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Gefahr für Netflix-Kunden! Das sind die fiesesten Betrugsmaschen

Phishing

Fiese Betrugsmasche zielt auf Netflix-Nutzer ab 

TECHBOOK warnt vor gefälschten Netflix-Mails
Netflix-Kunden geraten immer wieder ins Visier von BetrügernFoto: Getty Images

Immer wieder bekommen Netflix-Nutzer seriös wirkende E-Mails und SMS, die scheinbar von dem Streaming-Unternehmen stammen. Darin enthalten sind oft Aufforderungen, die Login-Daten zu bestätigen oder die Zahlungsart zu aktualisieren. Es handelt sich dabei jedoch um Betrugsmaschen, um an Nutzer- und Zahlungsdaten zu gelangen.

Mit einer Nutzerschaft von mehr als 220 Millionen (Quelle: Statista) bietet Netflix eine breite Angriffsfläche für Betrüger. Ständig tauchen neue Phishing-Versuche auf – mal in Form von E-Mails, mal in Form von SMS. TECHBOOK informiert über die aktuellen Bedrohungen für Nutzer des Streaming-Dienstes.

Betrüger wollen mit gefälschter Netflix-Mail an Kreditkartendaten gelangen

Derzeit ist eine gefälschte Mail im Umlauf, in der Netflix-Nutzer dazu aufgefordert werden, ihre Zahlungsinformationen zu aktualisieren. Die E-Mail enthält den Betreff „Netflix.DE: Sie haben eine Aktion zu vervollständigen“ und kommt von dem Absender „Kundenservice“. Auf den ersten Blick wirkt sie sehr seriös, da sie sowohl das Netflix-Logo und typische Elemente wie rote Buttons enthält, und auch in der korrekten Schriftart und ohne Schreibfehler verfasst ist.

Eine Kollegin bei den BOOKs hat diese gefälschte Phishing-Mail erhalten – obwohl sie gar nicht Netflix nutzt
Eine Kollegin bei den BOOKs hat diese gefälschte Phishing-Mail erhalten – obwohl sie gar nicht Netflix nutztFoto: TECHBOOK

Die Mail zufolge wurde das Abonnement ausgesetzt, da man die „Zahlung für den nächsten Rechnungszyklus [des] Abonnements nicht autorisieren“ konnte. Um wieder auf „alle […] Vorteile zugreifen“ zu können, soll der Nutzer die Zahlungsinformationen aktualisieren. Ein roter Button mit dem Inhalt „Sich identifizieren“ führt jedoch auf eine nachgebaute Netflix-Seite. Gibt man dort die Kreditkartendaten ein, gelangen diese in die Hände der Betrüger.

So enttarnen Sie die gefälschte Netflix-Mail

Zwar ist die aktuelle Mail aufwendig im Netflix-Stil nachgebaut, allerdings lassen sich beim genauen Hinschauen ein paar Ungereimtheiten erkennen. So fordert der Text in der Mail dazu auf, auf „Fortfahren“ zu klicken. In der entsprechenden Schaltfläche steht jedoch „Sich identifizieren“. Weiter unten sind zwei Passagen zu finden, die mit Netflix-Inhalten und -Funktionen werben, um die Mail authentischer wirken zu lassen. Beide sind jedoch in sehr krudem Deutsch verfasst:

  • „Genießen Sie Ihre neue Lupin-Serie ohne Verpflichtungen oder Werbung“
  • „Nehmen Sie Ihre Lieblingssendungen auf und haben Sie immer etwas zum Anschauen“

Im ersten Fall sollte die Formulierung stutzig machen, da Netflix mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Eigenproduktion nicht als „Ihre neue Lupin-Serie“ bezeichnen würde. Im zweiten Beispiel aus der Mail geht es um die Offline-Funktion der Netflix-App. Mit dieser nimmt man Inhalte jedoch nicht auf. sondern lädt sie auf das Smartphone oder Tablet herunter.

Hier können Sie testen, wie gut Sie seriöse von gefälschten E-Mails unterscheiden können.

Was betroffene Nutzer tun sollten

In seinem Hilfe-Center geht der Streaming-Anbieter konkret auf Phishing-Attacken in Form von Mails und SMS ein. Das Unternehmen rät dazu, den Link aus der E-Mail oder SMS genau zu prüfen. Das können Sie etwa durch Rechtsklick und „Link-Adresse kopieren“ machen oder einfach den Mauscursor über den Link bewegen. Haben Sie den Link schon geöffnet und es erscheint eine unbekannte URL, sollten Sie auf keinen Fall Ihre Informationen eingeben. Haben Sie eine verdächtige Mail oder SMS erhalten, können Sie diese über phishing@netflix.com an Netflix melden.

Falls Sie bereits Login- oder Kreditkartendaten eingegeben haben, sollten Sie umgehend das Netflix-Passwort ändern. Nutzen Sie die gleiche Kombination aus E-Mail-Adresse und Passwort auf anderen Webseiten, sollten Sie auch dort die Passwörter ändern. Unterrichten Sie das Finanzinstitut und lassen gegebenenfalls die Kreditkarte sperren, sollten Sie die Daten dafür eingegeben haben. TECHBOOK empfiehlt zudem, Strafanzeige zu erstatten.

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