John Ternus tritt am 1. September 2026 die Nachfolge von Tim Cook als Apple-Boss an Foto: Getty Images
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Max Dockhorn
31. August 2026, 11:19 Uhr |
Lesezeit: 3 Minuten
John Ternus steht vor dem wohl wichtigsten Schritt seiner Karriere: Am 1. September 2026 übernimmt er die Führung von Apple und löst Tim Cook ab. Der bisherige Hardware-Chef gilt als ausgewiesener Technikexperte – doch reicht das für den Chefsessel eines der wertvollsten Unternehmen der Welt?
Ein Mann aus der zweiten Reihe
John Ternus ist bislang weit weniger bekannt als Tim Cook oder sein Vorgänger Steve Jobs. Der 51-Jährige drängt sich nicht ins Rampenlicht. Nach seinem Maschinenbau-Studium an der University of Pennsylvania kam er 2001 zu Apple. Im Produktdesign arbeitete er unter anderem an Geräten wie dem iMac G4 und dem Aluminium-PowerBook.
Dabei stand Ternus eng mit Designchef Jony Ive zusammen. Während Ive spektakuläre Entwürfe entwickelte, kümmerte sich Ternus darum, sie technisch umzusetzen. Sein Aufstieg verlief anschließend stetig: 2013 wurde er Vizechef der Hardware-Entwicklung, 2021 übernahm er schließlich die komplette Hardware-Sparte.
In dieser Position war Ternus für zahlreiche wichtige Apple-Produkte verantwortlich. AirPods, Mac- und iPad-Modelle sowie später auch das iPhone gehörten zu seinem Aufgabenbereich. 2020 übernahm er zusätzliche Verantwortung für Apples Smartphone-Sparte, bevor er ein Jahr später zum Hardware-Chef aufstieg. Auch die Apple Watch fiel unter seine Zuständigkeit.
Parallel dazu machte Apple ihn zunehmend zum öffentlichen Gesicht. Auf der Entwicklerkonferenz WWDC präsentierte Ternus neue Produkte und trat damit immer häufiger vor das Publikum. 2026 stellte er unter anderem das MacBook Neo vor. Kurz darauf folgte die entscheidende Nachricht: Ternus wird Tim Cook an der Apple-Spitze beerben.
Jetzt wird es für Ternus ernst
Am 1. September beginnt für den Hardware-Experten eine völlig neue Phase. Cook wechselt nach 15 Jahren als Apple-Chef auf den Posten des Verwaltungsratsvorsitzenden. Ternus muss nun beweisen, dass er nicht nur technische Produkte entwickeln, sondern auch einen globalen Konzern führen kann.
Besonders beim Thema Künstliche Intelligenz dürfte der Druck groß sein. Apple Intelligence und Siri gelten im Vergleich zu Angeboten der Konkurrenz als Nachzügler. Ternus muss deshalb schnell zeigen, wohin sich Apple entwickeln soll. Seine erste große Bewährungsprobe könnte bereits die nächste Apple-Keynote werden. Dort geht es für ihn nicht nur um neue Geräte – sondern um die Frage, ob er Apple auch eine überzeugende Zukunftsvision geben kann.
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