ChatGPT Work ist da – und bearbeitet komplette Projekte
Der neue KI-Agent „ChatGPT Work“ soll Aufgaben über Stunden hinweg eigenständig bearbeiten Foto: TECHBOOK
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Przemyslaw Szymanski
13. Juli 2026, 9:02 Uhr |
Lesezeit: 2 Minuten
Mit „ChatGPT Work“ entwickelt OpenAI seinen Chatbot zur Produktivitätsplattform weiter. Der neue KI-Agent soll Aufgaben über Stunden hinweg eigenständig bearbeiten und dabei auf Apps, Dateien und Unternehmensdienste zugreifen können.
ChatGPT soll komplette Arbeitsabläufe übernehmen
OpenAI erweitert ChatGPT um einen neuen Arbeitsagenten namens „Work“. Anders als ein klassischer Chatbot beantwortet dieser nicht nur einzelne Fragen, sondern soll komplette Projekte eigenständig bearbeiten. Dazu zerlegt die KI umfangreiche Aufgaben in mehrere Arbeitsschritte, recherchiert Informationen, wertet Daten aus und erstellt daraus fertige Dokumente, Tabellen, Präsentationen oder sogar Web-Anwendungen.
Technische Grundlage ist die neue Modellfamilie GPT-5.6 mit den Varianten Sol, Terra und Luna. Laut OpenAI arbeitet sie bei mehrstufigen Aufgaben zuverlässiger als bisherige Modelle und orientiert sich stärker an bereitgestellten Vorlagen und Referenzdateien. Nutzer können den Fortschritt jederzeit verfolgen, Rückfragen beantworten oder den Auftrag während der Bearbeitung anpassen.
Damit ChatGPT Work den nötigen Kontext erhält, lässt sich der Agent mit zahlreichen Diensten verbinden. Über ein gemeinsames Plugin-Verzeichnis unterstützt OpenAI unter anderem Gmail, Google Drive, Slack, Microsoft Teams, Kalender, Projektmanagement-Tools und CRM-Systeme.
Dadurch kann ChatGPT beispielsweise aktuelle E-Mails analysieren, Informationen aus mehreren Quellen zusammenführen und daraus automatisch Besprechungsunterlagen oder Präsentationen erstellen. Darüber hinaus lassen sich Arbeitsabläufe planen und automatisieren. Sie können zu einem festgelegten Zeitpunkt starten, regelmäßig ausgeführt oder durch bestimmte Ereignisse ausgelöst werden.
Desktop-App bündelt Chat, Work und Codex
Auch die Desktop-Anwendung erhält umfangreiche Neuerungen. Neben einem integrierten Browser für Recherchen steht dort die Funktion „Computer Use“ zur Verfügung. Sie erlaubt es ChatGPT, lokale Programme zu bedienen, Texte einzugeben oder Dateien zu verschieben. Damit entwickelt sich der Dienst zunehmend von einem KI-Assistenten zu einer Plattform für komplexe Arbeitsprozesse.
Parallel vereinfacht OpenAI seine Software-Landschaft. Die bisherige ChatGPT-Desktop-App wird in „ChatGPT Classic“ umbenannt. Die frühere Codex-App wird zur neuen zentralen Desktop-Anwendung, in der Chat, Work und Codex zusammengeführt werden. Die App erscheint weltweit für Windows und macOS und steht grundsätzlich auch kostenlos zur Verfügung. Die Work-Funktion wird zunächst für Pro-, Enterprise- und Edu-Abonnenten freigeschaltet, später sollen Plus- und Business-Nutzer folgen.
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