Asus und Acer dürfen wieder in Deutschland verkaufen
Die Webseiten von Asus und Acer bieten nach dem Ende des Patentstreits wieder alle wichtigen Inhalte und Produkte (im Bild: Acer-Laptops) Foto: Getty Images
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Sandra Bültermann
23. Juni 2026, 16:37 Uhr |
Lesezeit: 2 Minuten
Asus und Acer können ihre Produkte in Deutschland wieder ohne Einschränkungen anbieten. Nach Monaten mit einem stark begrenzten Angebot haben sich die beiden Hersteller mit Nokia auf eine Lösung geeinigt. Damit endet ein Konflikt, der seit Anfang 2026 Auswirkungen auf den deutschen Markt hatte. Notebooks, PCs und Zubehör sind wieder regulär erhältlich, zudem funktionieren die Online-Angebote der Unternehmen wieder wie gewohnt.
Patentstreit führte zu Verkaufsstopp
Auslöser der Auseinandersetzung war der Videostandard H.265. Nokia hält daran unter anderem das Patent EP 2 661 892. Der finnische Konzern warf den taiwanesischen Herstellern Asus und Acer vor, notwendige Lizenzen nicht ausreichend berücksichtigt zu haben. Betroffen waren zahlreiche Geräte, die den Standard direkt per Hardware unterstützen.
Im Januar 2026 entschied das Landgericht München zugunsten eines Antrags von Nokia. In der Folge nahmen Asus und Acer Teile ihrer deutschen Webseiten offline. Nutzer fanden dort zeitweise nur noch ein deutlich reduziertes Angebot. Zusätzlich waren wichtige Supportbereiche nicht erreichbar. Das erschwerte unter anderem den Download von Treibern und Dokumentationen.
Webseiten und Support wieder vollständig verfügbar
Die Einschränkungen sind inzwischen aufgehoben. Laut einem Bericht des Online-Magazins „ChannelPartner“ wurde der Patentstreit im Rahmen eines Schiedsverfahrens offiziell beigelegt. Die beteiligten Unternehmen ziehen ihre laufenden Verfahren in Deutschland zurück.
Asus und Acer haben ihre deutschen Internetauftritte bereits angepasst. Kunden erhalten wieder Zugriff auf die komplette Produktpalette. Auch Supportdokumente sowie die regulären Online-Shops stehen wieder uneingeschränkt zur Verfügung.
Nicht alle Folgen des Konflikts sind verschwunden
Trotz der Einigung gibt es bei einzelnen Produkten weiterhin eine kleine Einschränkung. Einige Acer-Modelle werden weiterhin ohne vorinstallierten HEVC-Codec ausgeliefert. Wer den entsprechenden Videostandard nutzen möchte, muss die benötigte Software selbst installieren.
Für die meisten Kunden dürfte das jedoch nur eine untergeordnete Rolle spielen. Entscheidend ist vor allem, dass Notebooks, PCs und Zubehör wieder regulär erhältlich sind. Gleichzeitig funktioniert auch der Support wieder ohne die bisherigen Umwege.
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