4. Mai 2026, 17:27 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Seit Wochen hat Apple Lieferprobleme bei Mac mini und Mac Studio. Mehrere Ausführungen sind derzeit nicht verfügbar, alle anderen haben lange Wartezeiten. Nun hat Apple sogar das Basismodell des Mac mini gestrichen – und somit den Startpreis für seinen günstigsten Computer um 250 Euro erhöht.
256-GB-Konfiguration fällt weg
Wie TECHBOOK bereits Ende April berichtete, war das Basismodell des Mac mini schon nicht mehr lieferbar. Zuvor gab Apple Wartezeiten von bis zu fünf Monaten für Bestellungen an. Jetzt geht der Konzern einen Schritt weiter und nimmt das günstigste Mac-mini-Modell mit 256 GB Speicher komplett aus dem Verkauf.
Damit steigt der Startpreis für einen neuen Mac mini von bislang 699 Euro auf stolze 949 Euro für die nächstgrößere Version mit 512 GB Speicher. Sowohl Chip (Apple M4) als auch Arbeitsspeicher (16 GB) sind dabei unverändert. Als günstige Alternative bleibt derzeit somit nur das neue MacBook Neo, das wie das bisherige Mac-mini-Basismodell bei 699 Euro startet.
Was ist bei Apple los? Mac mini nicht mehr lieferbar
RAM-Krise trifft Apple! 5 Monate Wartezeit für Mac-Modelle
Nachfrage höher als erwartet
In der Konferenz zu den Geschäftszahlen im zweiten Quartal 2026 äußerte sich CEO Tim Cook ungewohnt direkt zu den anhaltenden Lieferproblemen bei Mac mini und Mac Studio, wie „MacRumors“ berichtet. Demnach gehe Apple davon aus, dass es „mehrere Monate dauern könnte, bis Angebot und Nachfrage ins Gleichgewicht kommen“.
Der Konzern habe nicht vorhergesehen, dass der Bedarf an den Geräten als Hardware-Plattform für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz so schnell steige. Cook zufolge seien Mac mini und Mac Studio „hervorragende Plattformen für KI und agentische Tools“.
Hinzu kommt ein weltweiter Engpass bei Speicherchips, vor allem für Arbeitsspeicher, verursacht durch den Ausbau von Rechenzentren für KI-Anwendungen. Das hat zur Folge, dass die Margen bei günstigeren Konfigurationen sinken. Die nun eingestellte Mac-mini-Version mit 256 GB Speicher für 699 Euro hatte mit 16 GB genau so viel RAM wie die 512-GB-Version für 949 Euro.
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M4-Pro-Modell nicht betroffen
Modelle des Mac mini mit dem leistungsstärkeren M4-Pro-Chip sind von der Anpassung nicht betroffen. Diese Geräte waren schon zuvor ausschließlich mit mindestens 512 Gigabyte Speicher erhältlich. Entsprechend bleibt der Einstiegspreis für das M4-Pro-Upgrade unverändert bei 1699 Euro.
Anders sieht es beim Mac Studio aus, denn hier hatte Apple erst kürzlich die höchste Konfiguration mit M3 Ultra und 512 GB RAM gestrichen. Kurz darauf wurde der Mac Pro komplett aus dem Portfolio entfernt – ohne Pläne für einen Nachfolger.