Neuer Snapdragon-Chip soll ultragünstige Windows-Laptops ermöglichen
Mit Snapdragon C will Qualcomm die Grundlage für besonders günstige Windows-Laptops schaffen Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com
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Przemyslaw Szymanski
2. Juni 2026, 15:47 Uhr |
Lesezeit: 3 Minuten
Mit dem MacBook Neo hat Apple den Wettbewerb im Einstiegssegment für Notebooks neu belebt. Seit März 2026 bietet das Unternehmen seinen günstigsten Laptop ab 699 Euro an. Im Bildungsbereich liegt der Preis bei 599 Euro. Damit bewegt sich Apple näher an einen Markt, der bislang vor allem von günstigen Windows-Notebooks und Chromebooks geprägt wurde. Für deren Hersteller wächst dadurch der Druck, attraktive Alternativen anzubieten. Qualcomm reagiert darauf mit einer neuen Plattform namens Snapdragon C, die speziell für preiswerte Windows-Laptops gedacht ist.
Snapdragon C konzentriert sich auf typische Aufgaben
Nach Angaben von Qualcomm richtet sich Snapdragon C an Nutzer, die vor allem alltägliche Anwendungen verwenden. Dazu zählen das Surfen im Internet, das Streamen von Videos, die Bearbeitung von Dokumenten sowie Videoanrufe. Statt maximaler Leistung soll die Plattform ein ausgewogenes Gesamtpaket bieten. Der Chipkonzern verspricht unter anderem:
reaktionsschnelle Systeme
lange Akkulaufzeiten
kühle Geräte
einen leisen Betrieb
Außerdem integriert Qualcomm eine NPU für KI-Funktionen. Wie leistungsfähig Snapdragon C im Vergleich zu anderen Lösungen ausfällt, lässt sich anhand der bisher veröffentlichten Informationen allerdings noch nicht abschließend bewerten.
Acer zeigt erstes Notebook mit neuer Plattform
Zu den ersten Geräten mit Snapdragon C gehört das Acer Aspire Go 15. Das Notebook wird mit Windows 11 Home ausgeliefert und besitzt ein 15,6 Zoll großes Full-HD-Display. Acer nennt zudem bis zu 8 GB Arbeitsspeicher sowie bis zu 512 GB internen Speicherplatz. Bei den Anschlüssen stehen folgende Optionen zur Verfügung:
Acer rückt beim Aspire Go 15 vor allem den praktischen Alltagseinsatz in den Mittelpunkt. Nach Angaben von Qualcomm erfüllt das Notebook nicht die Voraussetzungen für die Copilot+-Klasse. Grund dafür ist, dass Snapdragon C die dafür erforderlichen Anforderungen nicht erreicht.
Dennoch verbaut Acer eine spezielle Copilot-Taste. Zusätzlich ist die Software AcerSense vorhanden. Sie soll einen schnelleren Zugriff auf Systemeinstellungen und Geräteinformationen ermöglichen. Das Aspire Go 15 bleibt damit vor allem ein Notebook für klassische Aufgaben wie Surfen, Streaming und Büroarbeiten.
Qualcomm peilt die 250-Euro-Klasse an
Auch beim Preis macht Qualcomm die Zielrichtung deutlich. Notebooks mit Snapdragon C sollen bei 300 US-Dollar starten. Das entspricht umgerechnet etwas mehr als 250 Euro.
Für das Aspire Go 15 nennt Acer bislang weder einen Termin für die Markteinführung noch konkrete Preise. Ob die ersten Snapdragon-C-Notebooks in Deutschland tatsächlich in dieser Preisregion erscheinen, hängt laut den vorliegenden Angaben von Faktoren wie Ausstattung, Steuern und Wechselkursen ab. Gelingt das, könnten günstige Windows-Notebooks für viele Interessenten wieder attraktiver werden, denen selbst das MacBook Neo zu teuer ist.
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