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Die wahre Geschichte hinter Apple! Diese Details kennen selbst Fans nicht

Steve Jobs bei der Vorstellung des iPhone
Steve Jobs feierte 1984 mit dem Macintosh Erfolge Foto: Getty Images
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1. April 2026, 7:05 Uhr | Lesezeit: 6 Minuten

Als Apple im August 2011 zum wertvollsten Unternehmen der Welt aufstieg, hatte Steve Jobs nur noch wenige Wochen zu leben. Einer der Apple-Mitbegründer und vor allem Visionär des Computer- und Softwarekonzerns starb am 5. Oktober 2011. Den größten Triumph erlebte Steve Jobs also noch mit. Er war es, der den Apple-Mythos maßgeblich geprägt und vorangetrieben hatte. Wie jede klassische Aufstiegsgeschichte im Silicon Valley begann auch die von Apple in einer Garage.

Dabei handelte es sich um die Garage von Steve Jobs’ Adoptivvater. Zusammen mit dem Tüftler Steve Wozniak und dem dritten Mann, Ron Wayne, gründete Steve Jobs vor 50 Jahren, genauer gesagt am 1. April 1976, das Unternehmen Apple. Das Startkapital betrug gerade einmal 1300 US-Dollar.

Eine oft unterschätzte Rolle in diesem Trio spielte Ron Wayne. Obwohl dieser Apple schon elf Tage nach der Gründung wieder verließ. Ohne ihn hätten Steve Jobs und Steve Wozniak jedoch vermutlich nie in dieser Form zusammengefunden. Wayne bildete die Schnittstelle zwischen dem Computer-Nerd Steve Wozniak und dem Visionär und Geschäftsmann Steve Jobs. Später beschrieb Wozniak sein Verhältnis zu Jobs einmal so: „Ich war der Bastler, Steve derjenige, der gerne telefoniert hat.“ Zusammen starteten die beiden den Mythos Apple.

Wie Apple zu seiner Bisslücke kam

Was viele gar nicht wussten: Der berühmte angebissene Apfel lag zunächst noch in der Schublade. Denn als erstes Markenlogo nutzte Apple eine detailreiche Grafik, die den englischen Naturforscher und Philosophen Isaac Newton zeigte. Dieser saß unter einem Baum, über seinem Kopf hing ein Apfel. Erst im Jahr 1977 tauchte das heute bekannte Logo mit Bissspur erstmals auf.

Steve Jobs entschied sich für den angebissenen Apfel, weil sich dieser grafisch vielseitig einsetzen ließ und einen hohen Wiedererkennungswert besaß. Der Biss („bite“) war zudem ein Wortspiel mit „byte“. Das reduzierte Design entwickelte sich schnell zum Markenzeichen und wurde weltweit zu einem der bekanntesten Logos überhaupt.

Lesen Sie mehr dazu: Warum ist das Apple-Logo eigentlich angebissen?

Vom Apple I zum Macintosh

Auch geschäftlich lief bei Apple vieles nach Plan. Der Apple I kam für 666 US-Dollar auf den Markt. Er galt nicht als erster Heimcomputer der Welt, wohl aber als einer der ersten kommerziell erfolgreichen Computer für Privatnutzer. Die Nachfrage war groß, allerdings wurden nur rund 200 Stück produziert.

Der Erfolg brachte frisches Kapital ins Unternehmen und ermöglichte die Entwicklung des Apple II. Dieser wurde zu einem der ersten massentauglichen Personal Computer und begründete Apples frühen Erfolg. Entwickelt wurde er größtenteils von Steve Wozniak.

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Ende der 1970er-Jahre arbeitete Apple bereits an der nächsten Generation. Unter dem Codenamen „Macintosh“ trieb Steve Jobs die Entwicklung voran. Seine Idee war eine grafische Benutzeroberfläche mit Icons und Menüs, die sich mit einer Maus bedienen ließ. Zu dieser Zeit wurden Computer fast ausschließlich über Texteingaben gesteuert.

Inspiriert wurde Jobs dabei unter anderem vom Xerox PARC, wo entsprechende Technologien bereits existierten. Auch Microsoft-Gründer Bill Gates kommentierte das später einmal ironisch: Beide hätten denselben „reichen Nachbarn“ gehabt – Xerox.

1984 kam der Macintosh auf den Markt. Präsentiert wurde er mit einem legendären Werbespot beim Super Bowl, inszeniert von Ridley Scott. Der Macintosh war nicht der erste Computer mit grafischer Oberfläche und Maus – aber der erste, der diese Technologie einem breiten Publikum zugänglich machte.

Steve Jobs’ Abschied bedeutete fast Apples Niedergang

Für Steve Jobs lief es bei Apple allerdings bald weniger gut. Mit dem damaligen CEO John Sculley kam es zum Machtkampf, den Jobs verlor. 1985 verließ er das Unternehmen. Er gründete daraufhin NeXT. Die Computer waren technisch fortschrittlich, aber teuer und kein Massenprodukt. Dennoch schrieb NeXT Geschichte: Am CERN entwickelte Tim Berners-Lee auf einem NeXT-Rechner das World Wide Web.

Währenddessen geriet Apple in den 1990er-Jahren zunehmend in Schwierigkeiten. Fehlgeschlagene Produkte wie der Newton und wachsender Druck durch Microsoft Windows brachten das Unternehmen ins Straucheln.

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Ein verlorener Sohn kehrte zurück

1996 kaufte Apple schließlich NeXT – und holte Steve Jobs zurück. Kurz darauf übernahm er wieder die Führung und stellte das Unternehmen neu auf. Diese Phase markierte den Beginn von Apples modernem Aufstieg.

Ein entscheidender Schritt folgte 1997: die Zusammenarbeit mit Microsoft. Gleichzeitig setzte Jobs auf Design, Einfachheit und starke Markenprodukte. Mit dem iMac gelang 1998 die Rückkehr in die Gewinnzone. In den folgenden Jahren baute Apple seinen Kultstatus weiter aus. 2001 erschien der iPod. Zusammen mit iTunes veränderte er die Musikindustrie grundlegend. 2007 folgte mit dem iPhone eine der wichtigsten Innovationen der Technikgeschichte. Das Smartphone revolutionierte den Alltag von Milliarden Menschen.

Als Steve Jobs 2011 starb, stand Apple auf dem Höhepunkt seines Erfolgs. Viele zweifelten daran, dass das Unternehmen ohne ihn bestehen konnte.

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Tim Cook übernimmt 2011

Noch vor dem Tod von Steve Jobs übernahm Tim Cook im August 2011 die Leitung von Apple, nachdem Jobs aus gesundheitlichen Gründen als CEO zurückgetreten war. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger trat Cook weniger als Visionär, sondern vielmehr als Stratege und operativer Manager auf. Unter seiner Führung entwickelte sich Apple zu einem noch stärker auf Effizienz, globale Lieferketten und Dienstleistungen ausgerichteten Konzern. Besonders das Service-Geschäft – etwa mit iCloud, Apple Music oder Apple TV+ – gewann deutlich an Bedeutung und wurde zu einer wichtigen Einnahmequelle. Gleichzeitig setzte Apple verstärkt auf eigene Chips und machte sich mit der Einführung von „Apple Silicon“ unabhängiger von externen Zulieferern.

Auch finanziell erreichte Apple unter Tim Cook neue Dimensionen und gehörte weiterhin zu den wertvollsten Unternehmen der Welt. Neue Produktkategorien wie die Apple Watch oder jüngst Mixed-Reality-Headsets erweiterten das Portfolio, auch wenn sie nicht die gleiche disruptive Wirkung wie einst das iPhone entfalteten.

Zum 50. Geburtstag im Jahr 2026 plant Apple keine große Rückschau, sondern setzt traditionell auf den Blick nach vorn. Erwartet werden neue Entwicklungen im Bereich Künstliche Intelligenz, Wearables und möglicherweise weitere Schritte in Richtung eines noch enger verzahnten Apple-Ökosystems – ganz im Sinne der Philosophie, Innovation nicht laut zu feiern, sondern in Produkte zu übersetzen.

Apple ist bis heute eine Kultmarke – und der Mythos lebt weiter.

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