26. März 2026, 16:22 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Mit Künstlicher Intelligenz kann man es halten, wie man möchte, eines ist jedoch klar: Die Technologie hat verändert, wie wir unsere Geräte bedienen. Keine spezifischen Eingaben oder Abläufe, sondern einfach ein Gespräch in natürlicher Sprache. Diesem Ansatz hat sich Apple bislang verwehrt. Eine komplett neue App, die Siri zum KI-Chatbot macht, soll das nun ändern.
Umdenken bei Apple
Für Apple sollte die Bedienung immer beabsichtigt sein – der Nutzer möchte etwas tun und das System bietet die korrekte Option. Die Popularität von ChatGPT und Co. zeigt jedoch, dass Menschen manchmal nicht genau wissen, was genau sie erreichen möchten oder wie sie es erreichen können. KI-Chatbots sind extrem gut darin, die Absicht zu verstehen und die richtige Lösung zu finden.
Es ist eine Abkehr von klassischen Sprachassistenten, die vorprogrammierte Antwortmöglichkeiten haben – eine rigide Struktur, nach der die „alte“ Siri weiterhin funktioniert. Mit dieser Tradition möchte Apple nun brechen, wie Bloomberg berichtet. Die neu aufgelegte Siri auf Basis von Google Gemini soll demnach Chatbot-Fähigkeiten bekommen und Gespräche per Text oder Sprache führen können.
Noch im Rahmen der WWDC25 hatte Software-Chef Craig Federighi unterstrichen, dass Apple nie einen Siri-Chatbot entwickeln wollte. Die Ansprüche der Nutzer und die starke Konkurrenz durch ChatGPT, Claude und Gemini scheinen jedoch zu einem Umdenken geführt zu haben.
Neue App als Schaltzentrale
Als zentrale Anlaufstelle für KI-Anfragen arbeitet Apple dem Bloomberg-Bericht zufolge an einer Siri-App für iPhone, iPad und Mac, die noch 2026 erscheinen soll. Darin können Nutzer neue Chats starten, Gespräche ähnlich wie bei der Konkurrenz anpinnen und ältere Verläufe durchsuchen.
Die geplante App soll sowohl Text- als auch Sprachinteraktionen unterstützen. Neue Chats starten mit vorgeschlagenen Eingaben, die als Orientierung dienen. Die Darstellung soll an iMessage erinnern, inklusive typischer Sprechblasen. Mit der App bekommen Nutzer einen klar strukturierten Raum für längere Unterhaltungen mit Siri, der bislang fehlte.
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Erweiterte Funktionen und tiefere Integration
Die neue Siri-Version soll Inhalte im Internet suchen, Ergebnisse visuell darstellen und Zusammenfassungen liefern. Auch hochgeladene Dokumente können ausgewertet werden. Gleichzeitig bleibt Siri als Systemfunktion erhalten und lässt sich weiterhin über die Seitentaste oder per Sprachbefehl aktivieren.
Geplant ist zudem, die Spotlight-Suche durch Siri zu ersetzen. Auch die Funktion „Siri Suggestions“ soll ausgebaut werden und stärker auf Nutzerdaten zugreifen, um passendere Vorschläge zu liefern. Zudem steht die Integration von Siri in die iOS-Tastatur für das Verfassen und Bearbeiten von Texten im Raum. Die Weitergabe von Inhalten aus weiteren Apps ist ebenfalls in der Prüfung.
Außerdem testet Apple die Integration von Siri in Dynamic Island. Während der Verarbeitung einer Anfrage zeigt sich dort ein leuchtendes Siri-Symbol mit einem Hinweis auf die laufende Suche. Das Ergebnis ploppt in einem halbtransparenten Fenster auf, in dem sich eine neue Unterhaltung starten lässt.
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Neues Design und Bedienkonzept
Die neuen Siri-Funktionen waren ursprünglich für iOS 18 vorgesehen und sollen nun mit iOS 27 endlich kommen. Apple plant die Vorstellung im Rahmen der Entwicklerkonferenz WWDC26 am 8. Juni. Der tatsächliche Release ist für Herbst 2026 zusammen mit iPhone 18 Pro und 18 Pro Max vorgesehen.