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„AI Paper Trail“

Dieses Tool zeigt, was ChatGPT und Claude über Dich wissen

Was wissen ChatGPT und Claude über ihre Nutzer?
Was wissen ChatGPT und Claude über ihre Nutzer? Foto: Getty Images
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25. August 2026, 8:54 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Wer ChatGPT regelmäßig nutzt, hinterlässt unzählige digitale Spuren. Ein kostenloses Online-Tool zeigt jetzt, welche persönlichen Informationen sich daraus ableiten lassen und wie detailliert das Profil sein kann, das KI-Systeme von ihren Nutzern erstellen.

Aus vielen Chats entsteht ein Persönlichkeitsprofil

Künstliche Intelligenz hat sich längst im Alltag etabliert. Ob für die Arbeit, die Reiseplanung oder private Fragen: Millionen Menschen wenden sich regelmäßig an ChatGPT, Gemini, Copilot und andere Systeme. Dabei teilen sie häufig Informationen über ihre Interessen, Gewohnheiten oder Lebensumstände.

Genau diese Datenspuren nimmt das neue Online-Tool „AI Paper Trail“ des Schweizer Unternehmens Proton unter die Lupe, meldet das IT-Portal BASICThinking. Der Dienst soll sichtbar machen, welche Informationen Nutzer im Laufe ihrer KI-Nutzung preisgegeben haben. Laut Proton können bereits unscheinbare Angaben ausreichen, damit KI-Anbieter Rückschlüsse auf Beruf, Hobbys, Beziehungen oder persönliche Vorlieben ziehen.

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Was das Tool über Nutzer herausfindet

Aktuell unterstützt AI Paper Trail die Plattformen ChatGPT und Claude. Nutzer können ihre gespeicherten Gesprächsdaten exportieren und anschließend im Tool hochladen. Daraus erstellt der Dienst einen ausführlichen Bericht über die eigene digitale Spur.

Die Analyse umfasst mehrere Bereiche. So bewertet das System unter anderem, wie leicht sich eine Person profilieren lässt, welche Informationen über Identität und Lebensumstände aus den Chats hervorgehen und welchen Wert diese Daten aus Sicht eines Anbieters besitzen könnten. Besonders interessant ist dabei, dass viele Erkenntnisse nicht aus einzelnen Anfragen entstehen. Erst die Summe zahlreicher Gespräche über Wochen oder Monate hinweg ergibt ein umfassendes Bild der Persönlichkeit.

Warum der Selbsttest zum Nachdenken anregt

Die Auswertung macht deutlich, wie viele Informationen Nutzer oft unbewusst freigeben. Selbst wer niemals Kontodaten, Adressen oder Klarnamen in einen Chat schreibt, kann durch wiederkehrende Themen und Fragen ein aussagekräftiges Profil hinterlassen.

Proton empfiehlt deshalb, persönliche Angaben in KI-Chats möglichst sparsam zu verwenden und regelmäßig die Datenschutz-Einstellungen der jeweiligen Dienste zu überprüfen. Wo verfügbar, sollten Nutzer außerdem Optionen deaktivieren, die Gespräche für das Training von KI-Modellen verwenden. Auch temporäre oder private Chat-Modi können helfen, weniger Daten dauerhaft zu speichern.

Ganz ohne Eigeninteresse handelt Proton allerdings nicht. Das Unternehmen bietet selbst einen KI-Assistenten an und positioniert diesen als datenschutzfreundliche Alternative zu großen US-Anbietern. Dennoch liefert AI Paper Trail einen aufschlussreichen Blick darauf, wie viel moderne KI-Systeme allein aus alltäglichen Gesprächen über ihre Nutzer lernen können.

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