„One more thing“ – so kündigte CEO Tim Cook 2017 das iPhone X an, nachdem die iPhone-Vorstellung eigentlich schon vorbei war. Römisch X stand dabei für „Ten“, zehn Jahre iPhone. Das Jubiläumsmodell sollte einen Neustart der Produktserie markieren, mit einem OLED-Display von Rand zu Rand, Face ID und einem Edelstahlrahmen. Jetzt, nicht einmal zehn Jahre nach der Vorstellung, stellt Apple jeglichen Support für das Gerät ein.
Keine Serviceleistungen bei Apple mehr
Ohne große Ankündigung hat Apple das iPhone X auf die Liste der abgekündigten, bzw. obsoleten Produkte gesetzt. Damit bietet der Konzern ab sofort weder Ersatzteile noch Reparaturen in Apple Stores oder autorisierten Service-Providern für das neun Jahre alte Gerät an, wie der Support-Seite zu entnehmen ist.
Wann der technische Support für ein Gerät endet, hängt davon ab, wie lange es verkauft wurde. Oft sind ältere Produkte auch nach ihrer Einstellung durch Apple länger bei Vertriebspartnern erhältlich, weshalb der Konzern weiter Unterstützung anbietet. Das ist der Grund, weshalb Geräte wie iPhone 6s, 7 und 8 weiter als Vintage gelten und somit noch Support erhalten.
Apple hatte bereits 2023 etwas überraschend den Software-Support für das iPhone X eingestellt. Mit fünf Jahren und zehn Monaten ist das Modell am unteren Ende der Support-Zeitspanne. Moderne iPhones erhalten in der Regel sechs Jahre Versionsupdates. Spitzenreiter sind iPhone 6s und iPhone Xs mit sieben Jahren. Diesen Rekord knackt das iPhone 11 im September, wenn es iOS 27 erhält.
Das MacBook Pro 15 Zoll von 2018 erhält ebenfalls keine Hardware-Unterstützung mehr. Das verwundert etwas, weil die Varianten mit 13 Zoll weiter Serviceleistungen erhalten. Möglicherweise wurden diese Modelle vereinzelt bei Apple-Partnern weiter angeboten und müssen deswegen länger unterstützt werden.
Bis fünf Jahre nach Verkaufsende unterstützt Apple seine Produkte mit Reparaturen und neuen Ersatzteilen. Danach gelten sie als Vintage und erhalten technischen Support nur noch nach Verfügbarkeit. Nach sieben Jahren stuft Apple die Geräte als obsolet ein und beendet jegliche Serviceleistung.
Das iPhone X setzte 2017 neue Maßstäbe. Vor allem das neue Display mit symmetrischen Rändern an allen vier Kanten und der markanten Notch für Face ID und Frontkamera sorgte für Aufsehen. Die Android-Konkurrenz machte sich prompt daran, das Design zu kopieren, in den Folgejahren wurde die Notch zum Quasi-Standard. Die symmetrischen Displayränder hingegen waren eine Ingenieursleistung, die Samsung erst mit dem Galaxy S24 nachahmen konnte – ganze sieben Jahre später.
Apple selbst hält bis heute an dem Notch-Design fest, jüngst mit dem Anfang 2026 erschienenen iPhone 17e. Auch beim Basismodell hat der Konzern erst 2024 mit dem iPhone 15 von Notch auf Dynamic Island umgestellt. Das trägt maßgeblich dazu bei, dass das iPhone X neben vielen neueren Modellen immer noch wie ein modernes Smartphone wirkt.
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