14. Januar 2026, 11:36 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Google lockert den Zugriff auf kostenpflichtige KI-Funktionen in Gmail. Drei Werkzeuge, die bislang Abonnenten von „Google AI Plus“ oder „Google AI Pro“ vorbehalten waren, stehen nun allen Nutzern gratis zur Verfügung.
Wie das Online-Magazin „AndroidAuthority“ berichtet, hat Google die KI-Features ohne große Ankündigung freigeschaltet. Nutzer können sie ab sofort direkt in Gmail verwenden, ohne ein zusätzliches Abo abschließen zu müssen.
Diese KI-Funktionen sind jetzt kostenlos
Zu den freigeschalteten Tools gehört auch „Help me Write“ (Formuliere für mich). Die Funktion übernimmt auf Wunsch nahezu das komplette Schreiben einer E-Mail. Nutzer geben vor, worum es gehen soll, welchen Ton die Nachricht haben und wie sie aufgebaut sein soll. Die KI erstellt daraus einen fertigen Entwurf, der anschließend noch angepasst oder direkt versendet werden kann.
Ebenfalls kostenlos verfügbar sind die sogenannten „Suggested Replies“, also Antwortvorschläge. Gmail analysiert dafür den bisherigen Mailverlauf und schlägt passende Antworten vor, die inhaltlich und im Stil zur Konversation passen. Diese Vorschläge lassen sich vor dem Versand jederzeit bearbeiten, kürzen oder erweitern.
Das dritte Feature nennt sich „AI Overview“. Es richtet sich an Nutzer mit umfangreichen oder unübersichtlichen E-Mail-Verläufen. Auf Knopfdruck fasst Gmail lange Konversationen zusammen, hebt zentrale Punkte hervor und hilft so, den Überblick zu behalten, ohne jede einzelne Nachricht lesen zu müssen.
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So lassen sich die Funktionen in Gmail nutzen
Die neuen KI-Werkzeuge sind direkt in die Oberfläche der Gmail-Webversion integriert. „Help me Write“ und „Suggested Replies“ lassen sich über ein Symbol im Textfeld einer E-Mail aufrufen. Es erscheint als Stift mit einem kleinen Stern, der auf Googles KI Gemini verweist.
Die Zusammenfassungen über „AI Overview“ finden Nutzer über ein entsprechendes Symbol in der oberen rechten Ecke von Gmail. In beiden Fällen öffnet sich ein Eingabefenster, in dem sich festlegen lässt, wie die KI unterstützen soll.
Mit der Freigabe der Funktionen bringt Google einen Teil seiner KI-Offensive direkt in den Alltag von Millionen Gmail-Nutzern – und senkt gleichzeitig die Einstiegshürde für den Einsatz von künstlicher Intelligenz im E-Mail-Verkehr deutlich.