Apple schien bislang recht unbeindruckt von der globalen Speicherkrise, die Preise für RAM und SSD-Speicher in die Höhe treibt. Dem KI-getriebenen Rechenzentren-Boom zum Trotz sind die Kosten für Speicher-Upgrades bei den kürzlich vorgestellten MacBooks stabil geblieben. Doch Probleme bei der Lieferung der Geräte zeichneten sich bereits ab. Jetzt treffen die Engpässe auch zwei Macs, die bereits seit einiger Zeit auf dem Markt sind.
Zwar ist es Apple gelungen, die Preise für Speicher in MacBooks und Macs zu halten, doch jetzt holt die Speicherkrise auch bereits auf dem Markt etablierte Geräte ein. Betroffen sind vor allem Varianten von Mac mini und Mac Studio mit aufgerüstetem Arbeitsspeicher. Denn diese sind anders als die Standardkonfigurationen in der Regel nicht direkt verfügbar, sondern werden erst auf Order gefertigt. Je nach Ausführung verzögert sich die Lieferzeit um mehrere Wochen bis mehrere Monate.
Upgrades treiben Lieferzeit in die Höhe
Über Apples Onlineshop werden aktuell für viele Konfigurationen mit größerem Arbeitsspeicher Lieferzeiten von bis zu fünf Monaten angegeben, wie „MacRumors“ berichtet. Das betrifft sowohl Kunden in den USA als auch in Deutschland.
Wir haben nachgeschaut: Ein Mac mini mit M4 Pro und 64 GB RAM hat derzeit eine Lieferzeit von 16 bis 18 Wochen. Auch günstigere Varianten sind betroffen. Das Basismodell mit M4 und 16 GB RAM ist erst in rund einem Monat lieferbar.
Die Lieferzeiten verlängern sich auch für die Varianten mit mehr Massespeicher. Während der Mac mini in der Standardkonfiguration noch bis Ende April lieferbar ist, steigt das Zeitfenster ab einem Terabyte Speicher auf einen Monat. Bei der Variante mit dem stärkeren M4-Pro-Chip hat ein Speicher-Upgrade eine Lieferzeit von zwei Monaten zur Folge.
Ähnliche Engpässe zeigen sich beim Mac Studio. Durch ein RAM-Upgrade verzögert sich die Lieferung um einige Wochen. In den höchsten RAM-Konfigurationen – M4 Max mit 128 GB und M3 Ultra mit 256 GB – beträgt die Lieferzeit wie beim Mac mini vier bis fünf Monate. Eine Abholung im Geschäft ist in einigen Fällen sogar erst ab September möglich.
Seit vergangenem Monat ist der Mac Studio mit 512 GB RAM gar nicht mehr verfügbar. Einen Grund dafür hat Apple bislang nicht genannt – die horrenden Speicherkosten dürften dabei jedoch eine Rolle spielen.
Keine kurzfristige Entspannung
Zwar gibt es laut „TrendForce“ Hinweise darauf, dass sich die Preise für Speicherchips zuletzt stabilisieren oder leicht sinken. Dennoch liegen sie weiterhin über dem langjährigen Durchschnitt. Eine kurzfristige Entspannung bei den Lieferzeiten für leistungsstarke Mac-Modelle ist daher nicht zu erwarten.
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