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KI-Agent statt Apps?

OpenAI arbeitet offenbar an eigenem Smartphone

KI diskriminiert Ostdeutsche
OpenAI könnte ein Smartphone entwickeln, das stark auf KI-Funktionen setzt und Apps ersetzt Foto: picture alliance / NurPhoto
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Przemyslaw Szymanski

29. April 2026, 9:15 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Seit Längerem kursieren Hinweise, dass OpenAI nicht nur Chatbots und KI-Modelle entwickelt, sondern auch eigene Hardware plant. Zunächst standen ungewöhnliche Geräte im Raum, darunter ein stiftähnliches Eingabegerät als direkte Schnittstelle zur KI. Später rückte unter dem Codenamen „Sweetpea“ ein mögliches KI-Audio-Gerät in den Fokus, das an In-Ear-Kopfhörer erinnert und Sprachbefehle stärker in den Alltag integrieren soll. Nun soll das Unternehmen an einem eigenen Smartphone tüfteln.

Geplante Entwicklung mit Partnern

Wie der Analyst Ming-Chi Kuo berichtet, arbeitet OpenAI bei dem Projekt mit Qualcomm und MediaTek zusammen. Im Mittelpunkt soll ein eigens entwickelter Smartphone-Chip stehen, der speziell auf KI-Anforderungen ausgelegt ist. Auch Luxshare könnte beteiligt sein. Der Apple-Zulieferer soll Systemdesign, gemeinsame Entwicklung und Fertigung übernehmen. Zusätzlich greift OpenAI offenbar auf internes Know-how zurück, etwa durch das im Mai 2025 für rund 6,5 Milliarden US-Dollar übernommene Start-up „io“ des ehemaligen Apple-Designers Jony Ive.

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Neues Konzept statt klassische Apps

Das mögliche Gerät wäre demnach kein klassisches Smartphone mit ChatGPT-App. Im Zentrum steht eine veränderte Bedienung. Nutzer müssten weniger einzelne Apps öffnen oder Menüs durchlaufen. Stattdessen könnte ein KI-Agent Aufgaben übernehmen, der Informationen verknüpft und Abläufe steuert. Das Smartphone würde stärker als zentrale Steuerungseinheit dienen.

Für die Umsetzung müsste die Technik allerdings stärker auf KI-Funktionen ausgelegt sein als bei herkömmlichen Smartphones. Dabei soll das Gerät erkennen, was gerade benötigt wird, ohne den Akku stark zu belasten. Bisher ist noch unklar, wie OpenAI dies konkret umsetzen will. Denkbar wäre etwa ein häufiger Zugriff auf Kamera und Mikrofon oder die Auswertung von Bildschirminhalten. Dadurch werden jedoch auch Datenschutzfragen wichtiger, da mehr Kontextdaten verarbeitet werden.

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Mischung aus Gerät und Cloud

Technisch ist daher eine Kombination aus lokaler Verarbeitung und Cloud-Nutzung vorgesehen. Einfache Aufgaben könnte das Smartphone direkt ausführen, etwa kurze Antworten geben, Texte zusammenfassen oder Zusammenhänge erkennen. Das wiederum würde Reaktionszeiten verkürzen und externe Server entlasten. Für komplexere Aufgaben wäre hingegen weiterhin die Cloud von OpenAI zuständig, die zusätzliche Rechenleistung bereitstellt.

Bis ein solches Gerät erscheinen könnte, vergeht noch Zeit. Laut Kuo soll die Massenproduktion frühestens 2028 starten. Wichtige technische Eckdaten könnten Ende 2026 oder Anfang 2027 feststehen. Bis dahin bleibt das Projekt ein möglicher Ausblick auf OpenAIs Pläne im Hardware-Bereich.

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