Smartphones auf dem Mobile World Congress (MWC) beweisen.