Bild.de Hier geht es zurück zu Bild.de

Digitaler Mythos

Warum ist das Apple-Logo eigentlich angebissen?

Apple-Logo
Apple und der angebissene Apfel – was steckt eigentlich hinter dem Logo?Foto: Getty Images

Apple ist nicht nur eines der bekanntesten, sondern auch eines der wertvollsten Unternehmen der Welt. Jeder kennt das Logo mit dem Apfel. Doch warum trägt ausgerechnet ein Techgigant einen Apfel als Logo – und dazu auch noch einen angebissenen?

Die Geschichte von Apple hat mit dem sogenannten Macintosh-Computer (Mac) in den späten 1970er Jahren angefangen. Kaum jemand weiß noch, dass Apple in den 1980er Jahren der heute omnipräsenten Maus als Eingabegerät zum Durchbruch verhalf. In den 1990er Jahren hat sich Apple in zu viele erfolglose Projekte verrannt, geriet in finanzielle Nöte und stand sogar kurz vor der Pleite. Heute ist das Unternehmen zurück und erfolgreich wie kaum ein anderes. Und das zeigt es auch gern – mit dem Apple-Logo, das auf nahezu allen Geräten prangt. Doch warum ein angebissener Apfel?

Die einmalige Erfolgsgeschichte

In den 1990er Jahren fast am Ende, arbeitete sich Apple zurück. Vor allem ein Gerät verhalf zum Erfolg. Anfang der Nuller Jahre erfand Apple den iPod samt iTunes und revolutionierte damit nicht nur die Musikindustrie, die damals von Online-Piraterie geplagt war, sondern setzte eine beispiellose Erfolgsgeschichte in Gang. Der iPod ist mittlerweile Geschichte, der Erfolg von Apple blieb.

Die größte und wertvollste Apple-Erfindung waren aber weder der Mac-Computer noch der iPod, sondern das 2007 vorgestellte iPhone. Es wurde zum Maßstab für die gesamte Mobilfunkindustrie und gilt als Urvater aller heutigen Smartphones. Hinter all dem Erfolg stand der Visionär Steve Jobs, der zusammen mit Steve Wozniak und Ron Wayne 1976 Apple in Cupertino (Kalifornien) als Garagenfirma gründete.

Besonders interessant ist aus heutiger Sicht die Frage, warum Apple ausgerechnet einen angebissenen Apfel im Logo trägt.

Der fruchtige Firmenname

Die Antwort hinter dem Firmennamen ist erstaunlich banal. Zur damaligen Zeit war Steve Jobs Vegetarier, kurzeitig sogar Frutarier, ernährte sich also hauptsächlich von Obst. Zudem beschnitt er in seiner Freizeit Apfelbäume auf einer gemeinschaftlichen Farm. Das scheint ihn inspiriert zu haben, denn kurz vor der Firmengründung soll er gedroht haben, die Firma Apple, also Apfel, zu nennen, wenn nicht jemand einen interessanteren Namen vorschlagen sollte. Er hoffte damit die Kreativität seiner Mitstreiter anzuregen. Doch es half nicht – und so wurde es Apple.

Allerdings gab es auch noch ein paar gute Gründe für die Entscheidung: der Name klinge freundlich und nehme dem Thema Computer die Schärfe, soll Jobs argumentiert haben. Und: Man stünde künftig vor Atari, einem der damaligen Mitbewerber, im Telefonbuch.

Lesen Sie auch: Neue Apple-Geräte bekommen wohl nie mehr ein „i“ vor dem Namen

Ein angebissener Apfel als Logo von Apple

Der ursprüngliche Logo-Entwuf für Apple sah zunächst komplett anders aus. Dabei saß der Philosoph Isaac Newton unter einem Baum, über ihm ein strahlender kleiner Apfel. Das ganze in Schwarzweiß gehalten und eher nach einer biblischen Zeichnung aussehend. Doch diese Hommage an den Philosophen, der die Schwerkraft entdeckte, als ihm der Apfel auf den Kopf fiel, war zu komplex und zu kleinteilig, um es gut reproduzieren zu können.

Das Apfel-Logo, wie wir es heute kennen, hat schließlich der Grafikdesigner Rob Janoff 1977 entworfen. Laut der Steve-Jobs-Biographie solle er zwei Versionen entwickelt haben: eine mit ganzem und eine mit angebissenem Apfel. Man entschied sich letztendlich für den angebissenen Apfel, damit er nicht mit einer Kirsche oder Tomate verwechselt werden würde.

Zudem soll der Biss ein ironischer Verweis auf ein „byte“ (digitale Maßeinheit) sein, der im Englischen genauso ausgesprochen wird wie „bite“, zu Deutsch also Biss. Im Laufe der Jahre wurde das Logo zunächst bunt, später dreidimensional dargestellt und ist jetzt schließlich stark reduziert meist in Schwarz oder der jeweiligen Farbe des Produktes, auf dem es aufgebracht wurde.

Themen

Deine Datensicherheit bei der Nutzung der Teilen-Funktion
Um diesen Artikel oder andere Inhalte über Soziale-Netzwerke zu teilen, brauchen wir deine Zustimmung für