Claude sendet auf Wunsch jetzt direkt Mails über Gmail Foto: Getty Images
Artikel teilen
Przemyslaw Szymanski
19. August 2026, 13:54 Uhr |
Lesezeit: 3 Minuten
Künstliche Intelligenz wird im digitalen Alltag zunehmend zu einem Werkzeug für konkrete Aufgaben. Claude von Anthropic kann in Gmail nun nicht nur Nachrichten formulieren, sondern sie auf Wunsch auch direkt versenden. Die Funktion soll Antworten auf vorhandene E-Mails ermöglichen. Standardmäßig fragt der Assistent vor dem Abschicken nach, bei bestimmten Konten kann diese Sicherheitsabfrage jedoch deaktiviert werden.
KI-Systeme sind längst nicht mehr nur Anwendungen für Technik-Fans. Sie verfassen Texte, fassen lange Dokumente zusammen, planen Termine und helfen beim Schreiben von Nachrichten. Für viele Nutzer gehört diese Unterstützung inzwischen selbstverständlich zum digitalen Alltag.
Claude übernimmt neue Aufgaben in Gmail
Mit Claude kommt nun eine weitere Funktion hinzu. Der KI-Assistent von Anthropic kann E-Mails in Gmail nicht nur vorbereiten, sondern auf Wunsch auch direkt abschicken. Die Ankündigung erfolgte über den offiziellen Claude-Account auf X.
Nutzer können Claude beispielsweise anweisen, auf eine bereits vorhandene E-Mail zu antworten. Der Assistent erstellt dann die Nachricht und kann sie anschließend versenden. Eigenständig handelt Claude dabei nicht, denn der Nutzer muss festlegen, auf welche Mail geantwortet werden soll.
Standardmäßig bittet Claude vor dem Versand noch einmal um Bestätigung. Diese Rückfrage soll verhindern, dass eine Nachricht ungewollt verschickt wird. Bei Team- und Enterprise-Konten ist sie jedoch optional und kann abgeschaltet werden.
Wird die Bestätigung deaktiviert, verschickt Claude E-Mails ohne eine weitere Zustimmung. Das kann ein Risiko sein, weil KI-Agenten nicht fehlerfrei arbeiten. Eine fehlerhafte Nachricht könnte dadurch schnell beim falschen Empfänger landen.
Claude kann in Gmail außerdem mehr als nur E-Mails versenden. Der Assistent kann Nachrichten suchen, den Posteingang sortieren und E-Mail-Verläufe verwalten. Bei Anhängen gibt es aber eine Grenze, denn Claude sieht nur Dateiangaben und kann den Inhalt nicht auslesen.
Der direkte Versand durch eine KI ist nicht völlig neu. Auch ChatGPT von OpenAI kann über ein verbundenes Gmail- oder Outlook-Konto Nachrichten erstellen und direkt verschicken. Ob zuvor eine Bestätigung nötig ist, hängt von den jeweiligen Freigaben ab.
Bei Googles Gemini in Gmail funktioniert der Ablauf bislang anders. Die KI kann neue Nachrichten oder Antworten formulieren, doch auf „Senden“ muss der Nutzer anschließend selbst klicken. Ähnlich ist es bei Copilot in Outlook, wo Microsofts KI den Entwurf erstellt und der Nutzer den Versand übernimmt.
Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen.
Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den
Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit
Tracking und Cookies entscheiden.
Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige
Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an
datenschutz@axelspringer.de.