Bild.de Hier geht es zurück zu Bild.de

Verbraucherzentrale warnt

Vorsicht, wenn Sie solche E-Mails von PayPal bekommen

Paypal Gebühren
Paypal ist ein beliebter BezahldienstFoto: Getty Images

PayPal ist ein beliebter Zahlungsdienst, den aber auch Betrüger für sich entdeckt haben. Derzeit melden Kunden gehäuft Betrugsversuche per E-Mail. Sogar die Verbraucherzentrale warnt vor den Maschen.

Je populärer ein Dienst, desto größer die Chance, dass Betrüger dessen Namen nutzen, um an Daten von Kunden zu gelangen. Auch PayPal hat mit diesem Phänomen in letzter Zeit gehäuft zu kämpfen. Mit immer neuen E-Mails versuchen Betrüger, unwissende PayPal-Kunden in die Falle zu locken. Auf dieser Seite informiert TECHBOOK daher über die aktuellen Phishing-Mails und Betrugsmaschen im Namen von PayPal.

Angeblicher Ärger mit Kreditkarten

„Wir haben verdächtige Aktivitäten bei Kreditkarten festgestellt“ – wer eine E-Mail mit solch einem Inhalt von PayPal bekommt, sollte vorsichtig sein. Obwohl sie offensichtlich im Look des Anbieters verfasst ist und dessen Farbgebung und Logo enthält, stammt die Mail von Betrügern. Sollten Sie aufgefordert werden, Ihre Kreditkarte und Ihre Identität über den beigefügten Link zu bestätigen, löschen Sie die E-Mail unmittelbar und klicken diesen keinesfalls an. Weder ist Ihre Kontosicherheit in Gefahr, noch droht eine Sperrung des Kontos. Vielmehr versuchen Betrüger mit der Masche, die Kunden zur Eingabe sensibler Daten zu bewegen. Seien Sie also wachsam und gehen Sie bei Fragen direkt auf die Webseite von PayPal. Sollte mit Ihren Daten bzw. Ihrem Konto etwas nicht stimmen, informiert Sie PayPal dort darüber.

Angebliche E-Mail von PayPal
Diese E-Mail stammt nicht von PayPal, geben Sie daher keine Daten über den Link ein!Foto: Verbraucherzentrale

E-Mail über verdächtige PayPal-Abbuchungen

Die Verbraucherzentrale warnt derzeit vor falschen E-Mails im Namen von PayPal, die auf eine angebliche verdächtige Transaktion hinweisen sollen. Die Summe von 695,72 Euro sei vom Konto abgebucht worden, weswegen das PayPal-Konto temporär gesperrt wurde. In der E-Mail lässt sich erkennen, dass es sich um einen angeblichen Einkauf beim Elektronik-Händler Alternate handeln soll, ebenso ist als Lieferadresse eine Postbox in Kasachstan angegeben.

Aber auch allgemeiner gehaltene E-Mails sind inzwischen im Umlauf. Darin ist generell die Rede von „verdächtigen Aktivitäten bei Kreditkarten“ oder „verdächtige Aktivitäten bei einer Bank“. Man müsse nun seine Identität bestätigen, um die Kontosicherheit zu gewährleisten. Alternativ fordert einen die Mail dazu auf, die Aktivitäten „jetzt zu überprüfen“. Teilweise berichten Nutzer sogar von Folgemails, falls auf die erste nicht reagiert wurde.

Auf den ersten Blick wirken die E-Mails authentisch, sie enthalten das PayPal-Logo und eine fachgerechte Auflistung der angeblich abgebuchten Rechnungssumme. Sogar Sicherheitstipps stehen in manchen E-Mails, dass man etwa niemals sein Passwort mit jemandem teilen sollte. Ein genauer Blick lässt allerdings einige Komma-Fehler erkennen, die stutzig machen. Außerdem ist in den E-Mails ein Button mit einem Link eingefügt, über den Betroffene die Abbuchung über PayPal stornieren beziehungsweise ihre Identität bestätigen können, was ungewöhnlich ist. Klicken sie ihn an, werden Nutzer zu einer Webseite weitergeleitet, auf der sie zur Eingabe ihrer Nutzerdaten aufgefordert werden. Die Seite ist jedoch gefälscht und erlaubt es Betrügern, Passwörter sowie Nutzernamen und andere Daten abzufangen.

Landet so eine angebliche Sicherheitswarnung von PayPal im E-Mail-Postfach, sollte man die Nachricht umgehend löschen und keinesfalls auf den enthaltenen Link klicken.

Lesen Sie auch: Hat das Finanzamt eigentlich Zugriff auf PayPal-Konten?

PayPal-Betrug auf Glücksspiel-Seite

Auch eine weitere Betrugsmasche nutzt angebliche Info-Mails von PayPal. In den E-Mails heißt es, mit dem PayPal-Konto der Nutzer sei auf einer Glücksspiel-Seite bezahlt worden. Sie sollen die Zahlung noch stoppen können, wenn sie sich jetzt gleich über einen in der E-Mail angegebenen Link bei Ihrem PayPal-Konto anmelden. Auch hier handelt sich um Betrugsversuche, oder kurz Phishing.

Wer aktuell so eine oder ähnliche E-Mails erhält, sollte der Nachricht keinen Glauben schenken und keinesfalls auf Links darin klicken. Das mahnt das Verbraucherschutzportal „Watchlist Internet“. Hinter der Nachricht steckten Kriminelle, die sich im Phishing versuchen. Sie wollen Nutzern von PayPal die Zugangsdaten zum ihrem Konto bei besagtem Bezahldienst sowie ihre Kreditkartendaten abjagen.

Angeblich geänderte Nutzungsbedingungen

Ein klassischer, deswegen aber nicht weniger gemeiner Phishing-Versuch ist der der geänderten Nutzungsbedingungen. Gerade in Bezug auf PayPal warnt die Verbraucherzentrale immer wieder vor E-Mails in diesem Zusammenhang. Nutzer werden in den Nachrichten dazu aufgefordert, über einen Link zu bestätigen, dass sie die angeblichen neuen Nutzungsbedingungen akzeptieren.

Generell sollte man niemals auf weiterleitende Links in E-Mails klicken. In dem eben beschriebenen Fall reicht bereits eine kurze Überprüfung der PayPal-Webseite, um herauszufinden, dass es sich um einen Fake handelt.

Gut gefälschte angebliche PayPal-Seiten

So unterschiedlich die Maschen, eine Gemeinsamkeit haben sie. Mit den in den E-Mails enthaltenen Links leiten Betrüger unwissende Nutzer auf eine angebliche PayPal-Seite weiter. Sie sind häufig zwar recht gut gefälscht, aber an einer seltsamen Internetadresse zu erkennen, wenn man darauf achtet.

Generell gilt, wenn man sich bei Nachrichten, die Kontosperrungen oder dubiose Transaktionen suggerieren, unsicher ist: Erst mal in Ruhe auf gewohntem Wege beim betreffenden Konto anmelden und nachsehen. So lässt sich schnell klären, dass die Behauptungen aus E-Mails frei erfunden sind.

Auch interessant: Vorsicht Konto-Sperrung! Fieser Amazon-Betrug im Umlauf

Was Geschädigte tun können

PayPal selbst bietet auf seinen Seiten umfangreiche Informationen zum Erkennen betrügerischer E-Mails und Tipps, wie Kunden am besten vorgehen, wenn sie so eine Nachricht erhalten. Vor dem Löschen können PayPal-Phishing-Mails auch an spoof@paypal.com weitergeleitet werden, damit das Unternehmen Nachricht und Betrugsmasche untersuchen kann.

Wer auf die Betrüger hereingefallen ist und auf den Phishing-Seiten seine Daten preisgegeben hat, sollte direkt das PayPal-Passwort ändern und seine Bank wegen der Kreditkarte informieren. Bei bereits abgebuchten Beträgen sollte man versuchen, diese von der Bank zurückholen zu lassen. Lässt sich entstandener finanzieller Schaden nicht rückgängig machen, bleibt nur eine Anzeige bei der Polizei.

Quelle

Deine Datensicherheit bei der Nutzung der Teilen-Funktion
Um diesen Artikel oder andere Inhalte über Soziale-Netzwerke zu teilen, brauchen wir deine Zustimmung für