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Europäisches Modell

Neue Proton-KI setzt auf Datenschutz statt Datentraining

Smartphone mit Lumo-Logo.
Proton erweitert seinen KI-Chatbot Lumo und ergänzt Version 2.0 um neue Funktionen sowie mehr Leistung Foto: Getty Images
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Mats Pache
Mats Pache

30. Juni 2026, 16:32 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Proton entwickelt seinen KI-Chatbot Lumo weiter und bringt mit Version 2.0 eine neue Generation an den Start. Das Schweizer Unternehmen will damit den Abstand zu bekannten Angeboten wie ChatGPT, Gemini und Claude verkleinern. Gleichzeitig bleibt der Schwerpunkt auf dem Datenschutz bestehen.

Während viele KI-Dienste Daten speichern oder für das Training ihrer Modelle nutzen, verfolgt Proton nach eigenen Angaben einen anderen Ansatz. Das soll vor allem Menschen ansprechen, die auch bei sensiblen Informationen auf einen geschützten Umgang mit ihren Daten achten.

Lumo setzt auf Datenschutz

Lumo gehört seit 2025 zum Angebot von Proton. Das Unternehmen ist vor allem durch seinen VPN-Dienst bekannt, bietet inzwischen aber auch weitere Alternativen zu Google-Diensten wie E-Mail- und Cloud-Angebote mit Fokus auf Datenschutz an. Der KI-Chatbot übernimmt dabei eine ähnliche Rolle wie die Gemini-App.

Nach Angaben des Unternehmens schützt eine Zero-Access-Verschlüsselung die Inhalte der Unterhaltungen. Dadurch soll selbst Proton keinen Zugriff auf die Chats haben. Außerdem werden Gespräche nicht gespeichert und auch nicht zum Training der KI verwendet. Für den Betrieb nutzt Proton eine europäische Infrastruktur. Statt eines selbst entwickelten Sprachmodells greift Lumo auf verschiedene Open-Source-Modelle zurück.

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Version 2.0 soll deutlich leistungsfähiger sein

Mit Lumo 2.0 verspricht Proton einen großen Leistungssprung. Die neuen Modelle sollen vor allem beim logischen Denken und bei anspruchsvolleren Aufgaben bessere Ergebnisse liefern. Laut Proton erreicht Lumo 2.0 Lite im Artificial Analysis Intelligence Index einen rund 127 Prozent höheren Wert als Lumo 1.4. Das leistungsstärkste Modell Lumo 2.0 Max soll den Vorgänger sogar um 240 Prozent übertreffen. Wie sich die neue Version im direkten Vergleich mit ChatGPT, Gemini oder Claude schlägt, ist bislang nicht bekannt.

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Mit der neuen Version ergänzt Proton den Funktionsumfang von Lumo. Der Chatbot kann nun Bilder direkt im Chat analysieren und erzeugen. Außerdem wurde die Websuche verbessert und liefert aktuelle Quellen.

Neu sind auch Speicherfunktionen, mit denen sich Projekte und Zusammenhänge verwalten lassen. Darüber hinaus können Nutzer eigene Assistenten erstellen und damit wiederkehrende Arbeitsabläufe automatisieren.

Verfügbarkeit und Preise

Lumo 2.0 erscheint am 30. Juni 2026. Neben einer kostenlosen Version bietet Proton mehrere kostenpflichtige Abonnements an. Lumo Plus richtet sich an Einzelanwender und kostet rund 12,99 Euro pro Monat. Das Abo umfasst zusätzliche Funktionen und leistungsstärkere Modelle.

Für Teams und Unternehmen steht Lumo for Business zur Verfügung. Dieses Paket enthält zusätzliche Verwaltungswerkzeuge und unterstützt die sichere Zusammenarbeit. Der Preis liegt bei rund 14,99 Euro pro Nutzer und Monat.

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