Bild.de Hier geht es zurück zu Bild.de
StartseiteShop & PayShops & Marktplätze

Verbraucherzentrale warnt Amazon-Kunden vor E-Mail-Betrug

Verbraucherzentrale warnt

Amazon-Kunden sollten ihre Rechnungen derzeit genau prüfen!

Amazon-Logo
Es gehen aktuell falsche E-Mails im Namen von Amazon Prime um – ein BetrugsversuchFoto: Getty Images

Immer wieder versuchen Betrüger, über gefälschte E-Mails an die Daten von Nutzern zu kommen. Auch Amazon wird als vermeintlicher Absender gern genutzt. Wir verraten, welche Betrugsmaschen im Namen des Online-Händlers derzeit für Ärger sorgen.

Amazon gehört zu den beliebtesten Online-Shops in Deutschland. Kein Wunder also, dass Betrüger den Namen Amazon gern für ihre Maschen nutzen. Auch die Verbraucherzentralen warnen in regelmäßigen Abständen vor E-Mails, die für Kunden gefährlich werden können. Im Rahmen des Prime Day, der vom 12. bis 13. Juli stattgefunden hat, nahmen die Betrugsmeldungen sogar noch zu. TECHBOOK verrät, vor welchen angeblichen Amazon-E-Mails sich Kunden derzeit in Acht nehmen sollten.

Sie möchten wissen, wie es in einem Amazon-Lager aussieht und was dort so passiert? Wir haben eines besucht:

Youtube Placeholder
An dieser Stelle findest du Inhalte aus Youtube
Um mit Inhalten aus Sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Falsche Amazon-Rechnungen

Vor einer gemeinen Masche warnt die Verbraucherzentrale Niedersachsen. Sie rät Amazon-Kunden, ihre Rechnungen genau zu überprüfen. Denn Betrüger versenden derzeit E-Mails, mit denen sie über angebliche Probleme bei der Zahlungsabwicklung informieren. Die Besonderheit: Betroffene haben diese E-Mail erhalten, nachdem sie tatsächlich auf Amazon geshoppt haben. Versandt werden sie im Namen des angeblichen Verkäufers. Um den Kauf doch noch abzuschließen, sollten Kunden „das Geld einfach direkt auf das Konto des Händlers überweisen“, so die Anweisung. Das angegebene Konto ist allerdings in Spanien lokalisiert und gehört Betrügern, nicht aber Händlern bei Amazon.

Wer eine solche oder ähnlich verfasste Zahlungsaufforderungen im Namen von Amazon bekommt, sollte daher besonders vorsichtig sein. Am einfachsten ist es, die E-Mails zu ignorieren und zu löschen. Wer dennoch Zweifel hat, kann direkt in seinem Amazon-Konto den Status seiner Bestellung prüfen. Im Notfall hilft auch der Kundensupport des Online-Händlers weiter.

Angebliche Kennwortfehler

Es sind mehrere Kennwortfehler bei der Anmeldung im Amazon-Konto aufgetreten – wer solch eine Warnung bekommt, sollte vorsichtig sein. Denn sie stammen von Betrügern, die so versuchen, an die Anmeldedaten der Nutzer zu gelangen. In der E-Mail weisen die Betrüger auf die angeblichen Fehler hin und fordern Betroffene auf, ihre Amazon-Kontoinformationen über einen Link zu bestätigen. Anderenfalls drohe eine Sperrung ihres Kontos.

Der in der E-Mail enthaltene Link führt allerdings auf ein gefälschtes Formular, über das die Absender alle sensiblen Daten abgreifen können und dadurch Zugriff auf den Amazon-Account des Nutzers bekommen. Ist dies passiert, kann der Schaden für Betroffene schnell hoch werden. Empfänger der E-Mail sollten diese daher ignorieren, in den Spam-Ordner verschieben und keinesfalls auf Links klicken. Wer sich dennoch unsicher ist, ob mit seinem Amazon-Konto alles in Ordnung ist, sollte seinen Zugang direkt beim Online-Händler prüfen. Geben Sie dazu den Link zu Amazon direkt in die Adressleiste des Browsers ein, um zu vermeiden, dass Sie auf gefälschte Seiten gelangen.

ANZEIGE

E-Mail droht mit Konto-Sperrung

Die Verbraucherzentrale in Nordrhein-Westfalen warnt zudem vor einer weiteren Betrugsmasche mit Phishing-Mails, die mit einer angeblichen Sperrung des Amazon-Kontos drohen. Die E-Mails tragen den Betreff „Information: Neue Aktualisierung bezüglich Ihrer Kundendaten“ und gaukeln den Empfängern vor, direkt vom Online-Händler zu stammen. Tatsächlich sind es aber Betrüger, die so versuchen, an die privaten Daten der Kunden zu kommen.

In der E-Mail heißt es, dass ein Problem mit dem Konto festgestellt wurde und daher die aktuellen Kontodaten aktualisiert werden müssten. Solange dies nicht geschehen sei, werde ihr Amazon-Konto gesperrt. Ein Link in der E-Mail soll es den Empfängern besonders einfach machen, ihre Kunden- und Kontodaten zu verifizieren. Der Link führt allerdings nicht auf Amazon, sondern auf eine von den Betrügern erstellte Webseite, über die sie die Daten abgreifen können.

Angebliche E-Mail von Amazon
Angebliche E-Mail von Amazon warnt vor Konto-SperrungFoto: Verbraucherzentrale NRW

Die Betrugs-Mail lässt sich anhand der fehlenden Anrede sowie des untypischen Layouts sehr leicht als Fälschung erkennen, so die Verbraucherzentrale. Sie rät Empfängern, derartige E-Mails nicht zu öffnen und sie stattdessen direkt zu löschen.

Betrugsversuch per E-Mail bei Amazon Prime

Eine weitere Betrugsmasche hat es auf Prime-Kunden bei Amazon abgesehen. Sie erhalten aktuell verstärkt E-Mails, in denen auf Zahlungsrückstände hingewiesen wird. Genau heißt es, dass die Rechnung für das monatliche Abo mit Amazon Prime nicht beglichen sei. Schuld daran sei ein Kartenproblem und das Kundenkonto werde deshalb aus Sicherheitsgründen ausgesetzt. Der Adressat müsse nun binnen sechs Tagen seine Zahlungsinformationen aktualisieren, um eine Kündigung seiner Mitgliedschaft abzuwenden und den Service von Amazon Prime wieder nutzen zu können. Zu diesem Zweck enthält die Email einen Link, aber der führt offenbar auf eine betrügerische Seite.

Auch interessant: Preiserhöhung bei Amazon Prime! Wer jetzt mehr bezahlen muss

Falsche E-Mails erkennen und richtig reagieren

In den vergangenen Tagen und Wochen hat der Verbraucherschutz wegen der falschen Amazon-E-Mails immer wieder Alarm geschlagen. Auch der Online-Händler kennt das Problem. Auf seiner Website gibt Amazon seinen Kunden Tipps, um Phishing zu erkennen und sich vor diesem und zukünftigen Betrugs-Versuchen zu schützen. Auf folgende Punkte sollten Sie immer achten:

Achten Sie auf die Anrede

Kunden werden in (echten) E-Mails von Amazon Prime immer namentlich angesprochen. Bei den falschen, die aktuell umgehen, heißt es nur „Hallo“ – häufig und auch in diesem Fall ein Hinweis für Phishing.

Der gemahnte Betrag stimmt nicht

In den kursierenden E-Mails wird ein Betrag von 10,71 Euro (zuzüglich Steuern) gemahnt. Prime-Kunden zahlen jedoch 7,99 Euro für ihr monatliches Abonnement.

Amazon fragt Daten niemals per E-Mail ab

„Amazon wird Sie niemals darum bitten, persönliche Daten per E-Mail zu übermitteln“, heißt es auf der Website des Versandhändlers.

Immer die Absender-Adresse überprüfen

Weiterhin weist Amazon darauf hin, niemals Links zu öffnen, die in Emails mit fragwürdiger Herkunft angegeben sind. Echte Amazon-Mail-Adressen endeten immer auf @amazon.de.

Quellen

Deine Datensicherheit bei der Nutzung der Teilen-Funktion
Um diesen Artikel oder andere Inhalte über Soziale-Netzwerke zu teilen, brauchen wir deine Zustimmung für