22. April 2026, 14:04 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Der Ausbau von Rechenzentren für künstliche Intelligenz benötigt enorme Mengen an Ressourcen. Besonders Speicherchips sind stark gefragt. Genau diese Komponenten sind derzeit knapp und kosten deutlich mehr als üblich. Für viele Elektronikhersteller hat das direkte Folgen. Sie müssen entweder ihre Preise erhöhen oder geplante Veröffentlichungen verschieben. Apple war von dieser Entwicklung lange kaum betroffen.
Laut dem gut vernetzten Bloomberg-Journalisten Mark Gurman hat sich die Situation inzwischen jedoch auch für das Unternehmen aus Cupertino (US-Bundesstaat Kalifornien) verändert. Demnach sieht sich Apple gezwungen, mehrere Produktstarts nach hinten zu verschieben, weil wichtige Hardware-Komponenten fehlen.
Mac Studio kommt später als erwartet
Ein konkretes Beispiel für die Verzögerungen ist der nächste Mac Studio. Fachleute hatten bisher damit gerechnet, dass das Gerät spätestens im Sommer 2026 auf den Markt kommt. Nun soll Apple laut Gurman eine Veröffentlichung frühestens im Oktober 2026 planen. Welche Prozessoren im neuen Modell eingesetzt werden, ist aktuell nicht klar. Die derzeit erhältlichen Varianten nutzen Chips aus der M3- und M4-Serie. Ein Wechsel auf den M5 liegt nahe, da mittlerweile fast alle iPads und MacBooks auf die neuere Generation umgestellt wurden.
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Die mögliche Verschiebung wirft auch Fragen zur weiteren Chipstrategie auf. Ende des Jahres soll bereits die M6-Serie starten. Sollte Apple den Mac Studio erst im Oktober 2026 mit M5 veröffentlichen, wäre der Abstand zum M6-Launch ungewöhnlich kurz.
Dadurch entsteht eine gewisse Unsicherheit bei der Einordnung des Geräts innerhalb der Produktreihe. Ob Apple beim Mac Studio auf den M5 setzt oder doch direkt einen neueren Chip verwendet, ist derzeit nicht bestätigt. Klar ist lediglich, dass die Verzögerung eng mit der aktuellen Verfügbarkeit von Komponenten zusammenhängt. Diese Situation betrifft nicht nur einzelne Produkte, sondern die gesamte Planung.
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MacBook Pro mit Touchscreen lässt auf sich warten
Neben dem Mac Studio ist laut Gurman auch ein weiteres Gerät betroffen, das seit einiger Zeit erwartet wird. Dabei handelt es sich um ein MacBook Pro mit OLED-Touchscreen. Dieses Modell wurde in der Vergangenheit mehrfach thematisiert. Zuletzt deuteten Hinweise auf eine Veröffentlichung gegen Ende 2026 hin. Nun soll sich der Zeitplan jedoch verschieben. Dem Bericht zufolge ist mit dem Erscheinen des Geräts erst gegen Ende 2027 zu rechnen. Ein konkretes Datum wird nicht genannt. Ebenso bleibt unklar, ob Apple das MacBook Pro möglicherweise schon vorher vorstellt oder die Präsentation ebenfalls verschiebt.
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Weder die ursprünglichen Zeitpläne noch die nun genannten Verzögerungen wurden bisher offiziell bestätigt. Apple selbst hat sich zu den Berichten nicht geäußert. Dennoch gilt Mark Gurman als zuverlässige Quelle, wenn es um interne Planungen des Unternehmens geht. Die aktuelle Situation zeigt, wie stark die gesamte Branche von der Verfügbarkeit einzelner Komponenten abhängt. Besonders Speicherchips spielen dabei eine zentrale Rolle, da sie für viele Geräte unverzichtbar sind.
Mögliche Auswirkungen auf Preise
Neben den Verzögerungen stellt sich auch die Frage nach den Preisen. Wenn wichtige Bauteile knapp und teuer sind, kann sich das auf die Kosten der Endprodukte auswirken. Ob Apple die Preise für die betroffenen Geräte tatsächlich anpasst, ist derzeit jedoch nicht bekannt. Klar ist nur, dass die Speicherkrise bereits jetzt spürbare Folgen für die Produktplanung hat. Wie stark sich diese Entwicklung in Zukunft auswirkt, bleibt abzuwarten.